Peter Schwarz aus Braunschweig spendete Säulenstein

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 28. Juli 2013 14:13


clip_image002von links: Franka von Schönfeld, Peter Schwarz, Cordula Schwarz

Peter Schwarz aus Braunschweig besuchte mit seiner Lebensgefährtin Franka von Schönfeld und seiner Schwägerin Cordula Schwarz am 28.07.2013 die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Sie bewunderten die Fenster im Chorraum und spendeten den Säulenstein Nr.6883 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Vielen Dank.

Familie Schmidt-Eggert spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 28. Juli 2013 13:32


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Nicole Schmidt und Lars Eggert aus Rathenow bestiegen am 28.07.2013 mit ihren Kindern Levin und Liron den Turm der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, um sich etwas kühle Luft aus der Höhe an diesem schwülwarmen Tag zufächeln zu lassen. Anschließend spendeten sie die Säulensteine Nr. 6880 - 6882 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich bei der Familie.

Beate + Karl-Heinz Abé aus Marburg spendeten Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 26. Juli 2013 10:59



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Beate und Karl-Heinz Abé aus Marburg besuchten am 26.07.2013 die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Wie unschwer aus dem Namen zu ersehen ist, kamen ihre Vorfahren als Hugenotten einst nach Deutschland. Das Ehepaar machte Urlaub im schönen Havelland und wollte natürlich das Wahrzeichen der Stadt Rathenow, die Sankt-Marien-Andreas-Kirche, nicht aussparen. Bei der Führung durch die Kirche sang Beate Abé das Volkslied „Heißa Kathreinerle.“

Heißa, Kathreinerle, schnür dir die Schuh,
Schürz dir dein Röckele, gönn dir kein Ruh.
Di-dl, du-dl, da-dl, schrum, schrum, schrum,
Geht schon der Hopser rum,
Heißa Kathreinerle, frisch immer zu!  

Dreh wie ein Rädele flink dich im Tanz!
Fliegen die Zöpfele, wirbelt der Kranz.
Di-dl, du-dl, da-dl, schrum, schrum, schrum,
Lustig im Kreis herum
Dreh dich, mein Mädel, im festlichen Glanz.

Heute heißt's lustig sein, morgen ist's aus.
Sinket der Lichter Schein, geh'n wir nach Haus.
Di-dl, du-dl, da-dl, schrum, schrum, schrum,
Morgen mit viel Gebrumm
Fegt die Frau Wirtin den Tanzboden aus.

Diese Volkslied geht auf die Heilige Katharina zurück, die im Marienaltar in Rathenow dargestellt ist. Ihr Namenstag ist der 25. November, und da im Mittelalter der Advent eine stille Zeit war, an der nicht getanzt werden durfte, tobte man sich am 25. November noch einmal richtig aus. Tanzen satt. Der Volksmund meint: „St. Kathrein stellt den Tanz ein.“ Nach der Führung durch die Kirche bestieg das Ehepaar Abé den Kirchturm und ließ sich den Havellandhöhenwind um die Nase wehen, denn am Boden zeigte das Thermometer schon 26 Grad Celsius. Danach spendeten die Abés die Säulensteine Nr. 6856 - 6857. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 23. Juli 2013 17:30



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von links: Stefan Mieth, Pfarrer Andreas Buchholz, Staatssekretär Martin Gorholt
und Dr. Heinz-Walter Knackmuß nach dem Gespräch im Büro des Staatssekretärs
( im Hintergrund ein Gemälde von Michael Student)

Am 23.07.2013 fand ein Gespräch im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg in Potsdam mit dem Staatssekretär Martin Gorholt und Stefan Mieth statt. Pfarrer Andreas Buchholz und Dr. Heinz-Walter Knackmuß baten um Fördermittel für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. In einem Schreiben vom Landesamt für Bauen und Verkehr an die Stadt Rathenow vom 01.09.2008 heißt es: “Ihrem Antrag auf Förderung des Daches inkl. Einbeziehung der Dachkonstruktion und Einbau des fehlenden Kreuzgewölbes im Bereich des Mittelschiffes und Chorraumes der St.-Marien-Andreas-Kirche wird ausnahmsweise zugestimmt. Begründung: Grundlage für die Erneuerung des Daches und der Dachkonstruktion ist aus statischen Gründen die Erneuerung des Kreuzgewölbes im Bereich des Mittelschiffes und des Chorraumes…..“
Der Staatssekretär Martin Gorholt fasste bei dem Gespräch zusammen, dass mit dem Denkmalschutz und mit anderen Behörden und mit der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz noch Gespräche geführt werden müssten, um die Notwendigkeit und die Priorität des Vorhabens zu prüfen. Danach sollte entschieden werden, welche Schritte beziehungsweise Zwischenschritte sinnvoll seien.

