Biografie von Dr. Bettina Götze

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 30. Januar 2013 07:00


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Dr. Bettina Leokardia Götze, geborene Mrositzki, wurde am 22.04.1957 in Brandenburg an der Havel geboren. Ihr Vater, Alexander Franz Mrositzki war Universalfräser und nach 1945 Lehrer für  Geschichte in Stechow, Rathenow und Premnitz. Danach arbeitete er als Direktor der Polytechnischen Oberschule Nitzahn (Landkreis Havelland, damals Kreis Rathenow). Ihre Mutter, Barbara Christina Anna Maria Mrositzki, geborene Reichel, war Technische Zeichnerin und später Musik- und Deutschlehrerin an der Polytechnischen Oberschule in Nitzahn. Dr. Bettina Götze wurde 1963 an der Polytechnischen Oberschule Nitzahn eingeschult und durchlief hier alle  acht Klassen bis sie von 1971 -1975 an der Erweiterten Oberschule “Karl Marx” in Rathenow ihr Abitur ablegte.



clip_image002Einschulungsfoto 1963 (Dr. Bettina Götze, 1. Reihe, 2. von rechts)
vor dem Schulhaus in Knoblauch mit
Klassenlehrer Jörg Bier

Nach dem Abitur studierte sie von 1975 -1979 an der Martin-Luther-Universitär Halle-Wittenberg Pädagogik und schloss das Studium als Diplom-Lehrerin ab. Von 1979 -1981 arbeitete sie als Sport-, Geschichts- und Staatsbürgerkundelehrerin an der Polytechnischen Oberschule in Nitzahn. Von 1981 -1984 nahm Dr. Bettina Götze eine Aspirantur an der Pädagogischen Hochschule „Karl-Liebknecht“ in Potsdam an und promovierte 1984 zum Dr. phil.. Ab 01.09.1984 wurde sie zur Leiterin des Kreismuseums in Rathenow. Diese  Aufgabe nimmt sie  bis jetzt wahr. Von 1990 - 1992 absolvierte sie als postgraduales Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin die Ausbildung zu Museologin (Museumswissenschaftlerin). Von 1998 -2001 leitete sie kommissarisch das Kulturhaus Rathenow, das  zum Landkreis Havelland gehörte. Ab 2001 wurde sie Referatsleiterin für Kultur, Sport und Tourismus beim Landkreis Havelland und seit September 2003 ist Dr. Bettina Götze Geschäftsführerin der Kulturzentrum Rathenow GmbH. In den fast 30 Jahren Ihrer Museumstätigkeit forscht Dr. Bettina Götze auf dem Gebiet der Regionalgeschichte und organisiert zahlreiche Ausstellungen zu diesen Themen, auch veröffentlicht sie regelmäßig Publikationen zur Regionalgeschichte.

clip_image004Dr. Bettina Götze begleitet am 11.06.2010 die
Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur
des Landes Brandenburg bei ihrem Rundgang
durch das Optik- und Industriemuseum

Am 15.07.1978 heiratete sie in Halle an der Saale den Mitstudenten und späteren Lehrer Randolph Rudi Götze. Ihr Mann arbeitet als Mitarbeiter des Theaters der Altmark Stendal. Das Ehepaar hat zwei Söhne, Robert, geboren am 26.04.1980 und Ludwig Rudolf, geboren am 02.05.1985. Dr. Bettina Götze hat wenig Freizeit. Sie ist Mitglied und auch Vorsitzende in verschiedenen Vereinen und Organisationen. Durch eine enge Freundschaft mit dem Pfarrer Frank Richter in Nitzahn und seiner Frau Christlinde, die als Gemeindeschwester für das Landambulatorium Milow auf den Dörfern arbeitete, kam es, dass Randolph Götze die die vorweihnachtlichen Krippenspiele in den Kirchen einübte. Er machte das so gut, dass Christlinde noch heute davon ganz begeistert ist.

clip_image005Wohnhaus der Familie Götze
in Knoblauch

Zu ihren Hobbies gehören Lesen, Stricken, Kochen und Gartenarbeit. Am 27.06.2010 trat sie dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. bei, um den Erhalt des Wahrzeichens der Stadt Rathenow zu unterstützen.



Video-Dr.-Bettina Götze

14.01.2016

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Biografien

Michael Schmidt spendete den Stifterbrief in Silber Nr. 35

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Januar 2013 08:09


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Michael Schmidt ist in Rathenow in der Mühlenstr. 5 aufgewachsen. Er erinnert sich gern an die Ruine der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, die auch zum Spielplatz seiner Kindheit gehörte. Er konnte mit seinen Freunden noch durch die zerschossenen Wände des Chorraums ein- und ausgehen. Dass die Kirche nach so vielen Jahren nun doch wieder aufgebaut wird, erfreut ihn sehr. Michael Schmidt möchte sich für den Wiederaufbau des Wahrzeichens der Stadt Rathenow nach Kräften engagieren und spendete 1.000,00 € dafür. Am 20.01.2013 überreichte ihm der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. den Stifterbrief Nr. 35 in Silber und bedankte sich für die Spende.

Justus Strabel spendete einen Säulenstein

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Januar 2013 07:46


clip_image002[5]Der neunjährige Justus Strabel wohnt in Nauen und besuchte am 12.01.2013 mit seiner Oma, Ilse Strabel aus Rathenow, die Weihnachtskrippenausstellung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Oma und Enkelsohn bewunderten die Kleinode aus Zinn, Porzellan und Holz im Chorraum der Kirche. Ilse Strabel schenkte ihrem Enkelsohn zur Erinnerung an diesen Tag den Säulenstein Nr. 5579 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Vielen Dank.

Christian Strabel spendete einen Säulenstein

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Januar 2013 07:32


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Christian Strabel besuchte am 12.01.2013 mit seiner Mutter Ilse Strabel die Weihnachtskrippenausstellung im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Er bewunderte die kleinen Kunstwerke und war so angetan vom Wiederaufbau der Kirche, dass ihm seine Mutter den Säulenstein Nr. 5578 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum schenkte.

Biografie von Friedrich Lange

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 15. Januar 2013 13:27


Biografie von Friedrich Lange (Ehrenbürger der Stadt Rathenow seit dem 16.06.1906)
aufgeschrieben von Peter Kurth

Friedrich Lange war von 1879 bis 1906, also 27 Jahre lang, unser Bürgermeister in Rathenow. Im  Jahr seines Ausscheidens aus dem Amt wurde  im Magistrat seiner Stadt einstimmig entschieden, dass er für seine großen Verdienste zum Ehrenbürger Rathenows ernannt werden soll. Im gleichen Jahr bekam er auch noch „von höherer Stelle“ den  „Königlichen Kronenorden“ verliehen.  Später gab es sogar eine Straße mit seinem Namen: Der Teil unserer heutigen Berliner Straße von der Bahnhofstraße bis zum „Waldschloss“ hieß einmal Friedrich-Lange-Straße. (Der folgende Kartenausschnitt stammt aus dem Jahre 1925.)

