Radwandergruppe aus Nordrhein-Westfalen spendeten Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 24. Juni 2017 11:06

Eine Radwandergruppe aus Nordrhein-Westfalen besichte am 24.06.2017 die Sankt-Marien-Andreas-Kirche  in Rathenow. Vor der Kirche war ein buntes Treiben, denn die Stadt feierte zur Erinnerung an die schwedische Besetzung die sogenannten "Schwedentage". Die Gruppe ließ sich etwas über die Geschichte der optik in der Stadt Rathenow erzählen, denn der Beiname der Stadt lautet:"Stadt der Optik." So war es folgerichtig, dass der Rundgang durch die Kirche mit dem Geburtshaus von Johann Heinrich August Duncker, dem Pfarrer von Rathenow und Semlin, begann, der auch der Begründer der optischen Industrie war. Dann bewunderte die Gruppe das Triptychon  der Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow, Erika Guthjahr, im Turm der Kirche und schaute sich auch den maroden Zustand der Sankt-Marien-Andreas-Kirche auf einem Foto von 1990 an. Die Gruppe ging dann in den Chorraum  und bestaunte die Fenster und den Gotischen Marienaltar, ehe der Aufbau der Kreuzgewölbe im Mittelschiff erläutert wurde. Am Ausgang spendete dei Radwandergruppe aus Nordrhein-Westfalen die Säulensteine 11065 -11076 für den ÄWiederaufbau der Kreuzgewölb im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.



Schwedentage 2017

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Gästebucheintrag von Bert de Poel 17.06.2017

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 23. Juni 2017 15:06


17 Juni 2017

Reeds meer dan 25jaar is onze Protestanse Gemeente Leek-Oldebert in Nederland een partnerschap aangegaan met de Evangelische kerk in Rathenow. Vele jaren nijn wij als donateur verbanden met de opbouw van de Sankt Maria Andreas Kirche in Rathenow. Diep respect hebben wij voor allen die belangeloos zich insetten voor de wederopbouw van deze mooie kerk. In het bijzonder de voorsitter Dr. H.W. Knackmuss. We spreken de hoop uit dat het eeuwendoude Godshuis in al zijn luister gerestaureed mag worden.

Bert en Gé de Poel Leek Nederland

 

Seit über 25 Jahren ist unsere protestantische Gemeinde Leek-Oldebert in den Niederlanden  in einer Partnerschaft mit der Evangelischen Kirche in Rathenow. Viele Jahre sind wir  nun als Spender  mit dem Wiederaufbau der Sankt Maria Andreas Kirche in Rathenow verbunden. Tiefen Respekt haben wir vor allem für das uneigennützige sich Einsetzen für den Wiederaufbau von dieser schönen Kirche. Im Besonderen der Vorsitzende Dr. H. W. Knackmuss.
Wir geben der Hoffnung Ausdruck, dass das jahrhundertealte Gotteshaus in all seiner Pracht wieder hergestellt werden kann.

 

Bert en Gé de Poel, Leek /Nederland

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Sommerliches Chorkonzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche 18.06.2017