Weihnachtskrippen 2006

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 22. Juli 2013 10:45


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Am Sonntag, den 3. Dezember 2006 (1.Advent) wird um 14:00 Uhr im Chorraum der Sankt- Marien-Andreas-Kirche in Rathenow die diesjährige Krippenausstellung eröffnet. 45 Krippen aus der ganzen Welt von Nepal bis Peru werden in dieser Ausstellung präsentiert. Sie wird bis zum 6. Januar 2007 ( Heiligedreikönigstag) zu sehen sein. Die Weihnachtskrippen sind ein Teil der Erneuerung und der Freude auf die Geburt des göttlichen Erlösers der Welt Jesus Christus. Wie überall Weihnachtsfeiern zur freudigen Vorbereitung des Weihnachtsfestes gemacht werden, so dienen die Krippen auch der Verkündigung der Geburt des Jesuskindes.

In vielen Kirchen in Deutschland und Österreich werden auch vier Kerzen an einem Adventskranz nacheinander angezündet. Die Kerzen sollen dabei auf den Propheten Jesaja, Johannes den Täufer und auf Maria und Josef hinweisen. Der Prophet Jesaja hatte 800 Jahre vor der Geburt von Jesus Christus vorausgesagt: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seinen Schultern; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er`s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.“ Johannes hat Jesus am Jordan getauft und ihn damit bereitet zu seiner Mission. Jeden Sonntag im Advent wird eine Kerze angezündet bis alle vier Kerzen am 4. Advent leuchten. All diese Bräuche weisen auf die Geburt von Jesus hin. Die Krippen haben eine Botschaft für die Welt und dabei wird der Betrachter gleichsam in das Geschehen mit einbezogen. Er soll sich damit identifizieren und daran teilnehmen. Durch die Aufstellung der Krippen wird auch im Alltag die Anwesenheit des Heiligen in der Welt sichtbar. Jesus Christus als Antwort der Menschen nach dem Guten in der Welt soll zum Ausdruck gebracht werden. Und da sind wir schon in unserer Gegenwart mit einer Armut der Unterschicht, wie sie vor 50 Jahren nicht vorstellbar war. So bleibt nur die Hoffnung der Christen auf ihren Herrn und das feste Vertrauen, dass er der Lenker der Geschichte ist und nicht die Menschen selbst. Die Botschaft der Krippen ist eindeutig. Die Geburt von Jesus Christus stellt die Neubegründung einer anderen sozialen Welt dar.

Ausstellungen 2006

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 22. Juli 2013 10:30


Ausstellungen 2006

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Farben in den Religionen (Dauerausstellung im Turm ab 2006)

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Bibelausstellung (01.06. -31.08.2006)

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Weihnachtskrippen (03.12.2006 – 06.01.2007)

Die gotischen Fenster im Chorraum

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 21. Juli 2013 22:50


(ein Kapitel aus dem Buch über die Kirche,
das von Viola und Dr. Heinz-Walter Knackmuß 2011 herausgegeben wurde
und zum Preis von 14,00 € über die Autoren bestellt werden kann
Tel.:03385-5200224)

 

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Einzige Farbinnenansicht der Kirche vor der Zerstörung
Fotoarchiv Dr. Hans-Hermann Schultze

Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche steht im Zentrum der Stadt Rathenow. Sie war ein in Jahrhunderten gewachsenes Kunstwerk und ist heute das Wahrzeichen der Stadt. Es wird vermutet, dass ihr Baubeginn 1190 gewesen ist, wenngleich sicher schon früher eine Holzkirche auf der höchsten Stelle der Stadt errichtet worden war. Das Gotteshaus hatte für die Rathenower eine zentrale Bedeutung. Mit allen ihren Gefühlen waren sie mit dieser Kirche verbunden. Die meisten Menschen waren in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche getauft, konfirmiert und getraut worden. Als die über und über mit Schutt bedeckte Kirche nach dem Angriff in der Nacht vom 28. zum 29.04.1945 übrig blieb, schwand auch die letzte Hoffnung auf die Zukunft der Stadt. Aber dem beherzten Pfarrer Friedrich Korth und einer mutigen Schar von Gläubigen ist es zu verdanken, dass trotz der Notzeiten nach dem Krieg, die Kirche von Trümmern befreit werden konnte.