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Dieser Mann ist in unserer Zeit weitgehend in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, wie sich erweist, wenn man Nachforschungen anstellt. Solche Spurensuche ist allerdings  nicht selten kompliziert und bleibt auch oft lückenhaft, weil im Zweiten Weltkrieg und mehr noch in der Zeit danach  viele Akten vernichtet wurden.

In unserem Fall konnte nur noch aus den Sterbeurkunden Langes und seiner Ehefrau einiges aus seiner Herkunft ermittelt werden.

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Christian Friedrich Lange wurde am 5. Juni 1844 in Mohrin, Kreis Königsberg (Neumark) geboren. Sein Vater war ein „Ackerbürger“ und hieß Christian Gottlieb Friedrich Lange. Er und seine Ehefrau Karoline lebten bis zu ihrem Tode in diesem Mohrin. Das kleine Städtchen liegt ca. 40 km östlich von Eberswalde und gehört heute zu Polen (Moryn). Es hat jetzt ungefähr 1500 Einwohner.

Aus der  Berufsbezeichnung des Vaters und seinem Wohnort darf wohl geschlussfolgert werden, dass es unserem Rathenower Ehrenbürger nicht „an der Wiege gesungen wurde“, zu welchen Ehren er einmal gelangen würde.

Allerdings steht in Moryn noch heute ein Denkmal für einen Mann namens Dr. Koch, der als Sohn eines Tagelöhners 1798 dort geboren wurde. Der hat sich beim Gänse- und Ziegenhüten selbst Lesen und Schreiben beigebracht, erlernte dann ein Handwerk, wurde Schreiber bei einem Richter, studierte als Autodidakt Jura und bestand die entsprechende preußische Staatsprüfung, promovierte und wurde schließlich ein hoher Beamter beim Oberlandesgericht in Breslau.  Er starb 1872 und vermachte 300 000 Mark seiner Geburtsstadt Mohrin mit der Auflage, damit eine Heimstatt für arme Kinder zu errichten und ihnen den Weg zu Bildung und Beruf zu ebnen.

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Werfen wir einen Blick auf die Zeit, in der Friedrich Lange das Licht der Welt erblickte! Der junge Prediger Johann Heinrich August Duncker hatte schon 1800 begonnen,  Brillengläser nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu schleifen. 1815 wurde Rathenow Kreisstadt. Es spricht für einen gewachsenen  Wohlstand in unserer Stadt, wenn wir in einer alten Zeitung lesen, wie 1844 (im Geburtsjahr Langes) der neue Bürgermeister Fischer  in sein Amt eingeführt wurde: 14 Pferdewagen fuhren von der Stadt zum Markgrafenberg, wo dann eine große Feier stattfand.

Zu dieser Zeit  waren aber auch  Karl Marx und  Heinrich Heine, die populären   Kritiker der sozialen Verhältnisse, bereits aus den deutschen Landen nach Paris geflohen. In Schlesien gab es den ersten deutschen Arbeiteraufstand; die Weber revoltierten gegen ihre unerträglichen Lebensumstände. Die Barrikadenkämpfe von 1848 in Berlin kündigen sich schon an. Und 1849 wurde Otto von Bismarck, ein weiterer Ehrenbürger unserer Stadt und entschiedener Gegner der Revolution,  in Rathenow zum Abgeordneten des Preußischen Landtages gewählt.

Zum Verständnis dieser Zeit ist auch das damalige Preußische Drei-Klassen-Wahlrecht interessant. Nur Männer ab 24 Jahre durften wählen. Gewählt wurden zunächst sogenannte Wahlmänner, und die wählten dann erst die Abgeordneten. Die Wähler wurden in drei Abteilungen aufgeteilt: Wer die meisten, wer viel und wer wenig Steuern bezahlte. Jede Abteilung bestimmte ein Drittel der Wahlmänner. Unterstützungsempfänger hatten kein Wahlrecht. Das bedeutete, dass in der ersten Abteilung nur einzelne so viel Einfluss ausübten,  wie 80 % der Wähler in der dritten. Zudem wurde Werktags gewählt und die Landbevölkerung musste weite Wege zu den Wahlurnen zurücklegen.

Interessant ist auch dieser Vergleich: August Bebel wurde nur wenige Jahre vor Friedrich Lange geboren. Beide sind ungefähr gleich alt geworden. Bebel wurde der führende Politiker der entstehenden und immer stärker werdenden Arbeiterpartei, der bekannteste Sozialist seiner Zeit. Und Lange? Er wurde kein Sozialist, wohl aber ein volksnaher und lernfähiger Politiker seiner Zeit – was im Folgenden zu beweisen ist.

Über den Lebensweg Friedrich Langes bis zu seinem Amtsantritt als Rathenower Bürgermeister, da war er 35 Jahre alt,  finden sich keine Unterlagen mehr. Die Frage, wie man im damaligen  Preußen Bürgermeister wird, lässt sich aber beantworten, wenn man die  Gesetze über das Berufsbeamtentum dieser Zeit ansieht. Wilhelm I., der „Soldatenkönig“, hat ein grundsätzliches Vorwort dazu abgefasst: „… absolute Hingabe und Dienst bei Tag und Nacht ein Leben lang …“  Bei einem solchen Gesetzgeber ist klar, dass Adlige mit einer stattlichen Anzahl von militärischen Dienstjahren begünstigt waren. Weitere Voraussetzungen für die mittlere Laufbahn waren vorgeschrieben. Es musste ein dreijähriges Studium, vorzugsweise Jura, nachgewiesen werden, das mit einer Prüfung abgeschlossen wurde. Erwartet wurde auch eine Mitgliedschaft in einer studentischen Corpsverbindung. Das alles musste natürlich selbst finanziert werden. Dann folgte ein ungefähr vierjähriges Referendariat ohne jegliche Entlohnung, das ebenfalls mit einer Prüfung abgeschlossen werden musste.

Dann erst konnte man sich um eine Beamtenstelle bewerben, musste aber im Regelfall warten, bis eine Stelle frei wurde.  (Wir wissen von unserem J.H.A. Duncker, dass auch er nach seinem Theologiestudium auf eine freie Pfarrerstelle in Rathenow warten musste.)

Nun wird deutlich, dass Friedrich Lange eine lange und schwere Zeit hinter sich gebracht haben musste, als er sein Amt antrat.

Es bleibt aber die Frage, wie ein Ackerbürgersohn eine Reihe von Soldatenjahren sowie die Studien- und Referendarzeit finanzieren konnte. – Mehr noch! Es war auch festgelegt, dass bei Amtsantritt ein Beamter 7500 Mark hinterlegen  und den Nachweis erbringen musste, dass man weitere 1500 Mark für den Lebensunterhalt eines Jahres zur Verfügung hatte. Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass die Stadt Rathenow bei Friedrich Lange diese  Vorschriften nicht beachtet hätte.