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 22. Juni 2017 02:06


Am Sonntag, den 18.06.2017, fand ein Konzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow statt, das von der Sankt-Marien-Andreas-Kantorei unter Leitung  der Kantorin Christiane Görlitz gemeinsam mit der Kantorei der Evangelischen Kirche in Premnitz unter Leitung der Kantorin Elisabeth Hendrich und den Bläsern beider Gemeinden einstudiert worden war. Es war ein Glanzpunkt zum Lutherjahr 2017, wo des Thesenanschlags von Dr. Martin Luther an die Schlosskirche in Wittenberg  vor 500 Jahren weltweit gedacht wurde. Es ist deshalb kaum verwunderlich, dass  im Mittelpunkt des Konzerte das Lutherlied "Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen" stand. Martin Luther hatte das Lied nach dem Psalm 46 gedichtet und auch die Melodie dazu geschrieben. Der gemeinsame Chor sang das Lied allerdings in einem Satz von Oskar Gottlieb Blarr, der 1934 in Ostpreußen geboren wurde. Den Auftakt des Konzertes bildete der Doppelchor von Johann Pachelbel (1653-1706) "Singet dem Herrn ein neues Lied", was von der Empore und im Kirchenschiff im Wechsel erklang. Ein zweites Lied mit dem Text von Martin Luther hieß: "Die beste Zeit im Jahr ist mein, da singen alle Vögelein" mit einer Melodie von Arnold Mendelssohn. Ein anderes Lied geht auch im Text und in der Melodie auf Martin Luther zurück. Es heißt "Verleih uns Frieden gnädiglich", und wurde nach einem Satz von Felix Mendelssohn-Bartholdy gesungen, den der Kreiskantor Holger Wiesner an der Orgel begleitete. Luther ahnte wohl schon, was in Deutschland und Europa durch die Reformation ausgelöst werden sollte, nämlich ein 30 Jahre lang andauernder Krieg zwischen Lutheranern und Katholiken, der erst 1648  mit dem Westfälschen Frieden endete und für Deutschland und die Niederlande ein Neuanfang war. 

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Besucher spendeten Säulenteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 18. Juni 2017 22:06

Am Sonntag, den 18.06.2017, legte das Hotelfahrgastschiff "Königsstein" in Rathenow an und die Besucher kamen sofort in dei Sankt-Marien-Andreas-Kirche, denn es sollte um 17:00 Uhr ein großes Chorkonzert mit der Sankt-Marien-Andreas-Kantorei und dem Posaunenchor stattfinden. Die Proben für den Chor waren um 16:00 Uhr zuende, aber die Kantorin Elisabeth Hendrich übte noch mit dem Posaunenchor bis 16:30 Uhr auf der Empore. Die Führung der Besucher im Chorraum wurde bei jedem Choral des Posaunenchors unterbrochen und in den Pausen fortgesetzt. Die Touristen fanden das lustig und sangen bei dem Choral "Nun danket alle Gott" kräftig mit. Die Zeit reichte um die Fenster im Chorraum zu erklären und den Gotischen Marienaltar von 1380. Dann ging es in zwei Gruppen weiter zur Stadtführung und die Besucher spendeten, ehe sie die Kirche verließen, die Säulensteine Nr. 10929 - 10936 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

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Touristen spendeten Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 18. Juni 2017 22:06
Am 16.06.2017 kamen Touristen von dem Flusshotelschiff "Königsstein" nach Rathenow und besuchten das Wahrzeichen der Stadt, die Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Sie bewunderten den Gotischen Marienaltar und die Fenster im Chorraum, wobei sie besonders vom Rathenower "Toelranzfenster" begeistert waren. Das zeigt oben Jesus Christus mit einer angedeuteten Krone, unten ist der blaue Davidsstern zu sehen und links sieht man einen grünen Halbmond für den Islam und rechts daneben das Zeich Ying Yang für Buddhismus mit der Bedeutung: Jesus Christus ist offen für alle Menschen. Die Besucher waren auch angerührt vom Willen zum Wiederaufbau der Kirche nach ihrer schweren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Sei spendeten die Säulensteine Nr. 10937 - 10954 für den Wiederaufbau der drei Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.
© Zertifizierte Kirchenführerin Gabriele Scharein im Auftrag des Förderkreises

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Kerstin Brandes spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 18. Juni 2017 09:06

Kerstin Brandes aus Burgdorf ist am 13.03.1944 in Rathenow geboren. Sie ist Mitglied im Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche und besuchte am 17.06.2017 die ordentliche Mitgliederversammlung des Förderkreises in Rathenow mit ihrem Mann Rüdiger und spendete aus diesem Anlass die Säulensteine Nr. 10905 -10908 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Kirche. Der Förderkreis bedankt sich bei Kerstin Brandes.

