Besuch bei Schuke-Orgelbau in Werder am 29.03.2014

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 29. März 2014 23:03

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Die Kirchenführer für die BUGA und Mitglieder des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. besuchten am 29.03.2014 die Alexander Schuke Potsdam-Orgelbau GmbH in Werder an der Havel und ließen sich von Dr. Detlef Zscherpel durch den berühmten Betrieb führen. Die Schuke-Orgelbau GmbH hat Orgeln in Deutschland und in der ganzen Welt gebaut. Sie ist seit 1895 in der Hand der Familie Schuke und wird heute von Matthias Schuke geführt. Eine der größten Orgeln von Schuke befindet sich seit 2008 im Magdeburger Dom. Die Orgel hat 93 Register. Ebenfalls 2008 wurde die Hauptorgel im Dom zu Kaliningrad mit 90 Registern erbaut. Alexander Schuke hat 1902 die Orgel in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche umgebaut und erneuert. Der Umbau kostete damals 7.550,00 Mark, wobei es im Vertrag mit der Kirchengemeinde in Rathenow hieß, dass Mehrkosten zum Kostenvoranschlag nicht zugelassen werden und dass das zu verwendende Holz gegen Wurmfraß durch Imprägnierung geschützt sein muss. Sollte Herr Schuke während der Bauzeit mit dem Tode abgehen, so war es dem Gemeindekirchenrat vorbehalten, den Vertrag als gelöst zu betrachten oder ihn mit den Erben fortszusetzen. Herr Schuke ging nicht mit dem Tode ab und die Orgel tat ihren Dienst bis zur Zerstörung im Jahr 1945 in der Kirche. Details über die Geschichte der Orgel kann man im Buch über die Sankt-Marien-Andreas-Kirche nachlesen. Dr. Detlef Zscherpel führte die Gruppe duch den Orgelbaubetrieb und zeigte wie die Pfeifen hergestellt werden. Die Zusammensetzung der Zinn-Blei-Legierungen ist ein streng gehütetes Betriebsgeheimnis. Er erläuterte auch die Funktion der aus Eichenholz bestehenden Windladen und zeigte, wie die Orgelpfeifen gestimmt werden. Die neuen Orgeln, die Schuke baut, können sowohl die barocken Bachschen Werke spielen als auch romantische Orgelwerke, was natürlich den Klangumfang einer Orgel enorm erweitert. Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. hat bisher 18.100,00 € für die neue Schuke-Orgel gesammelt. Sie kann aber erst eingebaut werden, wenn die drei Kreuzgewölbe im Chorraum errichtet wurden und die Emporen fertiggestellt sind, denn Staub von Bauarbeiten ist Gift für eine Orgel und da könnte man das Geld gleich zum Fenster rauswerfen, meinte Matthias Schuke. So müssen sich alle Orgelfans noch etwas gedulden und mit der kleinen elektronischen Orgel in der Kirche vorlieb nehmen. Sie hat 40 Register und das ist ja auch schon recht passabel, wenngleich die Kenner meinen, eine elektronische Orgel habe keine Seele. Das ist wohl so, dass jede Schuke-Orgel ihren einmaligen unverwechselbaren Klang hat, den eine elektronische Orgel nie erreichen wird. Die 34 Besucher der Alexander Schuke Potsdam-Orgelbau GmbH  waren von der zweistündigen Führung  begeistert.

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Johann Berghofer spendete Dachsteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 19. März 2014 22:41


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Johann Berghofer mit einem Original-Dachstein

Johann Berghofer aus dem bayrischen Bichl im Lankreis Bad Tölz-Wolfratshausen besichtigte am 19.03.2014 die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Er gehört zu den Gebirgsschützen in Bad Tölz und durfte am 29.06.2011 Papst Benedikt XVI. in Rom besuchen, was ihn noch heute tief bewegt. Johann Berghofer ließ sich durch die Sankt-Marien-Andreas-Kirche führen und sich die Kunstschätze des Gotteshauses zeigen. Am meisten interessierte sich Johann Berghofer für die 2010 neu erbauten Kreuzgewölben im Kirchenschiff. Er konnte auch die Gewölbe und die Dachkonstruktion über die Hanische Treppe von oben betrachten, was ihm einen einmaligen Einblick verschaffte. Das gotische Dach, das 2010 neu gedeckt wurde und dessen Gebälk kunstvoll verstärkt worden war, um die Dachsteinlast zu tragen, beeindruckte ihn sehr.
Er spendete die Dachsteine Nr. 3680 – 3681 für den weiteren Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Das nächste große Projekt in der Kirche ist der Wiederaufbau der drei Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich bei dem Besucher aus Bayern für die Spende.