clip_image003Pfarrer Friedrich Korth im Chor
beim Gottesdienst in der von Schutt
geräumten Sankt-Marien-Andreas-Kirche
29.06.1952
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Die Kirchen wurden im Mittelalter streng nach Osten ausgerichtet. Im Osten, wo die Sonne aufging und das Licht herkam, war das Allerheiligste – der Chorraum. Er war nur den Priestern vorbehalten und für Laien gesperrt, denn das Heilige Abendmahl wurde hier täglich gefeiert und die Wandlung des Brotes in den Leib Christi und des Weins in das Blut Christi vollzogen. Alle Gläubigen wollten diesem Wunder so nahe wie möglich sein. Erst im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Verbot des Betretens gelockert und heute dürfen sowohl in den katholischen wie in den evangelischen Kirchen die Menschen in den Chorraum kommen.
Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche hatte vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg einen gotischen Chorraum, dem im südlichen Teil eine Andreas-Kapelle und im nördlichen Teil eine Marienkapelle angegliedert war. Die Fenster des Chorraumes waren versetzt in schlichtem rot und blau gehalten und dienten wohl nur dazu, die Blendung durch den intensiven Tageslichteinfall zu mildern.

clip_image004Chorraum 1990
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Erst nach der Einheit Deutschlands am 03.10.1990 war es möglich, an den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zu denken. Das Konsistorium der Berlin-Brandenburgischen Landeskirche hatte wie bei der Dresdner Frauenkirche die Sächsische Landeskirche den Standpunkt vertreten, die Kirche solle als Mahnmal gegen den Krieg als Ruine stehen bleiben. Das war sicher in der DDR, wo die Möglichkeit eines Wiederaufbaus nicht gegeben und nicht angestrebt war, ein auf Konsens bedachter Trost für die Menschen. Die notdürftig gesicherte Kirche als Kriegsdenkmal stehen zu lassen, bedeutete aber auch, sie dem Verfall preiszugeben.

clip_image006Chorraum 1990
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

1990 begann die Kirchengemeinde den Aufbau des Chorraumes zu planen und konnte 1995 die Fertigstellung des Chorraumes im Rohbau erreichen. Es fehlten aber noch die Fenster und es war die erste Spendenaktion des 1996 gegründeten Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. für die Fenster und den Wiederaufbau des Turms zu werben.

clip_image008Der Chorraum wurde 1995 wieder aufgebaut
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Eine Glaswerkstatt in Blönsdorf bei Belzig  (Land Brandenburg) hat die Fenster nach den Entwürfen des Malers Gerhard Henschel hergestellt. Die Fenster sind Einzelkunstwerke und haben keinen inneren Zusammenhang eines Zyklus. Möchte man eine Einteilung der Fenster vornehmen, so kann man Jesus Christus im Mittelfenster als Bezug nehmen und die drei Fenster auf der Nordseite als alttestamentliche Themen ansehen und die vier Fenster auf der Südseite als neutestamentliche Themen. Jesus Christus ist der Mittler zwischen Altem und Neuem Testament. In der Glaswerkstatt sind vier Verfahren bei der Herstellung der Farbfenster benutzt worden. Die farbigen Glasscheiben entstehen, wenn farbiges Glas zu Ballons aufgeblasen wird und nach dem Erkalten wieder in große Scheiben geschnitten wird. Das mundgeblasene Glas kann man an den vielen kleinen Luftbläschen im Glas erkennen.
1. Verfahren
Die farbigen Glasscheiben werden nach der Vorlage des Künstlers zurecht geschnitten und in Blei eingefasst. Das Verfahren wurde schon im frühesten Mittelalter benutzt.
2. Verfahren
Die zweite Methode ist das direkte Malen auf das Glas, wie es deutlich beim Mose zu erkennen ist. Nach dem Malen wird die Farbe in das Glas eingebrannt.

3. Verfahren
Die dritte Methode ist in den Fenstersternen zu sehen, wo mit Flusssäure Farben wieder herausgeätzt wurden. Es können dabei auch farbige Gläser abgedeckt werden und so weiße Strahlen erzeugt werden. Das ergibt warme Farbtöne mit vielen Nuancen. Bei der Wassertaufe ist ein Halbmond zu erkennen. Es gibt auch Gläser die mit zwei oder drei Glasschichten mit unterschiedlichen Farben hergestellt wurden, was das Ätzverfahren noch interessanter macht.

4.Verfahren
Die vierte Methode, die es im Mittelalter noch nicht gab, ist bei den Weintrauben zu erkennen. Hier ist farbiges Glas ausgeschnitten und aufgeklebt worden. Im Mittelalter gab es keinen transparenten Kleber. Weil die Klebstoffe vergilbten, änderte sich der Farbton und man benutzte die Methode nicht. Heute gibt es wasserklare Klebstoffe, die dieses Verfahren ohne Probleme möglich machen.

Von außen ist eine Schutzverglasung der Fenster erfolgt, eine Art Panzerglas, was auch sehr teuer war. Der Gemeindekirchenrat entschied sich aber für das Panzerglas und gegen Drahtschutzgitter, weil aus Kostengründen viel farbloses mundgeblasenes Glas verwendet werden musste und die Drahtgitter dann den Gesamteindruck der Kunstwerke gestört hätten.