Eine Erklärung, wenn auch eine etwas spekulative, wäre der folgende Umstand. In der Sterbeurkunde seiner Frau, die gleichfalls vorliegt, ist vermerkt: „Ida Juliane Elisabeth Lange, geborene Klimes, Tochter des verstorbenen Privatiers Gottfried Klimes, wohnhaft in Stettin …“  -  Als Privatier wurde bezeichnet, wer so viel Vermögen besitzt, dass er keiner Erwerbstätigkeit nachgehen musste, in vollem Umfang aber Steuern und Abgaben zahlt.  Der junge Mann aus bescheidenen Verhältnissen  könnte es also in seinem Bemühen um eine bessere Zukunft bis in die große Stadt Stettin geschafft  und dort seine Braut aus einer wohlhabenden Familie gefunden haben.

Ab dem Jahre 1879 hieß also der neue Bürgermeister in Rathenow Friedrich Lange. Seit seiner Kindheit und Jugend war viel geschehen. Es gab nun eine Sozialdemokratische Arbeiterpartei, die langsam aber stetig die Regierenden in Angst und Schrecken versetzte. Bismarck, der kluge und gerissene Verteidiger der Adelsherrschaft, hatte in mehreren Kriegen die deutschen Länder geeint und seinen preußischen König zum Deutschen Kaiser gemacht. Und ein Jahr vor dem Amtsantritt Langes wurde die Sozialdemokratie auf Betreiben Bismarcks verboten.

Es soll noch auf einen anderen Umstand hingewiesen werden, der die Zeit charakterisiert, in der Friedrich Lange begann, die Geschicke unserer Stadt zu lenken. 1870 beschloss der Vatikan, dass der Papst als unfehlbar zu gelten hatte.

Das Deutsche Reich wurde von den protestantischen Hohenzollern und ihren  höchsten protestantischen Beamten regiert, die sich einer starken katholischen Einflussnahme widersetzten. Bismarck setzte durch, dass mit Gründung des Deutschen Reichs die Schulen nun der staatlichen Aufsicht unterstanden, dass eine Heirat erst mit der zivilen Trauung gültig wird und dass es Geistlichen verboten wird, sich politisch zu äußern.

Über die Verhältnisse in unserer Stadt zum Amtsantritt Langes lässt sich nun schon mehr erfahren. Das ist dem „Kreisblatt für das Westhavelland“ zu verdanken, das vom Verlag A. Haase in Rathenow herausgegeben wurde. Diese Familie besaß eine Druckerei. Eduard Haase wurde ebenfalls Rathenower Ehrenbürger, er hatte sich als „Armenbezirksvorsteher“  Verdienste erworben mit seinem Einsatz für das Männerhospital in der Heidefeldstraße.

Rathenow hatte 1879 ca. 13 000 Einwohner. Es gab schon Chausseen nach Rhinow und Friesack, nach Brandenburg und Genthin waren Straßenbauarbeiten in der Planung. Die sogenannte Lehrter Bahn fuhr, es gab schon den Bahnhof und die Eisenbahnbrücke über die Havel.

Die Stadt „wuchs“: Die heutige Goethestraße wurde bebaut. Sie hieß damals Jägerstraße, weil sie in den Wald führte. An der Ecke zur Curlandstraße erkennt man heute noch, dass dort ein  Forsthaus erbaut wurde.

Es gab eine höhere Bürgerschule mit ca. 200 Schülern, eine höhere Töchterschule mit ca. 100 Schülerinnen und eine Fortbildungsschule, die nur im Winterhalbjahr abends betrieben wurde. Das hatte nicht jede Stadt aufzuweisen. Es gab mehrere Nachtwächter und Polizisten. Ein Dampfer „Albert“ sorgte für einen Linienverkehr auf der Havel.

Man sollte also meinen, dass ein Mann, der Bürgermeister dieser Stadt wurde, sehr glücklich sein müsste. Vielleicht war er es auch.

Aus heutiger Sicht könnte man sich aber auch vorstellen, dass Friedrich Lange seine Arbeit mit gemischten Gefühlen aufnahm. Das Preußische Beamtenrecht sah eine 40- bis 45jährige Dienstzeit vor. Erst danach hatte ein Bürgermeister Anspruch auf eine verhältnismäßig bescheidene Altersversorgung und auf eine gleichfalls bescheidene Absicherung seiner Familie im Falle seines Todes. Das bedeutete, dass von Friedrich Lange  bis zu seinem 75.  oder 80. Lebensjahr „absolute Hingabe und Dienst  bei Tag und Nacht“ verlangt wurde.

(Man spricht auch heute noch manchmal von den sogenannten alten preußischen Tugenden. Man stellt sich das aber wohl meist etwas idyllischer vor.)

Eine erste,  auch für das „Kreisblatt …“ bemerkenswerte Amtshandlung Langes fand schon  im Dezember 1879 statt. Er hielt einen großen Vortrag über das moderne Feuerlöschwesen, der zur Gründung der „Freiwilligen Feuerwehr zu Rathenow“ führte und eine allgemeine Sammlung für Ausrüstung und Uniformen auslöste. Schon im Jahre 1880 konnte so ein Brand im Gebäude des späteren Sportpalastes erfolgreich gelöscht und größerer Schaden vermieden werden.

Ebenfalls im Jahre 1880 forderte der Potsdamer Regierungspräsident und das  Berliner Polizeipräsidium unseren Bürgermeister auf, einen  Bericht über eventuelle sozialdemokratische Bestrebungen in seiner Stadt zu verfassen. Sicher in Absprache mit dem Landrat von der Hagen wurde gemeldet, dass die Arbeiter der optischen Industrie keine Sympathie gegenüber den Sozialdemokraten hätten. Vielleicht ermutigte das den Kaiser Wilhelm I., einem Reiterfest in unserer Stadt noch im gleichen Jahr die Ehre zu geben.

1881 fanden Reichstagswahlen statt. Auch mit den  Rathenower Stimmen   waren nun Arbeiterkandidaten trotz des ungerechten Wahlgesetzes zu einem beachtlichen Erfolg gekommen. Das hatte Gründe. Die Holzindustrie hatte schon seit einigen Jahren Arbeiter aus Hamburg und Bremen angeworben. Auch die Ziegeleien entwickelten sich, damit auch die hiesige Bauindustrie und die Schifffahrt. Es hieß, dass in den 80iger Jahren jährlich bis zu 4000 Schiffe, mit Segeln bewegt, auf der Havel verkehrten. Und natürlich hatte die Optik weiterhin den Hauptanteil am  Weg Rathenows zu einer Industriestadt. So wurde es notwendig, dass nun auch ein repräsentatives Postamt gebaut wurde.

Das Jahr 1984 war  geprägt von der sich entwickelnden Arbeiterbewegung. In Deutschland wurde eine Schrift mit dem Titel „Es lebe die Sozialdemokratie“ verbreitet. In Rathenow wurden 1500 Exemplare von der Polizei beschlagnahmt. Dessen ungeachtet wurden in unserer Stadt Gewerkschaftsverbände gegründet, die mit ihren Unterstützungskassen zukünftige Streiks vorbereiteten.