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Gisela Pagel spendete Orgelpfeifen

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 17. Juni 2017 23:06

Gisela Pagel singt im Chor der Sankt-Marien-Andreas-Kantorei und ist ihr ganzes Leben lang musikalisch aktiv gewesen.
Am 06.06.2017 feierte sie ihren 85. Geburtstag. Statt Blumen und Geschenke erbat sie von ihren Gästen eine Spende für die neue Orgel in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Dabei kamen 550,00 € zusammen. Der Förderkreis überreichte ihr die Urkunde über die Stiftung der Orgelpfeifen Nr. 244- 248. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

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Historische Kirchenführung mit Bischof Stephan Bodecker

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 15. Juni 2017 17:06


In der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow gab es am 15.06.2017 eine Premiere. Die ehemalige Schulklasse aus Großwudicke hatte sich zu einer "Historischen Führung" mit dem Bischof Dr. Stephan Bodecker angemeldet. Seit 2016 bietet der Förderkreis diese historischen Führungen an und Ulrich Teltzrow sah die Chance mit seinen ehemaligen Mitschülerinnen und Mitschülern und ihren Partnern diese neuen Führungen zu eröffnen. 1949 waren alle gemeinsam in Großwudicke eingeschult worden und trafen sich am 15.06.2017 zum Mittagesswen und zum Kaffeetrinken in der Gaststätte "Waldfrieden" in Großwudicke. Natürlich wurde viel von alten Zeiten erzählt und Ulrich Teltzrow hatte auch eine kleine historische Dokumentation von Großwudicke erstellt, die er seiner alten Schulklasse vorführte. Der Bischof von Bandenburg, Dr. Stephan Bodecker, wurde am 15.11.1384 in Rathenow geboren und war ein hoch gelehrter Diplomat, dessen Rat viele Fürsten gern in Anspruch nahmen. Er hatte auch ein hebräisches Lexikon herausgegeben. Am 15.02.1459 starb er im Dom zu Brandenburg, wo noch heute eine Grabstele an ihn erinnert. Er wurde 74 Jahre alt, was für die Zeit doch erheblich war. Neben Rosemarie Köhn, der Bischöfin von Hamar, in Norwegen, die am 20.10.1939 in Rathenow geboren wurde, war das der einzige Bischof, der in Rathenow geboren wurde. Es ist schon etwas Besonderes, wenn in der 800jährigen  Geschichte der Stadt Rathenow nur zwei Bischöfe aus ihr hervorgingen. Auch Rosemarie Köhn hat eine Vorliebe für das Hebräische, denn sie gab eine Hebräische Grammatik für alle Studenten in ganz Skandinavien heraus. Sie hatte im April 2017 erst ihre Geburtsstadt besucht. Dr. Heinz-Walter Knackmuß war zur 800-Jahrfeier der Stadt Rathenow beim Festumzug begleitet vom Herold, Jürgen Scharein, und vom Mönch, Gerd Ostermann, in das Gewand des Bischofs Dr. Stephan Bodecker geschlüpft und bietet seither  "Historischen Führungen" durch die Kirche an. Natürlich begann die Führung mit dem Geburtshaus von Johann Heinrich August Duncker, der als Begründer der optischen Industrie in Rathenow gilt. Dann ging es mit der alten Schulklasse zum Triptychon der Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow, Erika Guthjahr. Dort wurden den Gästen die drei Gemälde vorgestellt, die in der Vision von Erika Guthjahr endet, dass der Turm wiederaufgebaut werden könnte. 1980,als sie das Triptychon malte, war daran überhaupt nicht zu denken. Und als der Turmaufbau 2002 mit der Reparatur der Türkenglocke vollendet war, durfte sie es noch miterleben und hat sich sehr darüber gefreut. Dann ging es zu einem Foto von der Kirche von 1990, wo der katastrophale Zustand des Gotteshauses noch recht deutlich zu erkennen ist. Aber die Gemeinde hat 1990 nach der Einheit Deutschlands sofort angefangen, den Chorraum wieder aufzubauen und mit einem Dach zu versehen.  Als der Förderkreis 1996 gegründet war, wurde die erste Spendenaktion für die Fenster im Chorraum angestoßen. Danach folgten die  Spendenaktionen für den Turm, die Kreuzgewölbe im Mittelschiff und die Fenster im Kirchenschiff sowie die Sanierung der Fassade. Den Besuchern wurden die Fenster im Chorraum erklärt. Besonders das "Rathenower Toleranzfenster" ist ein weltweit einzigartiges Kunstwerk. Der Gotische Marienaltar von 1380 wurde bei der Erklärung verwoben mit ganz persönlichen Erlebnissen von Dr. Heinz-Walter Knackmuß, die die Besucher sehr erheiterten. Diese Geschichte ist auch im Buch über die Kirche unter dem Stichwort "Der Kongress" zu finden. Bei der Erkläung der Heiligen Katharina ging es um die mittelalterliche adventliche Fastenzeit, bei der nicht getanzt werden durfte. Die Menschen tanzten deshalb am 25. November, dem Namenstag der Heiligen Katharina das letzte Mal vor Weihnachten und dazu sehr ausgelassen. Daher heißt es im Volksmund: "Sankt Kathrein stellt den Tanz ein." Auch das alte deutsche Volkslied "Heißa Kathreinerle, schnür dir die Schuh" geht darauf zurück. Dann wurden den Besuchern die drei geretteten alten Gemälde in der Kirche präsentiert, "Simeon mit dem Kinde", "das Epitaph für den Stadtschreiben Nesen" und "Christus vor dem Hohen Rat." Der Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Kirchenschiff wurde praktisch demonstriert und es gab ein Klangerlebnis im Kirchenschiff, um die einmalige Akustik zu Gehör zu bringen. Die Gruppe verabschiedete sich mit Handschlag vom "Bischof Bodecker" und spendete die Säulensteine Nr. 10880 -10904 (125,00 €) für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum . Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