Durch die gotischen Fenster strömt eine große Helligkeit vom Chorraum in das Kirchenschiff, die die Gottesdienste in der Kirche für die Besucher unangenehm machen, weil sie den Pfarrer  nur geblendet  und schemenhaft wahrnehmen können. Dieser Mangel kann aber dem Künstler nicht angelastet werden, weil er durch die finanziellen Sparzwänge gezwungen war, viele farblose mundgeblasene Glasscheiben zu verwenden. Mit dem Aufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum wird dieser Mangel behoben werden. Die tiefblauen Glasscheiben gehören zu den teuersten Gläsern. Je farbiger die Glasscheiben sind, desto höher ist der Preis, der dafür gezahlt werden muss. Der Preis für die Fenster ist durch verschiedene Maßnahmen wie die Schutzverglasung und anderes ständig angestiegen. Ein großes Fenster kostete  13.000,00 €.

Die Deutung der Fensterinhalte folgt theologischen Grundsätzen und ist nicht immer identisch mit den Auffassungen des Künstlers. Die dem Gemeindekirchenrat vorgelegten und von ihm genehmigten Entwürfe wurden durch den Künstler einer laufenden Überarbeitung unterzogen, sodass die fertiggestellten Fenster oft erheblich von den ursprünglichen Entwürfen abwichen. Der Künstler hat auch die ursprüngliche Bezeichnung seiner Fenster nachträglich verändert und mit einer anderen Deutung versehen. Wie eine Kritikerin seiner Werke betonte, merkt man  seinem Schaffen immer die "Konstruktion des Ingenieurs" an. Die Schlosserlehre und das Ingenieurstudium in Zwickau sind an seiner künstlerischen Persönlichkeit nicht spurlos vorübergegangen und haben sein Schaffen geprägt.

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Das nördlichste Chorfenster ohne Verglasung
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

1. Fenster : Lichtwerdung (eingesetzt am 29.05.1998)
                 
Gestiftet für Franz Rampf, Mögelin

Das erste der acht Fenster geht auf den Schöpfungsbericht der Bibel, der ganz im Anfang steht, zurück. Der Bibeltext aus dem 1. Buch Mose 1 lautet dazu: “Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, die ganze Welt. Auf der Erde war es noch wüst und unheimlich; es war finster und Wasserfluten bedeckten alles. Über dem Wasser schwebte der Geist Gottes (ein gewaltiger Sturm). Da befahl Gott: " Licht soll aufstrahlen!" und es wurde hell. Gott hatte Freude an dem Licht; denn es war gut. Er trennte das Licht von der Dunkelheit und nannte das Licht Tag, die Dunkelheit Nacht. Es wurde Abend und wieder Morgen: der erste Tag." Der linke großflächige Teil des Fensters zeigt ein tiefblaues Glasscheibenmosaik mit dem Symbol für Gott, dem Gottesauge, am oberen Rand. Unten im Blau ist das Chaos (Kreis), der Urwirbel oder wie es im Hebräischen heißt: „Tohuwabohu“ zu sehen. Vom rechten oberen Rand ist ein heller Lichtstrahl zu erkennen, der das erste Licht in die Finsternis sendet. Kleine helle Kreise sollen erste Lichtinseln darstellen.

clip_image012Die Lichtwerdung
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Der Lichtstrahl fällt auf einen riesenhaften Kern im zweiten Bild. Durch das kräftige Blau wird die Urgewalt deutlich unterstrichen. Ein machtvolles Bild. Die Lichtwerdung ist ein eindrucksvolles Zeugnis jüdisch-christlichen Glaubens. In den ersten Entwürfen hatte der Künstler den Urwirbel weggelassen, was dem gesamten Bild noch mehr Kraft und Gewalt gegeben hatte.

2. Fenster: Grüne Werdung - Erschaffung der Pflanzen
                 (eingesetzt am 29.05.1998)         
                 Gestiftet von der Volksbank Rathenow e G

Das Fenster stellt die Erschaffung der Pflanzenwelt dar. Der erste Lichtstrahl fällt genau auf den großen Pflanzenkern. Unten sind Wurzeln zu sehen und in den Wurzeln steht der Name Blöhnsdorf. Ein Weinstock rankt sich um die Mittelstrebe des Fensters. Im rechten Teil des Fensters ist eine Winzerhand mit einem Winzermesser zu sehen. Oben rechts sieht man gelbe und darüber blaue Weintrauben oder Blumen. Im Schöpfungsbericht der Bibel (1. Mose 1) heißt es, dass Gott am dritten Tag junges Grün sprossen ließ: Kraut, das Samen trägt nach seiner Art und Bäume, die Früchte tragen, in denen ihr Same ist, je nach ihrer Art.