Dazu muss man wissen, dass damals ein Maurer einen Stundenlohn von 20 Pfennigen und eine tägliche Arbeitszeit von 12 Stunden hatte. 1885 war es soweit, die Maurer und Zimmerleute streikten wochenlang und hatten Erfolg. Sie bekamen nun 30 Pfennige und mussten nur noch 10 Stunden arbeiten.

Die Husaren waren damals noch in den Bürgerhäusern einquartiert. Erst 1889 begann man mit dem Bau der Kasernen. Ein Husar mit dem schönen Namen Ochs hat 1884 von sich reden gemacht, aber nicht mit einer Heldentat. Er saß im Arrest und ihm gelang ein (sicher nächtlicher) Ausbruch. Sofort danach gelang ihm ein Einbruch, nämlich in die Standortverwaltung der Husaren, die sich auf dem großen Eckgrundstück am Alten Hafen befand. (Die Torpfeiler werden auch heute noch mit je einer Kanonenkugel verziert.) So kam Ochs in den Besitz der Regimentskasse, die er sich mit einem Komplizen auf dem Friedhof teilte. Dann versteckte er sich im Stadtwald bei Neufriedrichsdorf. Natürlich wurde er bald entdeckt und „kassierte“ 6 Jahre Zuchthaus.

Noch ein anderer Kriminalfall erregte zu dieser Zeit die Rathenower und sicher auch den Bürgermeister. In und um Rathenow gab es mehrere Brände in Scheunen und Ställen. Der Landrat verdächtigte die Sozialdemokraten. Das hatte zur Folge, dass ein Kriminalkommissar aus Berlin in unsere Stadt kam. Der Mann war erfolgreich; ein unpolitischer Pyromane wurde verhaftet.

Die zweite Hälfte der 80iger Jahre war gekennzeichnet von einer regen Bautätigkeit.

Straßen wurden erweitert, die alten Stadttore waren in ihrer Funktion schon lange bedeutungslos geworden. So wurde das über 150 Jahre alte ehrwürdige Jederitzer Tor abgerissen. Die ersten Zietenhusaren bezogen ihre Kasernen. Ein erstes neues großes Krankenhausgebäude wurde gebaut, ebenso das Schlachthaus, die Hagenschule und die katholische Kirche. Letztere wurde nötig, weil viele polnische Landarbeiter („Schnitter“) gekommen waren. Bei der feierlichen Einweihung war der evangelische Bürgermeister Lange Ehrengast.

In der Zeitung finden sich nun Vermerke, dass  viele städtische Festlichkeiten und Volksbelustigungen stattfanden und dass die Stadtverwaltung auch Theateraufführungen  und Konzerte förderte.

1889 wurde von einem internationalen Sozialistenkongress der 1. Mai zum internationalen Feiertag erklärt. In Rathenow wurde ein „Verein zur Erzielung volkstümlicher Wahlen“ gegründet. 1890 wurde dann das Sozialistengesetz zu Fall gebracht. Die Rathenower Betriebe gewährten ihren Arbeitern zwar zum 1. Mai noch keinen freien Tag, aber 500 Männer und Frauen trafen sich am Abend zu einer Versammlung. Ein „Sozialdemokratischer Verein“ und die „Konsumgenossenschaft“ wurden gegründet. In den nächsten Jahren wurden am 1. Mai Wanderungen in die Umgebung und abendliche Tanzveranstaltungen organisiert.

Zu dieser Zeit ist Rühmliches von unserem Bürgermeister Friedrich Lange zu vermelden. In einer Anweisung an seinen Magistrat und an die städtischen Bediensteten verlangte er „mit Sozialdemokraten umsichtig“ umzugehen. In einer Sitzung und in Veröffentlichungen äußerte er: „Mein Wunsch ist eine Annäherung der Stände! … Wer heute noch glaubt, in vornehmer Abgeschlossenheit leben zu können, versteht die Zeit nicht. Der Arbeiter will als gleichberechtigtes Mitglied in der Volksgemeinschaft angesehen werden.“

In einer öffentlichen Versammlung hat Lange sogar mit einem Vertreter der Sozialdemokraten über dessen Parteiprogramm diskutiert.

Da hat er sicher nicht eine sozialdemokratische Position angenommen, aber wir dürfen ihm wohl eine wesentlich größere Nähe zu den einfachen Menschen zubilligen, als wir es bei seinem berühmten Landsmann Bismarck erkennen können.

Auch über die Mühsal, die die Durchsetzung fortschrittlicher Maßnahmen in der Stadt manchmal mit sich brachte, kann berichtet werden. Ende der 80iger Jahre begann man, in der Stadt eine Abwasserkanalisation zu bauen.  Bis dahin wurde alles auf die Straße oder auf vorhandenes Garten- und Brachland gekippt. In manchen Gegenden der Stadt führten Rinnen in die Havel. Eine Kanalisation brachte natürlich auch Kosten für die Hausbesitzer mit sich. Von  einem regelrechten „Kleinkrieg“ zeugt folgender Schriftwechsel zwischen einem Hausbesitzer Z. in der neuen Goethestraße und der Polizeiverwaltung. Dabei geht es zunächst nur um einen Gully-Ablauf.

21. Juni 1890 -  Polizei an Z.: Der Hauptkanal zur unterirdischen Entwässerung muss bis zum 1. Juli fertig gestellt werden!

29. Juni – Z. an Polizei: Bitte um Verlängerung der Frist bis Juli 1891; die Anordnung ist außerdem zwecklos, weil die Bewohner mit dem Abwasser ihren Garten düngen, was notwendig und nützlich ist.

21. Juli – Polizei an Z.: Es sind 100 Mark Strafe an die Stadtkasse zu zahlen, weil die Frist nicht beachtet wurde.

25. Juli – Z. an Polizei: Bitte um Verlängerung der Frist bis 1. Oktober!

1. August – Polizei an Z.: Bewilligung der Verlängerung bis 1. Oktober.

15. September – Polizei an Z.: Nachfrage, was bisher geschehen ist.

20. September – Polizei stellt fest: Nichts!

7. Oktober – Polizei stellt fest: Der Anschluss ist jetzt hergestellt.

Als dann nach 1900 als nächsten Schritt durchgesetzt werden sollte, dass die Abortanlagen an die Kanalisation angeschlossen werden sollten, wurde das für die Hausbesitzer noch teurer und für die Stadtverwaltung noch einmal mühselig.

Die Polizeiverwaltung gab bekannt, dass die alten Gruben nicht mehr weiter benutzt werden durften. Sie sollten entleert  und der Inhalt „der Kanalisation zugeführt“ werden.

Es gab Aktennotizen, dass man zwar die „Brillenbretter“ (zum Schein) entfernt hätte, nicht aber der eigentlichen Anordnung nachgekommen sei.

Bleiben wir noch im Jahr 1891. Es gab bereits einen  Männerturnverein. Einige der Mitglieder fingen nun  an, Fußball zu spielen. Das neue Spiel wurde mit Begeisterung betrieben und gewann immer mehr Anhänger.  Ein „Fußballklub 06“ wurde gegründet. Ab 1897 gab es einen organisierten Spielbetrieb. Aus heutiger Sicht muss es damals  recht „ruppig“ auf dem Platz zugegangen sein: Ein „Abseits“ gab es noch nicht, und der Torwart durfte körperlich attackiert werden.