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Mitgliederversammlung am 17. Juni 2017 um 11:00 Uhr

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 13. Juni 2017 12:05

 

Am Samstag, den 17.Juni 2017

fand

die ordentliche Mitgliederversammlung

des Förderkreises zum Wiederaufbau

der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V.

in der Kirche statt.



1. Andacht
Pfarrer Andreas Buchholz hielt zu Beginn der Mitgliederversammlung die Andacht, die musikalisch von der Kantorin Christiane Görlitz an der Hoffrichter-Orgel in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche umrahmt wurde.
 

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2. Grußwort des Staatssekretäres und Bevollmächtigten des Landes Brandenburg beim Bund und Beauftragter für Internationale Beziehungen, Martin Gorholt
Der Staatssekretär Martin Gorholt ist seit Anbeginn seiner politischen Laufbahn mit dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. verbunden. Er hat  in der Vergangenheit den Wiederaufbau unterstützt und möchte auch den weiteren Fortgang unterstützend begleiten.

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3. Grußwort des Landrates des Landkreises Havelland, Roger Lewandowski
Der Landrat des Landkreises Havelland, Roger Lewandowski,

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4. Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Rathenow, Ronald Seeger,

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5. Jahresbericht 2016 des Vorsitzenden Dr. Heinz-Walter Knackmuß

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Jahresbericht 2016
gehalten auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Förderkreises zum
Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V.
am 17.06.2017
in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

 

1.      Begrüßung

Liebe Mitglieder des Förderkreises, beste Gé, beste Bert,

we zijn blij dat u voor de bijeenkomst van vandaag ter ondersteuning naar Rathenow bent gekomen. Het is leuk dat een deel van de Nederlandse leden vandaag bij ons is. We zijn met de wederopbouw van de kerk nog lang niet klaar. De volgende fase van de bouw, de drie kruisgewelven staan in het koor gepland, maar we hebben het geld daarvoor nog steeds niet bij elkaar. De reconstructie zal naar verwachting € 1,3 miljoen euro bedragen. Wij willen u bedanken, dat u ons wilt helpen. Hartelijk Welkom.

