Wandergruppe aus Berlin spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. März 2016 23:03

Eine Wandergruppe aus  Berlin mit Albrecht Geuter (knieend) besuchte am 20.03.2016 (Sonntag Palmarum) die Sankt-Marien-Andreas-Kirche und ließ sich den Marienaltar und die neu gebauten Kreuzgewölbe im Mittelschiff erklären. An Hand des Models der Stadt, das eine Darstellung von Rathenow um 1800 zeigt, konnte  den Besuchern die Entwicklung der Stadt der Optik  näher gebracht werden. Auch durfte im Zusammenhang mit der Geschichte der Optischen Industrie in Rathenow nicht die Erläuterung der Lebensumstände der weltberühmten Bischöfin Rosemarie Köhn aus dem norwegischen Hamar fehlen, die in Rathenow geboren wurde. Zum Abschluss der  Führung spendete die Gruppe die Säulensteine Nr. 9861- 9866 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Förderkreis bedankt sich für die Spende.



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Jahreszeiten im Havelland Ausstellungseröffnung Ostermontag 14:00 Uhr

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 9. März 2016 15:03

 

 

Margitta Köhler und Fred Georg Machan eröffneten am Ostermontag, den 28.03.2016, um 14:00 Uhr in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow die Ausstellung „Jahreszeiten im Havelland“. Margitta Köhler konnte nicht persönlich dabei sein, weil  eine schwere Grippe sie zwang, das Bett in der Universitätsklinik in Brandenburg an der Havel zu hüten. Ihre Enkelin überbrachte daher ein Grußwort von der Großmutter. Beide Hobbymaler gehören zur Rathenower Künstlergruppe um Helmut Neitzel und lieben das Westhavelland mit seinen Wäldern und Seen sehr und werden auch nicht müde, es in ihren Öl- und Pastellgemälden immer wieder abzubilden. Margitta Köhler ist in Rathenow aufgewachsen und bildet das schöne Havelland in Semlin, Ferchesar und Lochow ab, womit sie ihr Leben lang beschäftigt war. Fred Georg Machan kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, liebt aber das Havelland genauso, denn es ist schon viele  Jahrzehnte sein Zuhause. Die Ausstellung soll uns durch  ein Jahr im Havelland führen, denn die Natur verändert sich und ist nicht nur im Frühling, Sommer und Herbst schön, sondern hat auch im Winter ihre Reize. Die beiden Maler waren mit einigen Werken schon zur Ausstellung der Rathenower Künstlergruppe während der BUGA 2014 vertreten. Nun soll aber eine größere Ausstellung mit einer thematischen Vertiefung erfolgen. Das Havelland ist ja für die Touristen ein ganz spannendes Fleckchen Erde, weil es hier so viele idyllische Winkel zu entdecken gibt. Die Besucher sind  nach wie vor begeistert von der wasser- und waldreichen Landschaft und kommen fast  jedes Jahr wieder. Die Bundesgartenschau war eine einzige Werbung für das Westhavelland. Viele Besucher, die alle Standorte der BUGA besucht hatten, haben versichert, Rathenow war das Beste. Einen kleinen Teil davon können die Ausstellungsbesucher  nun in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche bewundern. Pfarrer Andreas  Buchholz wird die Ausstellung mit einer Andacht beginnen und  Sopranistin Annett Neumann und Uwe Schröter werden sie musikalisch umrahmen. Es ist eine Verkaufsausstellung. Wer Lust hat, kann die Gemälde sofort mitnehmen. Die Ausstellung wird vom 28.03. - 08.05.2016  Di - Fr von 10-16 Uhr und Samstag und Sonntag sowie  an Feiertagen von 14-16 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt ist frei.


Eröffnung am 28.03.2016

Zur der Eröffnung der Ausstellung kamen über 100 Besucher in die Sankt-Marien-Andras-Kirche nach Rathenow. Die Sopranistin Annett Neumann sang begleitet von Uwe Schröter  das Frühlingslied "Nun will der Lenz uns grüßen".


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Annett Neumann
Pfarrer Andreas Buchholz knüpfte in einer kleinen Andacht an Psalm 118 an, wo es heißt: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das Sehen und die Sicht der Dinge sind wichtig. Es geht darum, etwas zu entdecken. Jesus Christus, den die Menschen weghaben wollten, wird zum Sieger über den Tod. Die Künstler sehen mehr als wir anderen Menschen.




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Pfarrer Andreas Buchholz
Die Sopranistin Annett Neumann sang als zweites Lied aus dem Evangelischen Kirchengesangbuch das  Lied "Schönster  Herr Jesu" von Heinrich August Hoffmann von Fallersleben nach einer Melodie, die 1677 in Münster bekannt wurde.



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Annett Neumann
1. Schönster Herr Jesu, Herrscher  aller Herren, Gottes und Marien Sohn,
dich will ich lieben,dich will ich ehren, meiner Seele Freud und Kron.
2. Schön sind die Wälder, schöner sind die Felder in der schönen Frühlingszeit;
Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der mein traurig Herz erfreut.
3. Schön ist der Monde, schöner ist die Sonne, schön sind auch die Sterne all.
Jesus ist feiner, Jesus ist reiner als die Engel allzumal.
4. Schön sind die Blumen, schöner sind die Menschen in der frischen Jugendzeit;
sie müssen sterben, müssen verderben:Jesus bleibt in Ewigkeit.
5. Alle die Schönheit Himmels und der Erden ist gefasst in dir allein.
Nichts soll mir werden lieber auf Erden als du, liebster Jesus mein.