Mitte der 90iger Jahre hatte Rathenow 18 000 Einwohner. Das Kreishaus war gebaut worden, es gab schöne Grünanlagen und Straßenbäume in der Stadt, ein Pferdeomnibus fuhr vom Bahnhof bis zum Markt, dem heutigen Platz der Jugend.

Ein schönes Beispiel für das Wachstum unserer Stadt, für die nun weiteren Wege, die der Stadtbote zurücklegen musste, ist auch die Anschaffung eines Dienstfahrrades. Es handelte sich um die Marke Brennabor und kostete 180 Mark.

Auch ein erstes Automobil fuhr durch Rathenow und verursache Aufregung, Man ermittelte, dass der Besitzer in Brandenburg gestartet sein musste.

Im Kreistag wurde nun ein wichtiger Beschluss gefasst. Eine Schmalspurbahn sollte gebaut werden und die Orte Rathenow, Paulinaue und Pessin verbinden. Der Landrat hieß immer noch von der Hagen. Er muss gut mit dem Bürgermeister Lange zusammengearbeitet haben: Unsere Stadtverordneten stimmten dem Plan begeistert zu. Nach dreijähriger Bauzeit wurde im Jahre 1900 die Kleinbahn eingeweiht. In einem festlich geschmückten Zug saß auch unser Bürgermeister. Am Bahnhof hielt er eine kleine Rede: „Ich freue mich, auf dem Boden der Stadt Rathenow das jüngste Kind des Kreises Westhavelland begrüßen zu können. Möge es alle Hoffnungen, die auf seine Existenz gesetzt werden, erfüllen und übertreffen!“ Natürlich gab es anschließend ein Festbankett. Das fand im „Deutschen Haus“ in der Berliner Straße statt.

Solche schönen Neuerungen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es damals auch in unserer Stadt Riesenprobleme gab.  Ende der 90iger Jahre hatten  wir viele Lungenkranke (TBC) in Rathenow. Diese Krankheit war ansteckend, schien  unheilbar und konnte zu einem qualvollen Tod führen. In Berlin stellte man in einem großen Kongress fest, dass eine klinische Behandlung der Kranken unumgänglich sei. Daraufhin berief Friedrich Lange eine große öffentliche Versammlung ein und regte an, eine Lungenheilstätte „in reiner Waldluft“ zu errichten. Unser Stadtforst bot sich an. Aber es gab wie so oft (damals wie heute) ein Problem: Das „Stadtsäckel“ war nahezu leer. So wurde zu Geld- und Sachspenden aufgerufen – und die Rathenower unterstützten das Vorhaben ihres Bürgermeisters mit aller Kraft.

Bald waren 2 Baracken für 9 Patienten  und offene Liegehallen errichtet. Der Oberstabsarzt der Zietenhusaren, eine Pflegerin, eine Hilfskraft und ein Hausmeisterehepaar wurden tätig.

Bürgermeister Friedrich Lange hat hier wohl seine größte Leistung an einem Einzelprojekt vollbracht. Unermüdlich setzte er sich für die Heilstätte ein. Bis 1905 waren mehrere massive Gebäude errichtet, es gab eine Heizung, Warmwasserbereitung und eine Waschküche. Im Jahr seines Todes, er war schon 10 Jahre nicht mehr im Amt, war Platz für 250 Patienten geschaffen worden.

Zur Jahrhundertwende gab es neben der Eröffnung der Kleinbahn weitere Projekte, die Bürgermeister Lange nachweislich erfolgreich beförderte. Nicht nur eine städtische Wasserleitung mit einem Pumpwerk im Stadtwald und einem Hochbehälter auf dem Weinberg war geschaffen  worden, es gab nun auch an die 100 Hydranten in der Stadt. Zweifellos lag ihm das Feuerlöschwesen sehr am Herzen. Als eine Feuerwehrausstellung in Berlin eröffnet worden war, wurde mit einer städtischen Reisehilfe von 3 Mark pro Person dafür gesorgt, dass 65 Feuerwehrleute dort hinfahren konnten. Langes Magistrat wusste, dass diese Männer fast ausnahmslos Arbeiter waren. Es konnte dann auch eine moderne Dampfspritze und eine mechanische Schiebeleiter angeschafft werden.

Weitere Neuerungen kamen hinzu, die unsere Wirtschaft weiter voranbrachte. Die Hubbrücke in der Jederitzer Straße gestattete nun einen moderneren Schiffsverkehr und die neue Gasanstalt an der Havel mit  einer Hafenanlage für die Kohlelieferung führte zu einer wahren Revolution des Lebens in unserer Stadt. Bäcker und Gastwirte konnten nun mit Gas  backen und kochen. Auch in größeren  Haushalten (mit wohlhabenden Bewohnern)  wurden die Küchen umgebaut. Die Wäschereien und die optischen Betriebe wurden an die Gasleitung angeschlossen, Straßenlaternen wurden mit Gas gespeist. Damit nicht genug, die Stadt bekam auch  ein Elektrizitätswerk.

Das alles hatte zur Folge, dass es viel Arbeit gab in unserer Stadt und dass die Handwerker, die Meister, Gesellen und Lehrlinge, die Arbeiter in der Optik, im Baugewerbe, die Schiffer, dass alle arbeitenden Menschen mehr und mehr Selbstbewusstsein bekamen.  Ein Arbeiterschießklub wurde gegründet, ein Arbeiterathletenklub mit dem Namen „Jugend, Kraft und Einigkeit“. Wie hatte Bürgermeister Friedrich Lange einst gesagt? „Mein Wunsch ist eine Annäherung der Stände!“

Natürlich dürfen wir seine politischen Vorstellungen nicht mit heutigen Maßstäben messen. Er lebte und wirkte in einer Zeit, die von der unseren mehr als „meilenweit“ entfernt ist. Und wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Lange nicht nur Anerkennung und Lob genoss. All die Modernisierungen kosteten viel Geld. Die Kommunalsteuer wurde in seiner Amtszeit  beträchtlich erhöht, Rathenow wurde eine „teure Stadt“. Das war auch Anlass für viele Klagen. Und es gab  wie überall damals viele Notleidende. Die Wohltätigkeitsvereine und Stiftungen zur Linderung der größten Not hatten auch in unserer Stadt viel zu tun.

Ob Friedrich Lange mit der folgenden Verordnung viel Lob bekommen hat? Ob die Rathenower Bürger erkannt haben, dass er mit seinem Handeln in diesem Fall seiner Zeit „meilenweit“ voraus war?

Das Restaurant am Sportplatz hieß „Vogelgesang“. Dort kehrte man ein, wenn Pferderennen und Turnfeste da draußen stattfanden. Und nun  kam eine städtische Verordnung heraus: „Das Einfangen und Töten der Vögel ist bei 150 Mark Strafe verboten!“ Es wurden 25 Arten aufgezählt, die ab sofort unter Schutz gestellt waren.