 

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Johann Berghofer (links) auf der Hanischen Treppe
(Aufgang zum Dachboden über den Kreuzgewölben)

Ella Wernicke spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 18. März 2014 18:27


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Ella Wernicke feierte mit Verwandten, Freunden und Bekannten am 18.03.2014 ihren 70. Geburtstag in Stechow. Ella Wernicke ist 2. Vorsitzende des Fördervereins der Dorfkirche in Stechow/Havelland e. V. und ist unermüdlich für den Erhalt der Kirche tätig. Sie hat die Gabe, Veranstaltungen in der Kirche mit illustren Gästen einzufädeln und durchzuführen. Ella Wernicke macht die Arbeit mit den Menschen Freude. An ihrem Geburtstag wurde sie mit vielen Blumen beschenkt und ihre ehemaligen Kolleginnen würdigten ihre Arbeit in der Kita und im Hort. Es fehlte auch nicht an Überraschungsgästen. Obendrein spendete Ella Wernicke die Säulensteine Nr. 7646 – 7649 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

Penning-Ausstellung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 17. März 2014 10:02


 

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Auf Initiative von Erika Guthjahr (Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow) fand vom 23.04.2000 (Ostersonntag) bis 02.06.2000 eine Ausstellung des Heimatmalers Georg Penning (*04.11.1871 in Großwalddorf bei Danzig -† 16.09.1960 in Rathenow) in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow statt.

Georg Penning wurde am 04.11.1871 in Großwalddorf bei Danzig als Sohn eines Kleinbauern geboren. Ab 1886 war er Glaserlehrling im ostpreußischen Königsberg. Beim Einrahmen von Gemälden erwachte sein Interesse für die Kunst. Georg Penning machte seine ersten Malversuche ohne jede Anleitung. Da er Montag bis Sonnabend zwölf Stunden arbeiten musste, blieben nur die Sonntage für seine Übungen. 1895 kam er nach Rathenow, war hier als Glaser tätig und malte weiter in seiner Freizeit. Als Bildmotive wählte er die märkische Landschaft des Havellandes, deren Schönheit er mit weinen Farben einzufangen versuchte. In und um Ferchesar malte er sehr gern. Dabei erlitt er 1960 einen Schwächeanfall und fiel ohnmächtig zu Boden. Er konnte sich davon nicht wieder richtig erholen und starb am 16.09.1960 im Rathenower Krankenhaus.

Ausstellungen 2000

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 17. März 2014 10:00


 

 

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1. Georg Penning (23.04.2000 – 02.06.2000)

 

 

2. Weihnachtskrippenausstellung

Günter Gottschalk var doneret Søjlesten

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 16. März 2014 15:40


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Günter Gottschalk fra Store Vittensø i Slesvig-Holsten besøgte 2.3.2014 Sankt Marien-Andreas-kirke og besteg tårnet for at nyde den smukke udsigt over det forårsprægede Havelland. Hans far Heinz Gottschalk er født i Rathenow, men flyttede i 1950 til Schlesvig-Holsten, hvor han fandt sit livs kærlighed. Günter Gottschalk var som barn ofte på besøg hos sine (bedste) forældre i Rathenow og har lært at svømme i Havel-søen. Han kommer stadig gerne på besøg i Rathenow, da han har gode minder fra sin barndom i Havelland. Han har doneret søjlesten nr.7654-7655 til genopbygning af korhvælvet i kirkens korrum. Støttekredsen takker for gaven.

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Ehrentraud Gladys spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 15. März 2014 23:42


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Am 14.03.2014 konnte Ehrentraud Gladys aus Klostermansfeld im Südharz ihren 90. Geburtstag feiern. Sie war die Hauptbuchhalterin des VEB Energieversorgung Halle (Saale) bis 1969. Eine hohe Verantwortung lastete damals auf ihren Schultern, denn Betrieb hatte 5000 Mitarbeiter. Als eine Fusion der VEB Energieversorger Halle und Leipzig 1969 zum VEB Energiekombinat West mit 12000 Mitarbeitern erfolgte, blieb sie auch in der Zeit die Hauptbuchhalterin des neuen Großkombinates. 1979 trennten sich der Energieriese wieder in Halle und Leipzig auf und sie blieb bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben im Jahr 1982 Hauptbuchhalter des Energiekombinates Halle an der Saale. Zu ihrer Geburtstagsfeier am 15.03.2014 waren viele ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekommen, worüber sie sich sehr gefreut hat. Mit ihren Mitarbeitern, den Verwandten und Freunden feierte sie ein schönes Fest in Klostermansfeld. Freunde sangen ihr zu Ehren das

Mansfeld-Lied.
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Anlässlich ihres 90. Geburtstags spendete sie die Säulensteine Nr. 7572 – 7575 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow, denn eine Bindung führt auch nach Rathenow. Vor Jahren hatte sie auch auf einer Feier in Klostermansfeld, als Journalistin verkleidet, einen Martin Luther zu aktuellen politischen Themen befragt, was die Feierrunde sehr erheiterte. Der Förderkreis bedankte sich bei der Jubilarin für die Spende.