clip_image013Die Grüne Werdung
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Über den blauen Weintrauben ist eine weiße Taube zu sehen. Die Taube hält im Schnabel ein Pergament, das man als Vertrag oder Bund mit Gott deuten könnte. Es gibt in der Bibel einen zweiten Schöpfungsbericht. Nach der Sintflut landet Noah mit seiner Arche auf einem Berg (vermutlich der Ararat) und sendet zuerst einen Raben aus. Der kommt wieder zurück. Dann sendet er zweimal eine Taube aus. Beim zweiten Mal kommt die Taube mit einem Blatt von einem Ölbaum zurück, sodass Noah wusste, es gab wieder Land und das Wasser war zurück gegangen. Gott macht mit den Menschen einen zweiten Bund. Das sichtbare Zeichen dafür ist der Regenbogen. Im ersten Buch Mose , Kapitel 8, heißt es zur Bestätigung dieses Vertrages:

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

Helle, freundliche Farbtönen geben dem Bild eine Leichtigkeit und Duftigkeit, wie sie nur Blumen mit ihrer Vielfalt an Farben hervorbringen.

3. Fenster: Mose vor dem brennenden Dornbusch
                (eingesetzt am 12.12.1997 in Anwesenheit
                des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Manfred Stolpe) 
                gestiftet vom Förderkreis zum Wiederaufbau
                der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V.
                und vielen nicht genannten Spendern

Dieses Fenster erzählt die Geschichte, wie Gott Mose beauftragt, das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Mose kniet vor den Flammen und die gelben Funken steigen weit nach oben auf.

Mose hütete am Berg Horeb die Schafe seines Schwiegervaters, als er einen brennenden Dornbusch in der Steppe sah, der vom Feuer nicht verzehrt wurde. In Israel wie auch in ganz Mitteleuropa gibt es eine ein Meter hohe, stark riechende Staude, deren Stengel im oberen Teil mit schwärzlichen Öldrüsen besetzt sind. An heißen Tagen geben diese Drüsen ätherische Öle ab, die nach Zitronen duften. Der „Brennende Busch“ der Bibel lässt sich an heißen Tagen auch einmal entzünden. Dann brennt der Busch und verbrennt doch nicht, weil nur die Gase abgefackelt werden. Die Staude heißt Diptam (Dictamus L.), wobei eine rot- und eine weißblühende Form unterschieden werden. Der Diptam wird auch gelegentlich in unseren Gärten angetroffen. Die bittere, stark zitronenartig riechende Wurzel wurde früher als weiße Diptamwurzel (Spechtwurzel, Eschen- oder Aschwurzel) arzneilich benutzt. Die jungen Blätter dienten in Sibirien als Teesurrogat. Als Mose näher geht, um sich die Sache genau anzuschauen, spricht Gott zu ihm aus dem brennenden Dornbusch: “Zieh die Schuhe von den Füßen, denn die Stätte, darauf du stehst, ist heiliges Land…Gehe hin und versammle die Ältesten Israels und sprich zu ihnen: Jahwe, der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt,…um euch aus dem Elend in Ägypten herauszuführen… in ein Land, wo Milch und Honig fließt.“ (2.Buch Mose 3).

clip_image015Mose vor dem brennenden Dornbusch
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

4. Fenster: Das geöffnete Kreuz
                 (eingesetzt am 16.10.1998)
               
Gestiftet von Luise und Heinz Schröder, Rendsburg

clip_image016Das geöffnete Kreuz
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Oben ist Jesus Christus mit einer angedeuteten Krone zu erkennen. Im unteren Bereich des Fensters ist in sattem Blau der Davidsstern zu sehen. Der Davidsstern soll das Siegel des Königs Salomo gewesen sein. Es setzt sich aus zwei ineinander versenkten Dreiecken zusammen. Das Dreieck mit der Spitze nach oben steht für Feuer und männlich und das Dreieck mit der Spitze nach unten für Wasser und weiblich. Links in der Mitte ist der grüne Halbmond als Zeichen für den Islam und rechts das Yin-Yang-Zeichen für den Buddhismus dargestellt. Die Bedeutung des Fensterbildes ist: Jesus Christus ist offen für alle Menschen. Zwei große Bögen schwingen sich von Christus sowohl zu den alttestamentlichen Bildern als auch zu den neutestamentlichen Bildern des Chorraumes. Christus ist das Bindeglied zwischen beiden. Dieses Kunstwerk ist einmalig in der Welt. Unten hat der Maler Verse von Dietrich Bonhoeffer (04.02.1906 – 09.04.1945) über Christen und Heiden aufgeschrieben. Dietrich Bonhoeffer war als evangelischer Theologe ein Vorkämpfer der bekennenden Kirche in Deutschland und wurde wegen Widerstand gegen das Nazi-Regime hingerichtet. Der Text lautet:

Christen und Heiden

Menschen gehen zu Gott,
flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot
um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, alle,
Christen und Heiden.

