Peter Erdmann spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 27. Juni 2016 00:06

Am Sonnabend, den 25.06.2016, spendete Peter Erdmann aus Hannover  die Säulensteine Nr.10063- 10082  (100,00 €) für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

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Alte Schulklasse aus Großwudicke spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 26. Juni 2016 23:06


Am Sonnabend, den 25.06.2016, besuchte Rolf Schramm aus Rathenow mit seiner alten Klasse die Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Der zertifizierte Kirchenführer Gerd Ostermann aus Großwudicke erzählte der Schulklasse  von der ehemaligen Zentralschule "Im Aufbau" aus Großwudicke, was sich seit ihrer Einschulung 1946 an dieser alten Kirche verändert hat. 2002 wurde der im Krieg zerstörte Turm wieder aufgebaut. Der Chorraum wurde 1995 mit einem Dach versehen und mit neuen Fenstern bestückt. Es gibt einen Böhmischen Marienaltar in der Kirche von 1380, dessen wechselhafte Geschichte hoch interessant ist. Auch berichtete Gerd Ostermann der alten Schulklasse bei ihrem Klassentreffen, wie 2010 die neuen Kreuzgewölbe im Mittelschiff wieder aufgebaut wurden. Nach der Kirchenführung spendete die Schulklasse die Säulensteine Nr.10053- 10062  (50,00 €) für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.


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800 Minuten aus der Bibel zur 800-Jahrfeier von Rathenow

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 26. Juni 2016 21:06


Es war selten so ein heißer Tag in Rathenow, wie Sankt Johanni 2016 (24.06.). Das Thermometer zeigte im Schatten 35 Grad Celsius. Aber es war ein ganz besonderer Tag für die Rathenower, denn an diesem Tag wurden anlässlich der 800-Jahrfeier der Stadt in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche 800 Minuten aus der Bibel vorgelesen. 80 Menschen, hauptsächlich Mitglieder des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. hatten sich bereit erklärt, zehn Minuten aus der Bibel zu lesen. Die Idee und die Organisation lagen in den Händen von Dr. Heinz-Walter Knackmuß, dem Vorsitzenden des Förderkreises. Unterstützt wurde er dabei von Pfarrer Andreas Buchholz, Magdalena Buchholz, Wolfgang Krüger  und Sylke Lange. 400 Minuten lang wurde aus dem Alten Testament und den Psalmen und 400 Minuten aus dem Neuen Testament gelesen. Es stand ein Lesepult bereit und ein Hochzeitsstuhl, denn es gab Leser, die waren schon über 80 Jahre alt, aber keiner wollte den Hochzeitsstuhl benutzen. Nur Sigrid Schiebold las im Sitzen, weil sie sich den Fuß gebrochen hatte und in einem Rollstuhl herein gefahren wurde. Den Anfang machte Pfarrer Andreas Buchholz und den Beschluss Thomas Weisner. Zu Beginn und zum Ende der Lesung wurden die Glocken geläutet und zu jeder vollen Stunde fünf Minuten lang. Die Atmosphäre in der Kirche war unbeschreiblich schön. Magdalena Buchholz, Doris Schacht und Beatrix Schlegel hatten die Kirche wunderbar geschmückt. Sylke Lange hatte ein Leserverzeichnis agefertigt, das vor der Kirche aufgestellt wurde. Die Bibelleser konnten aus einer großen alten Bibel lesen oder den ausgedruckten Textabschnitt vom Blatt lesen oder ihrer eigene Bibel mitbringen. Bernd Neubauer las aus seinem Tablett den entsprechenden Bibeltext. Das Leben ist bunt. Es waren immer so 20 Zuhörer im der Kirche. Draußen die glühende Sommerhitze und drinnen im Kirchenraum eine erträglich Kühle. Für die Menschen in der Stadt war das ein Ereignis von hohem Rang, das keiner so schnell vergessen wird. Es lasen:

 
Pfarrer Andreas Buchholz
(Mitglied im Förderkreis)

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Magdalena Buchholz

 

 
Prof. Dr. Karin Heinrich
(Mitglied im Förderkreis)

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Wolfgang Krüger
(Mitglied im Förderkreis)

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Renate Weisner


Andreas Gensicke CDU-Fraktionsvoristzender der
Stadtverordentenversammlung
(Mitglied im Förderkreis)