 

2.      Jahresbericht 2016


Das Jahr 2016 war geprägt von zwei Schwerpunkten. Die 800-Jahrfeier der Stadt Rathenow und das zwanzigjährige Bestehen des Förderkreises.

 

2.1.  800 Jahre Rathenow

Vor 800 Jahren hat der Bischof Siegfried II. von Brandenburg in einer Urkunde Rathenow erstmalig erwähnt und deshalb gilt das als Gründungsdatum der Stadt. Wir haben dieses Jubiläumsjahr mit einem ökumenischen Festgottesdienst am Pfingstmontag, den 16.05.2016, eröffnet, wo der Propst Dr. Christian Stäblein, die Festpredigt hielt. Pfarrer Andreas Buchholz und Pfarrer Bernhard Scholtz gestalteten den Gottesdienst.
Am 24.06.2016 (Sankt Johannes) haben wir 800 Minuten aus der Bibel in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche gelesen. 80 Menschen haben an diesem Tag von 8:00 Uhr bis 21:20 Uhr aus dem Alten und Neuen Testament aus den Psalmen gelesen. Es war eine sehr spirituelle Atmosphäre in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, wie ich es noch nie erlebt habe.


Superintendent Thomas Tutzschke
bei der 800-Minutenbibellesung

 


Am 24.07.2016  haben  Wiltrud Weber, Prof. Dr. Dr. Dr. Rainer Lehmann, Peter Kurth und ich im Rahmen einer „Blauen Stunde“ in der  Sankt-Marien-Andreas-Kirche aus der Romantetralogie „Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann vorgelesen und erzählt. Wir hatten nicht mit so viel Zuhörern gerechnet und die miserable Akustik im Chorraum der Kirche unterschätzt, sodass Viele nicht alles hören konnten. Für uns vier war aber die Vorbereitung schon eine sehr schöne Zeit.
Am Freitag, den 09.09.2016 fand in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche eine Geschichtskonferenz statt, wo einzelne Vereine, wie der Dorfkirchenverein Landin, der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, die Spinn-Weben und der Lilienthal-Verein ihre Arbeit vorstellten. Zu der Geschichtskonferenz war auch die Erzherzogin von Österreich, Ihre Kaiserlich-Königliche Hoheit Camilla von Habsburg-Lothringen in der Kirche. Wir wissen ja, dass 1913 die einzige Tochter des Kaisers Wilhelm II. Prinzessin Viktoria Luise von Preußen nach ihrer Hochzeit mit dem Prinzen Ernst August von Braunschweig-Lüneburg in der Prinzenvilla in Rathenow wohnte und jeden Sonntag in die Sankt-Marien-Andreas-Kirche zum Gottesdienst kam. Seitdem war aber nie mehr eine Prinzessin in der Kirche. Nach 103 Jahren war mit Camilla von Habsburg-Lothringen das erste Mal wieder eine Prinzessin in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Am Samstag, den 10.09.2016 fand in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ein ökumenischer Gottesdienst zum Auftakt des Treffens der Traditionsverbände Mitteleuropas mit dem Katholischen Pfarrer Bernhard Scholtz und dem Evangelischen Pfarrer Christoph Seydich mit der Erzherzogin von Österreich, ihre Kaiserlich-Königliche Hoheit Camilla von Habsburg-Lothringen statt. Pfarrer Christoph Seydich hielt eine wunderbare tiefgründige Predigt zur 800-Jahrfeier der Stadt, die auch auf die Gottesferne und ihre Verstrickung in Schuld einging, die eine Zerstörung der Kirche zur Folge hatte. Nach dem Gottesdienst fand ein Festumzug durch die Stadt anlässlich der 800 Jahrfeier statt, den das Rathaus vorbereitet hatte. Pfarrer Wolf Schöne lief als Martin Luther im Umzug mit und ich als Bischof Dr. Stephan Bodecker, der am 15.11.1384 in Rathenow geboren wurde und am 15.02.1459 als Bischof von Brandenburg in Brandenburg an der Havel starb. In der 800jährigen Geschichte der Stadt Rathenow gab es nur zwei Bischöfe, die in Rathenow geboren wurde, Stephan Bodecker und Rosemarie Köhn, die Bischöfin im norwegischen Hamar, die uns erst kürzlich besuchte.