Am Rande sei erwähnt, dass 1891 die Operette „Der Vogelhändler“ in Wien uraufgeführt wurde. Der Held des Stückes reist mit großen Käfigen voller Vögel durch die Lande und verkauft an Arm und Reich …

Im Jahre 1904 wurde ein Riss im Mittelschiff unserer Sankt-Marien-Andreas-Kirche  entdeckt.  Der Zugang musste baupolizeilich gesperrt werden und umfangreiche Arbeiten wurden nötig, die viel Geld erforderten. Es wird auch hier deutlich, dass alle Verantwortlichen mit Blick auf die Zukunft gehandelt haben: die Glocken wurden nun mit elektrischer Energie geläutet und man  verfügte jetzt über 1000 Sitzplätze.

1906 war das letzte Amtsjahr Friedrich Langes. Er war im 62. Lebensjahr und litt unter einer angegriffenen Gesundheit. Das war damals nicht ungewöhnlich, wie ein Blick auf entsprechende Statistiken zeigt. Die Menschen wurden damals nicht so alt wie heute und ein gesunder Mensch über 65 war nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

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Rathenow hatte nun 23 000 Einwohner. Die Zahl der  städtischen Bediensteten hatte sich zwangsläufig erhöht.  Plötzlich erschienen in der Stadt gedruckte Hefte mit dem Titel „Rathenower Kritik“. Da wurden schwerwiegende Beschuldigungen erhoben gegen Bürgermeister Lange und seinen Magistrat. Der ganze Text ließ keinen Zweifel zu: Hier äußert sich  ein gut Informierter; wir würden heute  von einem  Insider sprechen. Der Mann hieß Eugen Frömke. Er war als erfahrener Beamter aus Berlin nach Rathenow gekommen, weil er in der Hauptstadt Streit mit seinen Vorgesetzten hatte. Nachdem er anfangs in seiner neuen Wirkungsstätte ganz zufriedenstellend gearbeitet hatte, klagte er nun an, dass in der Rathenower Stadtverwaltung „verbummelt“ gearbeitet werden würde. So wären Mitarbeiter des Bauamtes manchmal weder an ihrem Schreibtisch noch auf einer Baustelle anzutreffen, sondern in Gaststätten. Die Kanalisation würde nur schleppend vorangetrieben, die Gasanstalt wäre mit der Rechnungsstellung ständig in Verzug und im Krankenhaus hätte eine Frau  Läuse bekommen.

Die Mitglieder des Magistrats waren empört und strebten eine gerichtliche Klage an. Lange unterstützte das, sah aber von einer persönlichen Beleidigungsklage ab.

So lesen wir in der Rathenower Zeitung vom 6. März 1906, dass es am 19. März am Rathenower Schöffengericht zu einer Verhandlung kommen werde, zu der 50 Zeugen geladen werden: Stadtgemeinde Rathenow gegen Magistratssekretär Frömke.

Am 13. März  mussten die Stadtverordneten öffentlich tagen und beschließen, dass Eintrittskarten für die Gerichtsverhandlung ausgegeben werden, weil die ganze Stadt in heller Aufregung war.

Zu Beginn des Prozesses war die Zahl der Zeugen auf 71 angestiegen, eine nahegelegene Gaststätte wurde als Warteraum umfunktioniert.

In der Anklageschrift wurden 68 Beleidigungen gegenüber dem  Magistrat und 33 Beleidigungen gegenüber dem Bürgermeister aufgeführt.  Rathenow hatte einen Skandal, wie es ihn so noch nicht gegeben hatte.

Natürlich waren alle gespannt, wie  der Bürgermeister im Gericht auftreten und was er vorbringen würde. Friedrich Lange zeigte sich souverän. So räumte er ein, dass es natürlich unterschiedlich zuverlässig arbeitende Beamte geben würde, wie überall, so auch in Rathenow. Er konnte auch nachweisen, dass Versäumnisse nicht häufig vorkämen und dass sie auch von ihm und seinen Mitarbeitern nicht geduldet  würden. Insgesamt, so Lange, wäre die Kritik in der vorliegenden Form ungerechtfertigt und künstlich konstruiert.

Ein Zeuge, dem ebenfalls  große Aufmerksamkeit geschenkt wurde, war der heute noch den alten Rathenowern bekannte Dr. Reinke. Der sagte aus, dass er erst kurze Zeit im Rathenower Krankenhaus arbeiten würde, dass er aber im Vergleich zu anderen Krankenhäusern, die er kennengelernt hätte, hier  mustergültige Verhältnisse vorgefunden hätte. Der Läusebefall sei nachweisbar unmittelbar nach dem Besuchstag festgestellt worden – und deshalb unvermeidlich gewesen.

Natürlich kam auch der Verteidiger Frömkes zu Wort. Er verwies zunächst darauf, dass jeder Preuße das Recht hätte, seine Meinung frei zu äußern. Dann allerdings gab er zu, dass Frömke einen Fehler hätte, „er queruliert gern“. Als mildernden Umstand führte er an, dass der Angeklagte aus Überzeugung gehandelt hätte,  „wohl wissend, dass er damit seine endgültige Wiederanstellung verwirkt.“

Damit hatte er sicher Recht. Frömke wurde zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt, bei „Unvermögen“ waren für jeweils 4 Mark einen Tag Gefängnis (insgesamt also 50 Tage) angesetzt. Seine Schriften wurden eingezogen.

Vielleicht hat dieses Ereignis dazu beigetragen, dass Friedrich Lange einen Antrag auf Pensionierung stellte. Der Hauptgrund war aber, wie schon erwähnt, sein Gesundheitszustand. Bis zur regulären Beamtenversorgung hatte er noch 8 Jahre.  Wie der jeweilige „Arbeitgeber“ bei einem schweren Krankheitsfall zu entscheiden hatte, war nicht einheitlich geregelt. Wir wissen auch nicht, ob und wie Lange alimentiert wurde.

Am 16. Juli 1906 wurde der Antrag auf Ehrenbürgerschaft einstimmig angenommen. In der Urkunde heißt es: „… in herzlicher Dankbarkeit und Anerkennung der … außerordentlichen Verdienste um die Entwicklung unserer Stadt in seiner 27jährigen Amtstätigkeit …“ Die Urkunde war würdig; der Rathenower Buchbinder Klewitz hatte sie in Rindleder eingebunden, und das Stadtsiegel hing an einer Schnur.

Am 21.September 1906 war noch einmal ein großer Tag für unsere Stadt, an dem Friedrich Lange   Anteil hatte. Der Umbau des alten Rathauses am Markt (Platz der Jugend) war vollendet, die Stadtverwaltung hatte nun sehr gute Arbeitsbedingungen und  auch die Bürger profitierten davon.

Im Erdgeschoss befand sich nun das Armenbüro, das Standesamt und das Botenzimmer. In der 1. Etage war das Steuerbüro, das Kanalisationsbauamt und das Sitzungszimmer. In der 2. Etage war das Baubüro.