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Hannelore Scharnbeck

 
Monika Günther


Werner Franz
(Mitglied im Förderkreis)

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Edeltraud Gutschmidt


Gabriele Steidl
(Mitglied im Förderkreis)

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Christina Röttger
(Mitglied im Förderkreis)

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Holger Schiebold CDU-Kreistagsabgeordneter
(Mitglied des Förderkreises)

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Sigrid Schiebold
(Mitglied des Förderkreises)

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Bürgermeister Ronald Seeger
(Mitglied des Förderkreises)




Christina Skowronek

 
Luise Freitag

(Mitglied im Förderkreis)

 
Sabine Teckemeyer
(Mitglied im Förderkreis)

 
Superintendent Thomas Tutzschke

 

Heiderose Ertel


 

Gerd Ertel


 

Heidi Maria Binder


 

Dr. Margarete Steger
(Mitglied im Förderkreis)


 

Gisela Richter
(Mitglied im Förderkreis)


 
Pfarrerin i.R. Charlotte Kopp

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Christa Hildebrand
(Mitglied im Förderkreis)


 
Pastorin Christine Wolfram
(Mitglied im Förderkreis)

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Dr. Margit Semmler

(Mitglied im Förderkreis)

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Christlinde Richter

(Mitglied im Förderkreis)

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Stellv. Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Lemle
(Mitglied im Förderkreis)

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Hartmut Wengler
(Mitglied im Förderkreis)



 

Siegfried Mertin
(Mitglied im Förderkreis)



 

Vorstand Volksbank Rathenow e G Bernd Knust
(Mitglied im Förderkreis)



 

Laurin Katharina Singer

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Christiane Roske
(Mitglied im Förderkreis)




Kerstin Zink-Zimmermann
(Mitglied im Förderkreis)




 

Peter Niemann
(Mitglied im Förderkreis)



 

Eve-Maria Ganzer
(Mitglied im Förderkreis)



 
Waltraud Ribitzki
(Mitglied im Förderkreis)

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Gerd Ostermann
(Mitglied im Förderkreis)

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Superintendent i.R. Eberhard Gutjahr



 

Ursula Gutjahr



 

Staatssekretär Martin Gorholt
(Mitglied im Förderkreis)



 

Annemarie Kopsch



 

Gabriele Lenz
(Mitglied im Förderkreis)

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Stellv. Landtagspräsident Dieter Dombrowski
(Mitglied im Förderkreis)

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Peter Kurth
(Mitglied im Förderkreis)

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Gabriele Scharein
(Mitglied im Förderkreis)



 

Gisela Rosenberg
(Mitglied im Förderkreis)



 

Nina Omilian



 
Dorothea Langner
(Mitglied im Förderkreis)

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Dr. Heinz-Walter Knackmuß
(Mitglied im Förderkreis)

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Bernd Neubauer
(Mitglied im Förderkreis)



 

Prof. Hans Müller
(Mitglied im Förderkreis)



 

Werner Schmidt



 

Horst Schwenzer
(Mitglied im Förderkreis)

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Hans-Jürgen Cichos
(Mitglied im Förderkreis)


 

Beate Albrecht



 

Prof. Dr. Dr. Dr. Rainer Lehmann
(Mitglied im Förderkreis)

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Helmut Neitzel



 

Wiltrud Weber
(Mitglied im Förderkreis)

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Gabriele Meck
(Mitglied im Förderkreis)

 

 

Johanna Schulze



 

Wolfgang Schulze



 

Pastor Gerd Zelmer



 

Wiltrud Kabus



 

André Kabus



 

Anke Koch



 

Irmhild Blackstein



 

Katrin Hofschläger



 

Marianne Nonnenmacher
(Mitglied im Förderkreis)



 

Veronika Drechsler



 

Sylke Lange
(Mitglied im Förderkreis)



 

Beate Bierschenk



 

Klaus Kirst
(Mitglied im Förderkreis)



 

Kantorin Christiane Görlitz



 

Karin Lemme



 

Thomas Weisner
(Mitglied im Förderkreis)

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Die wunderbare Schöpfung Gottes