2.2.Zwanzig Jahre Förderkreis
Der zweite Schwerpunkt des Jahres 2016 lag auf dem 20jährigen Bestehen des Förderkreises.
Am 15.09.1996 wurde der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. in dieser Kirche gegründet. Nun feierten wir am 15.09.2016 das 20-jährige Bestehen des Förderkreises und haben aus diesem Anlass eine Ausstellung im Chorraum eröffnet, die zeigte, was alles in den 20 Jahren durch den Förderkreis geleistet wurde. Kerstin Zink-Zimmermann hatte die Idee dazu und so saßen Mario Zimmermann, Kerstin Zink-Zimmermann, Axel Teckemeyer und ich alle vier Wochen bei Zimmermanns zusammen und bereiteten die Ausstellung vor. Es war viel Arbeit, aber ich danke dem Team, dass alles so gut geworden ist. Seit 1996 hat der Förderkreis Spenden gesammelt, zuerst noch für den Wiederaufbau des Chorraumes. Das war die erste Spendenaktion mit der der Förderkreis seine Tätigkeit startete. Danach für den Wiederaufbau des Turms und schließlich für die vier Kreuzgewölbe im Kirchenschiff und für das neue Dach. Die Menschen wollen ja immer was in der Hand haben und so haben wir Urkunden für Stifterbriefe, Kupferplatten für den Turm, für Dachsteine für das Kirchenschiff und viele andere Sachen aufgelegt, um damit die Menschen zu erreichen. Die Kreuzgewölbe in der Marienkapelle hat der Förderkreis allein bezahlt. Insgesamt konnten 2016 die Summe von einer Mio € dank einer Spende von Dr. Margit Semmler erreicht werden und Gabriele Scharein hat dann gleich den ersten Betrag für die nächste Million gespendet. Christine Ermisch hat sich um das Mosaikbild „Simeon mit dem Kinde“ bemüht, was von den Kindern und Künstlern sehr gut angenommen wird. Die Idee stammte von Dorothea und Manfred Langner aus Berlin. Auch haben wir Stifterbriefe für Orgelpfeifen und Glasfenster aufgelegt. Solche Spendenaktionen brauchen ja immer einen Vorlauf. Aktuell vergeben wir Säulensteinurkunden für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Obwohl Jahr für Jahr viele Förderkreismitglieder starben und sterben, stieg die Zahl der Mitglieder von 46 auf über 250 an, was auch für den Willen der Menschen steht, die Kirche zum Lobe Gottes wiederaufzubauen.

 


Vorstand des Förderkreises

 