Menschen gehen zu Gott in seiner Not.
Finden ihn arm, geschmäht ohne Obdach und Brot.
Sehn ihn verschlungen von Sünde Schwachheit und Tod.
Christen stehen bei Gott in seinen Leiden.

Gott geht zu den Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod
und vergibt ihnen beiden.

Dietrich Bonhoeffer

Dieses Glasfenster gehört von der Farbgebung zu den prächtigsten Bildern. Es wird sofort deutlich, dass Jesus Christus der Mittelpunkt des gesamten Raumes ist. Es ist ein einmaliges Kunstwerk und findet nicht seinesgleichen auf der ganzen Welt.

5. Fenster : Abendmahl
                  (eingesetzt 08.06.2000)
                 
Gestiftet von der Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde in Rathenow

clip_image017Abendmahl
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Das Fenster konnte von den Menschen der Stadt zum Pfingstfest 2000 (11.06.2000) das erste Mal bewundert werden. Der Abendmahlstisch ist als Brücke dargestellt. Auf der Brücke steht ein Kelch. Hinter dem Kelch stehen Juden und Araber. Das Fenster knüpft an das geöffnete Kreuz an. Zum Abendmahl kommen links in weiß gekleidete Menschen aus dem Islam und rechts Buddhisten entsprechend dem grünen Halbmond und des Yin-Yang-Zeichens. Unter einer Brücke sitzen die Benachteiligten der Gesellschaft, Behinderte, Kranke und andere.

Theologisch ist dieses Bild unterlegt mit der Einladung zum Abendmahl (Lukas 14,21).

Jesus erzählt die Geschichte von der Einladung Gottes zum großen Festmahl. Alle geladenen Gäste sagen aus verschiedenen Gründen ab. Der eine hatte geheiratet, der andere hatte ein Paar Ochsen gekauft usw.. Da wird Gott böse und sagt: „Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Blinden und Lahmen hier herein!“ An sie geht die herzliche Einladung, zu Gottes großem Fest zu kommen. Unter dem Abendmahlstisch sieht man drei Kerne, die durch den Altar hindurch als Brotgetreide in die Höhe wachsen. Neben dem Abendmahlstisch sieht man Felder und Wiesen, so dass das Brot und der Wein direkt auf den Abendmahlstisch wachsen. Der Künstler war vor Fertigstellung des Bildes in Israel auf dem Berg der Seligpreisungen gewesen und hat versucht, diese einzigartige Atmosphäre darzustellen. Vom rechten oberen Fensterrand nach links unten fliegt eine Taube, die von Gott geschickt wird (Gottes Hand ist oben zu sehen) und unter dem roten Liebespaar unter der Brücke ist erneut Gottes Hand zu sehen. Gott hält die Welt in seinen Händen.


6. Fenster: Taufe
                 (eingesetzt am 08.11. 1999)
                
Gestiftet von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam

clip_image018Die Taufe
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Der Maler nennt das Fenster Wassertaufe. Die Blautöne überwiegen. Es ist ein sehr kraftvolles Bild. Die Gewalt und die Kraft des Wassers werden in zwei großen Wasserströmen dargestellt. Der eine von oben nach unten und der andere von unten nach oben. In der Mitte sind spiegelbildlich zwei weiße Tauben als Symbol des Heiligen Geistes zu sehen. Während der Taufe soll der Heilige Geist auf die Menschen kommen, deshalb werden die Christen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft (Matthäus 28,19).

Die eine Taube schaut nach oben und die anderen nach unten. Sie hat einen Ölzweig im Schnabel, wobei sich wieder der Kreis zum Schöpfungsbericht aus dem Alten Testament schließt. Unten rechts hat der Maler in dunkelstem Blau „Urwasser“ dargestellt. Aus dem Wasser schaut ein Mensch nach oben. Ein kleiner Fisch ist zu sehen. Im linken oberen Fensterabschnitt schnappt ein Fisch nach einem roten Punkt, einem Luftballon. Der Luftballon soll nach der Intention des Malers besonders die Kinderherzen erfreuen, denn Taufe ist nach dem heutigen Verständnis der Evangelischen Kirchen eine Sache für Kinder und seltener für Erwachsene. In dem Fensterstern hat der Künstler einen Halbmond eingeätzt. Dies passt sehr gut zum Wasser. Werden doch die Gezeiten vom Mond gesteuert.