Das Büro für Gas- und Wasserwerk verblieb in der Schleusenstraße.

Es war ein ehrenvoller Abschied in mehreren Etappen, der für den nun offensichtlich kranken Bürgermeister organisiert wurde und der auf seinen Wunsch still und bescheiden verlaufen sollte.

Sowohl im Magistrat als auch Kreishaus wurde dem Rechnung getragen.

Am 4. Oktober  fand ein Fackelzug der Freiwilligen Feuerwehr statt. Bürgermeister Lange war  ihr Ehrenmitglied. Sie nahmen vor seiner Villa feierlich Aufstellung. Diese Villa befand sich an der Ecke der damaligen Derfligerstraße – Dunckerstraße, gegenüber der sogenannten Prinzenvilla. (Berliner Straße, Ecke Friedrich-Engels-Straße) Beide Gebäude sind dem zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen, nur ein Bild zeigt uns noch den repräsentativen Wohnsitz des scheidenden Bürgermeisters.

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Nebenbei sei auf folgende amüsante Parallelität hingewiesen. Zur gleichen Zeit ereignete sich in Berlin ein Skandal, der von dem später berühmt gewordenen Hauptmann von Köpenick verursacht wurde. Da musste der Bürgermeister unter Hohn und Spott zurücktreten, weil er auf einen „Gaunerstreich“ hereingefallen war.

Friedrich Lange, so ist ermittelt worden, verkaufte seine Villa und zog an den südlichen Stadtrand von Berlin.

Schon am 12. Oktober 1906 schrieb er von dort ein Dankschreiben an die Stadt für alle Ehrungen, die ihm zuteil wurden. Dieses Schreiben wurde in der „Rathenower Zeitung“ veröffentlicht. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass am 5. November im neuen Rathaussaal die Wahl des neuen Bürgermeisters stattfinden würde.  Kurz nach der Wahl verriet die Zeitung auch Näheres:

„Unser neues Stadtoberhaupt Dr. Ackermann aus Danzig bekommt ein Anfangsgehalt von 8000 Mark im Jahr.“ Nach 6 Jahren wurden 9000 Mark in Aussicht gestellt.  Es ist sicher kaum möglich, heute einzuschätzen, was man sich mit  666 Mark im Monat leisten konnte, zumal eine Familie und sicher auch Dienstpersonal damit versorgt werden musste.

Friedrich Lange schickte regelmäßig Weihnachts- und Neujahrsgrüße nach Rathenow. Am 5. Juni 1914 hatte er seinen 70. Geburtstag. (Am 28. Juni begann der erste Weltkrieg!) Er wohnte nun in Biesenthal (bei Eberswalde und unweit seines Geburtsortes Mohrin) in der Parkstraße 2. Der Ort war klein, da waren  keine 50 Häuser damals. In dem Haus Parkstraße 2 wohnte er mit seiner Frau verhältnismäßig beengt zur Miete. Für einen unbefangenen Betrachter unserer Tage drängt sich die Frage auf: Was ist denn da passiert?

Alle Nachforschungen haben ergeben: Offensichtlich musste das Ehepaar Lange mittlerweile sehr sparsam leben. Die sicher oft anfallenden Arztkosten, auch ein längerer Kuraufenthalt … Es lässt sich auch nicht mehr feststellen,  ob nun endlich im 70. Lebensjahr eine Pension gezahlt wurde. Immerhin hatte der Beamte vorzeitig seinen „Dienst bei Tag und bei Nacht“ beenden müssen.

Interessant ist folgende Überlegung, sie verlockt auch zu Spekulationen, denen man aber bei einer ernsthaften Untersuchung nicht nachgeben darf, wenn  es keine Beweise dafür gibt. Im Jahre 1905 gründete ein Pastor Friedrich von Bodelschwingh in einem Ortsteil ganz in der Nähe von Biesenthal den Verein „Hoffnungstal e.V.“ Dieser Verein sollte arbeits- und obdachlosen Menschen eine neue Heimat geben. Das Motto war „Arbeit statt Almosen!“ Hatte unser Bürgermeister seinen neuen Wohnsitz auch aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus gerade dort gewählt, weil er nicht wusste, ob er Krankheit und fortschreitendes Alter noch lange allein bewältigen konnte? Ein Grundsatz der Hoffnungstaler Einrichtung war: Niemand wird abgewiesen!

Diese Einrichtung gibt es auch heute noch. Als der alte und schwerkranke Honecker mit seiner Frau 1990 nirgendwo in seinem ehemaligen Machtbereich mehr Menschen fand, die ihn aufnehmen wollten, als für das Ehepaar die Gefahr bestand,  von zügellos rachsüchtigen Menschen totgeschlagen zu werden, als die, die  sich einstmals von Millionen bejubeln ließen, sich am liebsten im Boden verkrochen hätten, da fanden sie vom 30. Januar bis zum 3. März 1990 dort eine Zuflucht.

Rathenow hatte seinen verehrten Altbürgermeister zu seinem Ehrentag nicht vergessen. An eine Berliner Gärtnerei erging der Auftrag, ein Blumenarrangement für ungefähr 15 Mark zu binden. In der Mitte sollte eine Palme sein, ringsherum Rosen, und ein Band in den Farben der Stadt und der Provinz Brandenburg Rot-Weiß sollte das Ganze umfassen. Man hatte sogar ermittelt, mit welchem Zug der Bote fahren sollte, damit die Ehrengabe zu einer passenden Zeit übergeben werden konnte.

Natürlich bedankte sich Friedrich Lange in herzlicher Form und schickte auch zum Jahreswechsel wieder Grüße. Inzwischen tobte der Krieg. Lange schrieb: „… meiner lieben alten Stadt und der Bürgerschaft Frieden und Gottes Segen!“

Am 29. April 1915 starb  Frau Ida Lange im Alter von 72 Jahren. Aus Rathenow kamen Beileidsbekundungen, Lange schrieb: „Dank für die Anteilnahme am Tod meiner guten Frau.“

Am 7. September 1916 starb Friedrich Lange. Auch er war 72 Jahre alt geworden. Aus der Sterbeurkunde geht hervor, dass die Arbeiterin Agnes Ahl aus Biesenthal und die Rot-Kreuz-Schwester Emma Kaiser aus Berlin in der Stunde des Todes bei ihm waren.

Es ergibt sich die Frage, ob er denn keine Nachkommen gehabt hat, keine Verwandte. Es scheint so, niemand konnte ermittelt werden.

Am 9. September war in der Rathenower Zeitung zu lesen: „… nach langem Leiden …sanft entschlafen …“

Es gab am 11. September noch einen würdigenden Nachruf des Rathenower Magistrats. In der gleichen Zeitung erschien auch ein deutschlandweiter Aufruf: „Helft durch Abgaben eures Goldes unsere Kampfmittel stärken und den Krieg verkürzen!“ Da wurde in Rathenow die Versorgung  der Bevölkerung schon mit Brot- und Fettmarken geregelt.