Ich danke meinen Mitstreitern für ihr unermüdliches Engagement im Förderkreis und wie Sie alle wissen, arbeiten wir ehrenamtlich. Zuerst möchte ich mich bei Gisela Rosenberg, unserer ersten Schatzmeisterin bedanken und bei Christine Ermisch, der ersten Schriftführerin des Vereins. Sie haben ihre Ämter aus Altersgründen aufgegeben, haben aber wesentlichen Anteil am Gelingen des Wiederaufbaus der Kirche. Natürlich danke ich auch Axel Teckemeyer und Kerstin Zink-Zimmermann, die von Anfang an die schwere Arbeit im Vorstand mitgetragen haben. Das jüngste Vorstandsmitglied ist Erika Baatz als Schriftführerin, die für Christine Ermisch die Aufgaben übernahm. In den allerhöchsten Tönen möchte ich aber den Schatzmeister Wolfgang Krüger loben, der nicht nur das Amt des Schatzmeisters hervorragend wahrnimmt, sondern auch ein echter Schatz ist, wenn es Störungen am Computer gibt. Ohne seine Kenntnisse als Computerfreak würde die Arbeit auch als Schatzmeister um eine Vielfaches schwieriger sein. Die Verwaltung der Mitglieder über einen Computer ist doch sehr angenehm und komfortabel. Bedanken möchte ich mich auch für die Arbeit der Kuratoriumsmitglieder, dem Landrat Roger Lewandowski und dem Bürgermeister Ronald Seeger. Pfarrer Andreas Buchholz, wird nicht müde, den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zu beschleunigen und mit Andachten, Taufen, Trauungen und Gottesdiensten das Haus mit frommen Leben zu füllen. Das soll ja auch die Hauptaufgabe eines Gotteshauses sein, Gott zu dienen und deshalb bauen wir es auch wieder auf. Ich danke aber auch dem Kreistagsabgeordneten Holger Schiebold und auch seiner Frau Sigrid, die mit gebrochenem Fuß 2016 im Rollstuhl an der Bibellesung teilnahm, dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Rathenow Bernd Knust,  dem Architekten Dr. Achim Krekeler und Prof. Hans Müller für die Mitarbeit im Kuratorium.

 

3.      Besucher

Es gab natürlich nach der Bundesgartenschau einen nicht enden wollenden Tourismusstrom in der Kirche und die BUGA-Kirchenführer hatten reichlich zu tun. Es wird eigentlich von Jahr zu Jahr mehr. Als Besucher ins Ehrenbuch des Förderkreises haben sich 2016 Propst Christian Stäblein, Pfarrer Bernhard Scholtz, Kirchenmusikdirektor Prof. Matthias Eisenberg, der Superintendent Thomas Tutzschke, Pfarrerin Charlotte Kopp, Pastorin Christine Wolfram, Staatssekretär Martin Gorholt, Vizelandtagspräsident Dieter Dombrowski,

 


Vizepräsident des Landtags von Brandenburg
Dieter Dombrowski

 

Nina Omilian, die Erzherzogin Camilla von Habsburg-Lothringen, und Dr. Manfred Stolpe eingetragen.

4.      Konzerte

Aus den vielen Konzerten möchte ich besonders das mit dem Kirchenmusikdirektor Prof. Matthias Eisenberg am 29.05.2016 erwähnen, der als Orgelvirtuose mit seiner Musik mit einem einmaligen Klang in den neuen Kreuzgewölben die Menschen verzauberte.


Kirchenmusikdirektor Prof. Matthias Eisenberg

 

 

Am 05.06.2016 gaben die Schüler und Lehrer der Kunst- und Musikschule Havelland unter dem Motto „Musikschulen öffnen Kirchen“ ein viel besuchtes Konzert und am 10.07.2016 fand ein Handglockenkonzert des „Peace Bell Choir Caputh“ in der Kirche statt. Einen weiteren Höhepunkt gab es mit einem Konzert von Kammersänger Jochen Kowalski am 09.10.2016 in der Kirche.

 

 

 

5. Ausstellungen
Vom 28.03.2016 - 08.05.2016 präsentierten Margitta Köhler und Dr. Fred-Georg Machan ihre Gemäldeausstellung unter dem Titel „Jahreszeiten im Havelland“. Adele Hentschel stellte ihre Gemälde unter dem Titel „Die wunderbare Schöpfung Gottes“ vor und die Ausstellung „20 Jahre Förderkreis“ hatte ich schon oben erwähnt.



Bauarbeiten am Kirchenschiff  2011

Sie war vom 15.09.-13.11.2016 in der Kirche zu sehen. Den Beschluss bildete wie jedes Jahr die Weihnachtskrippenausstellung.