7. Fenster: Verheißung / Paradies
                 (07. 09.2000 eingesetzt)
                 Gestiftet von Charlotte Nitschke, Berlin

clip_image020Die Verheißung oder das Paradies
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Ein in Gelb gehaltenes Fenster, was den Gegensatz zum dunklen Blau der Lichtwerdung besonders betont. In der Offenbarung des Johannes 21,1 steht: Gott schenkt einen neuen Himmel und eine neue Erde. Unten sieht man so wie Öl auf Wasser Reste der alten, verbrauchten Erde. Oben hat der Künstler das neue Jerusalem dargestellt. Das neue Jerusalem wird als Stadt mit 12 Toren beschrieben. Jedes Tor ist eine Perle und die Grundmauern der Stadt sind aus 12 Edelsteinen. Die Edelsteine werden einzeln benannt:

1. Jaspis, 2. Saphir, 3. Chalcedonier, 4. Smaragd, 5. Sardonyx, 6. Sarder, 7. Chrysolith, 8. Beryll, 9. Topas, 10.Chrysopras, 11. Hyacinth, 12. Amethyst. Um 12 Uhr am Mittag kommt eine Lichtfülle durch das erste große Tor, das an die Rialtobrücke in Venedig erinnert.

Als Text ist in der unteren rechten Ecke zu lesen: Hoffnung, das Wichtigste, was wir unseren Kindern zu übergeben haben,- im Symbolbild der „zukünftigen Stadt“. Die Bibel eröffnet mit dem Garten Eden (aus dem heraus der Lernweg der Menschen beginnt) und endet mit dem Ausblick auf die „hochgebaute Stadt“ - weithin leuchtend (Offenb. Johannes). Kein Unrecht darin, sondern hohe Freude, Toleranz, schönfarbene Transparenz und Schalom in Weltzeit (Jesaja 41-66). Uralter Traum der Menschen, zu allen Zeiten. Bilder u. Bauten. Arbeiten an der Zukunft Gegenentwürfe zur Hochrüstung und Bunkerbau. Miteinander unterwegs zu uns „Verheißene Stadt.“ „Meine Gedanken, nicht zu vergleichen mit euren. So hoch der Himmel über d. Erde, so weit gehen meine Planungen und Möglichkeiten über all eure Vorstellungen“ Jesaja 55. Ge Hen 1996-2000.

8. Kleines Fenster : Gott ist Liebe
                             (eingesetzt 08.09.2000)
                            
Gestiftet von der Derix-Glasfirma in Blönsdorf bei Belzig

Das Fenster ist in roten Farben gehalten. Rot als Zeichen der Liebe. Ein Herz ist im oberen Bereich zu sehen. Nach der Vorstellung der Menschen gehören Herz und Liebe zusammen.

clip_image021Gott ist Liebe
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Im Römerbrief 5,5 des Paulus heißt es: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist.“ Warme Farben gehen von diesem Fenster aus. Gott hat aus Liebe zu den Menschen seinen Sohn zum Opfer gegeben. Die ganze Bibel kündet von der Liebe Gottes zu den Menschen. Jesus strömt sie in die Welt. Aus der Liebe erwachsen die Werke der Barmherzigkeit. Gott segnet alle, die ihn lieben. Es heißt im zweiten von den zehn Geboten, die Gott dem Volk Israel durch Mose gegeben hat:

Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

clip_image023Weihnachtskrippenausstellung im Chorraum
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

 

Bakes-2 Fenster
Fenster im Chorraum mit Weihnachtskrippenausstellung
Foto von Erich Backes aus Eiweiler (Saar) am 01.01.2014

 

Bakes-1 Fenster
Fenster im Chorraum mit Marienaltar
Foto von Erich Backes aus Eiweiler (Saar)  am 01.01.2014

9. Biografie von Gerhard Henschel

clip_image024Gerhard Henschel
Fotoarchiv Dr. Knackmuß

Gerhard Henschel wurde am 14.10.1938 in Breslau geboren. Er besuchte von 1946 -1953 die Grundschule in Schipkau bei Senftenberg. Von 1953 -1956 absolvierte er eine Schlosserlehre und studierte danach von 1956 -1959 Maschinenbau in Zwickau. Da er aber in sich eine künstlerische Begabung fühlte, begann er von 1961 -1966 ein Studium an der Kunsthochschule in Berlin Weißensee bei dem Designer Professor Rudi Högner und Professor Vogenauer. Seit 1976 arbeitete er als freischaffender Maler und Grafiker in Rathenow. Von 1968 – 1990 war er Mitglied des Verbandes bildender Künstler der DDR und seit 1990 ist er Mitglied im Brandenburger Verband bildender Künstler. Gerhard Henschel war seit 1966 mit Theda Grünefeld verheiratet. Er hat zwei Kinder, Martin und Heide. Er wohnt heute in Rathenow.