Karl-Heinz Wille spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. März 2014 22:13


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Karl-Heinz Wille aus Rathenow feierte am 25.12.2013 seinen 78. Geburtstag. Der gebürtige Rathenower, der heute im Schatten des wieder aufgebauten Turms der Sankt-Marien-Andreas-Kirche wohnt, erfreut sich seit vielen Jahren daran, dass das Wahrzeichen der Stadt Rathenow Schritt für Schritt wieder zum Lobe Gottes aufgebaut werden kann. Zu seinem Geburtstag wollte er das nächste große Bauvorhaben der Gemeinde unterstützten und spendete die Säulensteine Nr. 7570 -7571 zum Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Am 25.12.1996 war er dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. beigetreten und trägt das Aufbauwerk nun schon mehr als 17 Jahre mit. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende und wünscht dem Jubilar Gottes Segen.

Wiebke Thomas–Fotoausstellung Reisebilder

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. März 2014 21:50


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Wiebke Thomas eröffnete am 30.03.2008 mit dem Titel: "Reiseperspektiven - Reisebilder aus Israel, Jordanien und Syrien" eine Fotoausstellung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Die Bilder dieser Ausstellung entstanden im März 2005 und April-Mai 2006 während zweier Studienreisen durch Syrien und Jordanien sowie Israel. Die Stätten vergangener Hochkulturen und archäologischer Fundorte, Architektur, Landschaften in den drei Ländern sowie Begegnungen mit Menschen im Heiligen Land hinterließen bei der Freizeit-Fotografin einen nachhaltigen Eindruck. Diesen auch anderen Menschen nahe zu bringen, ist der Wunsch und das Anliegen der Ausstellung. Wiebke Thomas, geborene Grahlmann, wurde am 4.10.1964 in Lochow bei Rathenow geboren. Sie ist im Erstberuf Elektronik-Ingenieurin, fuhr als Funkerin auf Handelsschiffen zur See. Bei Landgängen besuchte sie mehrfach, soweit es damals möglich war, kulturhistorische Orte, beispielsweise Ugarit im heutigen Syrien. Es blieb immer der Wunsch, mehr zu sehen, mehr zu erfahren. Nach Familienzeit und beruflicher Neuorientierung ist das Reisen, die Beschäftigung mit Historie und gegenwärtig Erlebbarem in fernen, oft auch so nahen Ländern eine besondere Freizeitbeschäftigung, die nach Ausdruck sucht. 2005 stellte Wiebke Thomas ihre Fotos in der Neuen Kirche in Wismar, 2006 und 2007 im Centertreff des MEZ Gägelow aus. Sie wohnt heute in Wismar und arbeitet als Ergotherapeutin im Seniorenbereich sowie als Lach-Yoga-Lehrerin.

clip_image002Jüdischer Friedhof in Jerusalem (2006)

clip_image003Damaskus - Karawanserei

Linde Kauert–Ausstellung “Kaleidoskop”

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 14. März 2014 21:42


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Am Sonntag, dem 30.03.2008 wurde der Ausstellung der Malerin Linde Kauert im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow mit dem Titel „Kaleidoskop“ eröffnet. Unter einem Kaleidoskop versteht man herkömmlich einen „Buntkucker“, also ein Kinderspielzeug, bei dem durch mehrfache Spiegelungen symmetrische und sternförmig wechselnde Figuren in einer Röhre erscheinen. Linde Kauert wurde am 30.03.1953 in Rathenow geboren. Bis zu ihrem 9. Lebensjahr wuchs sie in Nennhausen auf und zog dann mit den Eltern nach Thüringen. Von 1971 -1975 studierte sie an der Pädagogischen Hochschule "Theodor Neubauer" in Erfurt und erhielt als Abschluss die Anerkennung als Diplom-Pädagogin für Kunst und Deutsch. Die Sehnsucht nach der Brandenburgischen Landschaft führte sie aber wieder zurück nach Berlin. Von 1977 -1979 absolvierte sie die Ausbildung zum Facharbeiter für Holztechnik und von 1987 -1990 eine Ausbildung an der "Spezialschule Plastik" der Bezirkskulturakademie Berlin und parallel dazu nahm sie ein Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee auf. Von 1995 -1997 absolvierte sie ein Studium zur Kulturarbeit im Fachbereich Bildende Kunst an der Hochschule der Künste in Berlin. Von 1996 -2000 belegte sie die Kurse für Freie Malerei an der Sommerakademie in Marburg. Seit 1995 stellt sie ihre Werke aus. Seit 2004 gestaltet sie literarische Werke:
- Fabeln von Äsop (2005)
- Geschichte von Frieder und Freulich (2005)
- Gedichte von Rolf Hauffs  (2005)
- Hölderlin (2005)
- Rilke (2005)