Danach eröffnete Fred Georg Machan die Ausstellung. Er ging auf die globalen Unterschiede der Klima- und Wetterzustände ein und lobte doch die vier Jahreszeiten, die in unseren Breiten ein besonderes Spektrum von Frühling, Sommer Herbst und Winter hervorbringen. Als Künstler, der viel in der Landschaft des Havellandes unterwegs ist, machte er darauf aufmerksam, das die Winterbilder eher klein sind, weil auch der Maler im Winter friert, wenn er mit sienem Skizzenblock unterwegs ist. Im Frühling und im Sommer werden die Gemälde dann wieder größer und haben im Herbst eine Farbenpracht, die natürlich die Realität in der Landschaft nie erreicht, aber doch ein grandioses Naturereignis wiederzugeben versucht. Er liebt alle Jahreszeiten.



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Dr. Fred Georg Machan
Die Sopranistin Annett Neumann sang begleitet von Uwe Schröter zum Abschluss das Lied "Abschied" von Joseph Freiherr von Eichendorf (*1003.1788 - 26.11.1857), dessen Text mit "O Täler weit, o Höhen" beginnt.



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Annett Neumann und Uwe Schröter

Die Enkelin Anne Schmidt überbrachte in einem kleinen Statement die Grüße ihrer Großmutter Margitta Köhler, die ja durch ihren Krankenhausaufenthalt verhindert war, an der Eröffnung teilzunehmen.


Anne Schmidt






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Biografie von Sigrid Schiebold

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 1. März 2016 22:03

 



Sigrid Hannelore Schiebold, geborene Berg, wurde am 01.10.1948 in Genthin geboren. Der Vater Heinrich Wilhelm Berg war Tischler, arbeitete in der Landwirtschaft und später in der Stellmacherei in Zollchow. Die Mutter Hildegard Katharina Marie Berg, geborene Senger, arbeitete auch in der Landwirtschaft in Zollchow. Sigrid Schiebold wuchs zusammen mit ihrer Schwester Karin Gabriele in Zollchow auf. Sie wurde in Zollchow durch Pfarrer Friedrich Westphal getauft.

 


Sigrid Schiebold
3 Jahre alt

 

 

Am 01.09.1955 wurde sie in der Oberschule Vieritz eingeschult und durchlief hier alle  acht Klassen. Die neunte und zehnte Klasse absolvierte sie an der Oberschule in Milow, wo sie 1965 die Mittlere Reife ablegte. Am Palmsonntag 1963 wurde sie in der Kirche in Zollchow von Pfarrer  Georg Salzwedel konfirmiert. Ihr Konfirmationsspruch lautete: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet (Römer 12,12).  

 


Konfirmation 1963

 

 

Nach der Schule begann sie von 1965 – 1968 eine Ausbildung im VEB Chemiefaserwerk „Friedrich Engels“ in Premnitz als Betriebs-Mess- und Regelungsmechaniker (BMSR) und erhielt nach der bestandenen Prüfung die Anerkennung als Facharbeiterin. Von 1968 – 1991 arbeitete sie als Wartungsmechanikerin in der Datenverarbeitung des VEB Chemiefaserwerk „Friedrich Engels“ in Premnitz und war mit der Wartung und  Reparatur der Maschinen für Lochkarten und Lochbänder tätig. Später kamen dann Drucker und Monitore dazu. Von 1990 – 1992 absolvierte sie eine Umschulung zur Bürokauffrau und nahm von 1992 -1994 eine Tätigkeit als Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte im Landkreis Rathenow auf. Nachdem sie berufsbegleitend einen A-2 Verwaltungslehrgang besucht hatte, arbeitete sie von 1994 -2013 als Sachbearbeiterin im Sozialamt des Landreises Havelland. Sigrid Schiebold heiratete am 21.03.1970 den Koch Holger Frank Richard Schiebold. Die Trauung erfolgte in der Zollochower Kirche durch Pfarrer Georg Salzwedel. Ihr Trauspruch lautete: Ich weiss, an wen ich glaube (2, Tim. 1,12).


Sigrid und Holger Schiebold

 

Am 08.10.1972 wurde dem jungen Paar der Sohn Daniel und am 09.08.1976 die Tochter Dörte geschenkt. Sigrid Schiebold konnte am 20.09.2015 in Milow ihre Goldene Konfirmation feiern.


Goldene Konfirmation am 20.09.2015 in Milow
mit Pfarrer Christoph Seydych

Von 1971 -1998 wohnte die Familie Schiebold in Rathenow. 1998 bezog Sigrid Schiebold mit ihrem Mann das Haus vor der Alten Mühle in Milow und seither ist Milow der Mittelpunkt ihres Lebens.  Sigrid Schiebold wurde sofort nach Gründung des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. am 22.12.1996 dessen Mitglied, weil sie wollte, dass das Wahrzeichen der Stadt Rathenow wieder zum Lobe Gottes aufgebaut wird. In ihrer Freizeit arbeitet sie gern im Garten. Sie bastelt auch gern und liebt ihre sechs Enkelkinder über alles.


Sigrid Schiebold vor ihrem Haus in Milow

Seit 1973 ist sie Mitglied in der CDU, des weiteren Mitglied der Rathenower Tafel und im Kneipp-Verein.



© Dr. Heinz-Walter Knackmuß 01.03.2016










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Biografien