Quellenangaben:
1. Eigene biografische Angaben von Gerhard Henschel bei der Ausstellung
    im Jahr 2006 in Rathenow, Kirchplatz 10
2. Biografie von Gerhard Henschel auf der Internetseite der Stadt Rathenow
3. Archiv: Dr. Hans-Hermann Schultze (Farbpostkarte Kirche)
4. Buch über die Sankt-Marien-Andreas-Kirche von den Autoren Viola Knackmuß und
    Dr. Heinz-Walter Knackmuß zum Preis von 14,00 € (Bestellung Tel.:03385-5200224)

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Geschichte | Buch

Katrin Winne spendete Säulenstein

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 21. Juli 2013 12:57


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Katrin Winne aus Winsen an der Luhe besuchte am 21.07.2013 die Sankt-Marien-Andreas-Kirche und bestieg den Kirchturm, um die herrliche Aussicht über das sommerliche Havelland zu genießen. Sie spendete den Säulenstein Nr. 6855 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

Filialleiter der Commerzbank spendeten Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 18. Juli 2013 22:06


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Die Filialleiter der Commerzbank der Region Brandenburg treffen sich immer einmal im Monat zu einer Beratung. Am 18.07.2013 trafen sich die Filialleiter in Rathenow. Die Filialleiter kamen aus Brandenburg an der Havel, Bad Belzig, Nauen, Wittenberge, Stendal, Burg bei Magdeburg und Rathenow. Die beiden sachsen-anhaltinischen Städte Stendal und Burg gehören bei der Commerzbank zur Region Brandenburg, was uns Brandenburgern ja nur recht sein kann.
Nach der Arbeit kamen die Filialleiterinnen und Filialleiter in die Sankt-Marien-Andreas-Kirche, denn sie ist das Wahrzeichen der Kreisstadt des Havellandes, Rathenow. Die Geschichte der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist eng verwoben mit der Einheit Deutschlands, denn ohne die Wiedervereinigung, wäre sie sicher eines Tages von selbst zusammengefallen. Das Dach war defekt. Es regnete durch, die Balken waren verfault. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Gebälk nachgegeben hätte. Nach 1990 hat aber die Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde sofort den Chorraum wieder aufgebaut, 2002 kam dann die Turmspitze und 2010 die Kreuzgewölbe im Kirchenschiff. Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist wieder aufgeblüht und das pralle Leben pulsiert in ihren altehrwürdigen Mauern. Gottesdienste, Hochzeiten, Taufen, Konzerte, Lesungen, Führungen, Ausstellungen, Kontaktbörsen und viele, viele Besucher machen jetzt das Leben in der Kirche aus. Damit die drei Kreuzgewölbe im Chorraum auch wieder zum Lobe Gottes aufgebaut werden können, spendeten die Regionalfilialleiter Brandenburg die Säulensteine Nr. 6842 - 6854 (68,00 €). Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

Thea und Dieter Wallstab spendeten Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 13. Juli 2013 17:59


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Thea Wallstab und ihr Mann Dieter Wallstab wurden im Jahr 2013 gemeinsam 150 Jahre alt und dachten, dass das ein gute Gelegenheit wäre, von ihren Gästen statt Blumen und Geschenke einen kleinen Geldbetrag für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow zu erbitten. Sie schrieben auf ihrer Einladung an ihre Freunde und Verwandten: „Das Alter spielt keine Rolle, solange man im Herzen jung bleibt.“ Ein Foto von der Sankt-Marien-Andreas-Kirche prangte auf der Einladung und es hieß weiter: „Wir wünschen uns keine Geschenke, aber eine kleine Spende für einen Säulenstein in der St.-Marien-Andreas-Kirche.“ Bei den Geburtstagsfeiern am 07.07.2013 im Gasthof Milow war auch die Enkelin Nina mit von der Partie, die am gleichen Tag mit ihrem Großvater Geburtstag hat und ihren 17. Geburtstag feierte.

 

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Gäste zur Geburtstagsparty im Gasthof Milow
am 07.07.2013

 

 

Der Sohn Thomas Wallstab hatte 1980 unter Anleitung des Kunsterziehers Horst Lichtenberg von der Erweiterten Oberschule „ Karl-Marx“ in Rathenow eine Federzeichnung von der damaligen beklagenswerten Kirche gemacht. Aus dem Chorraum wuchsen die Bäume heraus und der Turm war nur noch als Torso erhalten.

 

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Thomas Wallstab
Federzeichnung (1980)

Nun freut sich die ganze Familie, dass der Wiederaufbau des Gotteshauses so zügig vorangeht. 1995 konnte der Chorraum mit einem Dach versehen werden , 2002 war der Turm wieder aufgebaut, 2010 sind die vier Sterngewölbe im Kirchenschiff neu erschaffen worden, 2011 wurden die Fenster im Kirchenschiff erneuert und die Marienkapelle eingewölbt. Und jetzt geht es an den Wiederaufbau der drei Kreuzgewölbe im Kirchenschiff. Dazu spendeten das Ehepaar Thea und Dieter Wallstab die Säulensteine Nr. 6787 – 6836 (250,00 €). Der Förderkreis bedankt sich bei den Jubilaren und den Gästen des Jubelpaars.

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