Der Rathenower Ehrenbürger Friedrich Lange, aufgewachsen in sehr bescheidenen Verhältnissen, durch ungewöhnlichen Fleiß  und geduldiger Zielstrebigkeit aufgestiegen zu einem hochangesehenen preußischen Beamten, musste in den  letzten Jahre seines Lebens wieder ein karges und schließlich wohl auch einsames Leben führen - und was noch schlimmer ist, er musste noch den Krieg miterleben, der sein ganzes Volk ins Elend stürzte. In seinem Leben spiegelt sich  ein gewichtiger Teil unserer geschichtlichen Vergangenheit. Friedrich Lange verdient unser ehrendes Gedächtnis.

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Zusammengetragen von Peter Kurth, Rathenow

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Biografien

Hartmut Wengler spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 15. Januar 2013 12:36


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Hartmut Wengler ist ein engagiertes Mitglied des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Er übernimmt seit vielen Jahren die Aufsicht während der Öffnungszeiten an den Wochenenden und Feiertagen und möchte natürlich, dass sich recht viele Menschen in Rathenow an dem Wiederaufbau beteiligen. Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist das Wahrzeichen der Stadt Rathenow. Viele Besucher aus der ganzen Welt bewundern die vorhandene und wieder hergestellte Architektur des altehrwürdigen Gotteshauses. Seit über 813 Jahren kommen Christen in dieser Kirche zusammen, um Gott zu danken, zu loben und ihn anzubeten. Und so ist es eben auch nicht verwunderlich, dass sich Hartmut Wengler mit seiner Spende der Säulensteine Nr. 5580 -5589 (50,00 €) für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum da einbringen möchte. Vielen Dank.

Biografie von Gertrud Kahlert

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 6. Januar 2013 14:45


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Gertrud Maria Eva Kahlert wurde am 01.01.1931 in Frankenberg, Kreis Militsch, in Schlesien geboren. Der Vater, Paul Joseph Kahlert war Stellmacher und die Mutter, Martha Elisabeth Kahlert, geborene Heidorn, war Hausfrau. Die Elter bewirtschafteten einen 25 Morgen großen Bauernhof  (25 Morgen entsprechen 6,25 Hektar oder 62,5 Quadratkilometer). Gertrud Kahlert besuchte die die 1-8. Klasse der Grundschule in Frankenberg. Sie wuchs mit ihrem Bruder Herbert Joseph (28.03.1932) und ihren Schwestern Barbara Martha (01.04.1934) und Marta Renate (21.12.1938) in Schlesien auf.

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Nach der Vertreibung aus Schlesien kam die Mutter mit den Kindern im Mai 1945 in Kaufungen, Kreis Rochlitz, in Sachsen an. Sie machten Spitzenkragen in Heimarbeit dort, während der Vater am 02.01.1943 in Stalingrad umgekommen war. Die Mutter zog zu Pfingsten 1946 nach Kriele im Kreis Rathenow und bewirtschaftete eine Neubauernsiedlung. Gertrud Kahlert ging 1950 nach Kolditz in Sachsen und arbeitete in eine Schuhreparaturwerkstatt. Es waren schwierige Lebensumstände. Sie war in der Katholischen Jugend integriert und machte 1954 in Grimma einen Schnellkurs für Krippenhelferinnen. Danach arbeitete sie als Hilfskraft im Krankenhaus. 1954 bewarb sie sich als Krippenhelferin in der Krippe Forststraße in Rathenow. Sie konnte aber dort keine Arbeit bekommen, erhielt aber das Angebot im Paracelsus-Krankenaus Rathenow eine Tätigkeit aufzunehmen. So nahm sie am 02.11.1954 eine Arbeit als Krankenhelferin im Paracelsus-Krankenhaus Rathenow auf. Die damalige Oberin, Meta Seelig, bot ihr an, ab Januar 1955 eine berufsbegleitende Erwachsenenausbildung zur Krankenschwester aufzunehmen. Die Obermeta, wie sie die Jugend scherzhaft nannte, war eine prägende Persönlichkeit für die Schwesternschülerinnen. An den Prüfungstagen betete sie mit allen Schülerinnen und unterrichtete sie auch in Tischmanieren und sonstigen allgemeinen Regeln des guten Tons im Umgang mit den Patienten und den Ärzten. Gertrud Kahlert nahm das Angebot der Oberin an und so kam es, dass sie von 1955 – 1957 von 06:00 – 13:00 Uhr auf der Station arbeitete und von 13:00 – 17:00 Uhr im Paracelsus-Krankenhaus in Krankenpflege unterrichtet wurde. Die Schwesternschülerinnen mussten ab 17:00 – 19:00 Uhr erneut auf der Station arbeiten. Der Chefarzt Dr. Richard Hintze unterrichtete Chirurgie und begeisterte die Schülerinnen. Dr. Wolfgang Scholz und Professor Kohla unterrichteten die Schülerinnen in Innerer Medizin. Nach zwei Jahren erhielt Gertrud Kahlert 1957 nach bestandener Prüfung die Anerkennung als Krankenschwester. Danach nahm sie ein Fernstudium in Dresden auf und qualifizierte sich zur Stationsschwester. Nachdem sie ein Jahr lang als Stationsschwester auf der Wachstation gearbeitet hatte, übernahm sie die chirurgische Frauenstation als Stationsschwester und arbeitete dort bis 1990. Gertrud Kahlert ist katholisch erzogen worden und fühlt sich in der Katholischen Kirche sehr wohl. Sie sang in jüngeren Jahren auch im Chor der Katholischen Kirche „ St. Georg“ in Rathenow mit.

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Katholische Kirche St. Georg
        in Rathenow

 

Ansonsten füllte sie ihr sehr verantwortungsvoller Beruf völlig aus, sodass für Hobbies kaum Zeit blieb. In ihrer Freizeit werkelte sie gern im Garten ihrer Schwester. Sie hört gern Musik und liest auch gern. Früher hat sie wie ihre Mutter auch oft gestrickt und gehäkelt. Am 16.01.1999 trat sie dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. bei, um mitzuhelfen, dass das Wahrzeichen ihrer jetzigen Heimatstadt Rathenow wieder zum Lobe Gottes aufgebaut werden kann.

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Biografien

Angelika und Jürgen Pahl spendeten Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 3. Januar 2013 14:24


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Angelika Pahl aus Mögelin besuchte am 03.01.2013 die Weihnachtskrippenausstellung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Ein Krippe in Blauweiß aus Peru gefiel ihr besonders. Sie spendete mit ihrem Mann Jürgen Pahl die Säulensteine Nr. 5565 und 5567 zum Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chor. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

Ida-Marie Strecker aus Döberitz spendete einen Säulenstein

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 3. Januar 2013 13:59


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Ida-Marie Strecker aus Döberitz besuchte am 03.01.2013 die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow und schaute sich die Weihnachtskrippenausstellung im Chorraum an. Ihre Lieblingskrippe kommt aus Italien. Sie spendete den Säulenstein Nr. 5566 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Vielen Dank.