6. Aussichten

Uns fehlen noch 1 Mio € für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Das soll der nächste Bauabschnitt des Wiederaufbaus sein. Die Innenraumkonzeption die vom Architekten Dr. Achim Krekeler 2016 erarbeitet wurde, hat 24.490,20 € gekostet, die der Förderkreis bezahlt hat und die der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, mit 5000,00 € unterstützt hat. Sie war mit dem Denkmalschutz, der Kirchengemeinde, dem Konsistorium  und dem Förderkreis abgestimmt worden und ist nun die Grundlage für die weiteren Baumaßnahmen. Danach müsste aus meiner Sicht eine Heizung eingebaut werden, denn im Winter ist die Kirche kaum nutzbar, was besonders im Advent sehr bedauerlich ist. Wie ich an dieser Stelle schon oft betont habe, wird es dabei nicht ohne Gottes Segen gehen, den ich auch für die kommenden Bauvorhaben erbitte. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld.

 

 

Dr. Heinz-Walter Knackmuß

 



6. Jahresbilanz 2016 des Schatzmeisters, Wolfgang Krüger, 

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Goldene Konfirmation am 11.06.2017

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 13. Juni 2017 10:06

Am Sonntag nach Pfingsten findet seit Jahren die Goldene Konfirmation in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow statt. Am Trinitatissonntag (11.06.2017) hatten sich 30 ehemalige Konfirmanden in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zu einem Festgottesdienst eingefunden. 50 Jahre nach der Konfirmation feiert man die Goldene Konfirmation und nach 60 Jahre die seltene Diamantene Konfirmation. Die Konfirmanden waren aus ganz Deutschland angereist und manche feierte auch das 70. und 75. Jubiläum ihrer Konfirmation. Die Kirche war gut gefüllt, weil die Angehörigen die Konfirmanden begleiteten. Pfarrer Wolf Schöne zog festlich mit den Konfirmanden in die Kirche ein, wo der Posaunenchor unter Leitung von Helmut Hartmann den Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Martin Luther spielte. Pfarrer Wolf Schöne predigte in diesem Gottesdienst über den Text aus der Bibel, wo Jesus Christus über den See Genezareth zu dem Schiff geht, in dem die Jünger warten und sie denken, es käme ein Gespenst auf sie zu. Als Jesus sie anspricht, fragt Petrus, ob er zu ihm kommen kann und Jesus sagt: „Komm!“ Als Petrus wegen einer hohen Welle Angst bekommt, sinkt er in das Wasser ein und Jesus reicht ihm die Hand und sagt zu ihm: „Du hast zu wenig Vertrauen! Warum hast Du gezweifelt?“ Das Vertrauen war dann das zentrale Thema der Predigt von Pfarrer Wolf Schöne. Hanna Seefeld war als Kantorin in der Kirche und spielte die Orgel während des Abendmahlgottesdienstes. Pfarrer Wolf Schöne segnete alle Konfirmanden und überreichte ihnen die Urkunde. Nach der Segnung feierten die Konfirmanden mit der Gemeinde das Abendmahl, wobei auch aus dem kostbaren romanischen Kelch getrunken wurde. Zum Schluss spielten Sabine Teckemeyer (Querflöte) mit Pfarrer Wolf Schöne (Gitarre) das Kirchentagslied vom Berliner Kirchentag 2017: „Du bist ein Gott, der mich anschaut.“ Nach dem Ende des Gottesdienstes versammelten sich alle Jubelkonfirmanden mit Pfarrer Wolf Schöne zu einem Foto vor der Kirchentür. Am Nachmittag war dann ein Kaffeetrinken im Lutherhaus, wo das Erzählen kein Ende finden wollte und die Wiedersehensfreude der noch Lebenden war groß. In den Gesprächen spielten natürlich auch die verstorbenen ehemaligen Mitschüler und Mitkonfirmanden eine Rolle. Es ist ja eine Gnade Gottes so alt zu werden und dabei noch reisen zu können.

 

© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß 11.06.2017


 




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