Der Förderkreis freut sich, dass die heute in Berlin lebende Malerin in ihrer Geburtsstadt eine erste Ausstellung eröffnet und noch dazu an ihrem 55. Geburtstag Neben den vielen Gästen von Linde Kauert kam auch zur Eröffnung die Prominenz aus dem Havelland wie der Kreistagsvorsitzende Holger Schiebold mit seiner Frau Sigrid, der Stellvertretende Superintendent Andreas Buchholz mit seiner Frau Magdalena, der Bürgermeister der Stadt Rathenow, Ronald Seeger, und der Erste Beigeordnete und Leiter des Zentralen Verwaltungsamtes des Stadt Rathenow, Dr. Hans-Jürgen Lemle und viele Rathenower, die neugierig auf die Bilder von Linde Kauert waren. Dr. Brigitte Hammer aus Berlin erläuterte den Ausstellungsbesuchern die künstlerische Entwicklung von Linde Kauert und erklärte anhand der einzelnen Gemälde die vielfältigen Ausdrucksformen der Künstlerin. Dr. Heinz-Walter Knackmuß gratulierte Linde Kauert zum Geburtstag und überreichte ihr einen bunten Blumenstrauß. Die Kirche, deren Dach und Kreuzgewölbe 2009 erneuert werden sollen, braucht solche Lichtpunkte des kulturellen Lebens, denn es ist noch ein weiter Weg bis zum kompletten Wiederaufbau der Kirche zum Lobe Gottes, aber manchmal ist auch der Weg das Ziel. 31 Gemälde werden in der Ausstellung meist in Acryl auf Leinwand oder in Mischtechnik präsentiert. Es handelt sich um eine Verkaufsausstellung. Die Preise der Bilder belaufen sich von 350,00 € bis 2.100, 00 €. Auf das Thema Kaleidoskop weisen besonders drei Bilder mit dem Titel Spiegelungen hin. Das Bild „ Die Liebenden“ nach einem Text von Hölderlin wird zweimal dargestellt, einmal als Original und danach als Foto mit dem dazugehörigen Text: „…, von ihnen kann man sagen, dass ihnen Gott wahrhaftig wird und dass ihnen der Tod nicht schadet: denn sie sind voller Tod, in dem sie voller Leben sind.“ Ein Gemälde von 2005 mit dem Titel „Die Braut“ (Preis 1200,00 €), weist wieder auf das Thema des Kaleidoskops mit einem Spiegel hin. Aber Linde Kauert lässt auch aktuelle politische Probleme wie Krieg und Folter nicht aus. In ihrem Bild „ Der Kämpfer“ setzt sie sich engagiert gegen das Morden in der Welt ein.

clip_image002Linde Kauert: Zu Friedrich Hölderlin,
"Hymne Patmos",
(50x34,5), Mischtechnik, 2005

Ein martialischer Krieger, dessen behelmter Kopf zwar auf einen weißen Hintergrund gesetzt ist, der jedoch mit seinen harten, dunklen Konturen und den scharfen Hell – Dunkel – Kontrasten einen neuen Malstil der Künstlerin erkennen lässt. Der Kriegsmann richtet zwar seinen unter dem Helmschutz hervorstehenden Blick auf der Suche nach dem zu vernichtenden Feind mit eisiger Wildheit in die Welt, doch ist sein Mund wie zu einem stummen Schrei weit aufgerissen. Die Malerin hat den Blick in den rötlich – braun getönten, tief dunklen Schlund wie eine Leerstelle oder ein „Loch“ in das Bild gesetzt. Wir blicken hier in einen undefinierten Abgrund namenlosen, wort- und bildlosen Schreckens, der die sinnlose Vernichtungswut des Krieges, die die Sieger ebenso beschädigt wie die Opfer und damit eine die Emotionalität des Betrachters tief berührende Ebene zu erreichen sucht. Dieses Bild gehört damit zu den bedeutendsten Werken der Antikriegskunst der Gegenwart.

clip_image003Der Kämpfer

clip_image004Die Braut

clip_image005Die Liebenden

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