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Juni 2016 22:06

"Die wunderbare Schöpfung Gottes“ heißt die Ausstellung von Adele Hentschel, die am Samstag, den 02.07.2016 um 14:00 Uhr in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche eröffnet wurde.
Ada Hentschel ist 1934 in Neusohl (Slowakai) geboren und ist von 1935 – 1945 in Prag aufgewachsen. Ab 1946 besuchte sie die Grund- und Fachschule in Magdeburg und erlernte den Beruf einer Kindergärtnerin. Als sie ihren Mann kennenlernte, zog sie 1960 nach Premnitz, weil beide dort Arbeit bekamen. Sie ist zufällig zum Malen gekommen und findet darin Freude, Spaß und Entspannung. Sie belegte Malkurse bei verschiedenen Künstlern und lernte so die Welt mit anderen Augen zu sehen. Sie hat in Kirchen in Berlin und Premnitz ihre Werke präsentiert und will nun mit ihrer ersten Ausstellung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ihr Gesamtwerk zeigen. Es sind Aquarelle, Öl- und Acrylgemälde sowie Kollagen zu sehen. Pastor Gerd Zelmer wird die Andacht halten und die Musik- und Kunstschule tonart e.V. mit ihrer Leiterin Gabriele Knobloch wird die Eröffnung musikalisch umrahmen. Die Ausstellung ist Mo-Fr von 10-16 Uhr und Sa und So sowie an den Feiertagen von 14-16 Uhr geöffnet. Sie wird bis zum 31.07.2016 in der Kirche zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.


Triptychon einer Landschaft

Eröffnung


Umrahmt wurde die Eröffnung der Ausstellung von der Leiterin der Musik- und Kunstschule „tonart e.V.“  Gabriele Knobloch (Violine), Berit Rabe (Violine), Matthias Staiger (Klavier) und Annelie Knobloch (Gesang).

Bei der Eröffnung trat die Leiterin

der Musik- und Kunstschule „tonart e.V.“

Gabriele Knobloch mit ihren Schülern auf



1. Matthias Staiger (Klavier)

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Pastor Gerd Zelmer

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Gabriele Knobloch  (Violine)

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Adele Hentschel

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Matthias Staiger (Klavier)
Gabriele Knobloch (Violine)
Berit Rabe (Violine)
Annelie Knobloch (Gesang)

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Die ausgestellten Gemälde der Künstlerin


Nr. 0



Nr. 1


Nr. 2


Nr. 3



Nr. 4


Nr. 5


Nr. 7


Nr. 8


Nr. 9


Nr. 10


Nr. 11


Nr. 12


Nr. 13


Nr. 14


Nr. 15


Nr. 16


Nr. 17


Nr. 18


Nr. 19


Nr. 20



Nr. 21


Nr. 25


Nr. 26


Nr. 27



Nr. 28


Nr. 29


Nr. 30


Nr. 31




Nr. 32



Nr. 34


Nr. 35


Nr. 36


Nr. 37


Nr. 38


Nr. 39


Nr. 40


Nr. 41


Nr. 42



Nr. 43


Nr. 44


Nr. 45


Nr. 52



Nr.53


Nr. 54


Nr. 55


Nr.56



Nr, 57


Nr. 58


Nr. 60



Nr.61


Nr. 62


Nr. 63



Nr. 64



Nr. 67



Nr. 68



Nr. 69



Nr. 70



Nr. 71



Nr. 72









































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Biografie von Bischof Stephan Bodecker

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Juni 2016 21:06


Der 36. Bischof von Brandenburg Dr. Stephan Bodecker wurde am 15.11.1384 als Sohn eines Böttchers in Rathenow geboren. Seine Mutter war sehr gottesfürchtig. Schon als Kind kannte er die drei Hauptgebete der Christen: Das Vaterunser (Pater noster), Gegrüßet seist du, Maria (Ave Maria) und das apostolische Glaubensbekenntnis (Symbolum Apostolicum). Die Familie lebte aber in recht bescheidenen Verhältnissen. Durch die strenge Erziehung im Elternhaus wählte er den Beruf eines Geistlichen und ging zu den Prämonstratensermönchen. Der Prämonstratenserorden hatte besonders strenge Regeln, die Gehorsam, Keuschheit und persönliche Armut forderten. In der Kirchengeschichte sind sie auch als Augustiner-Regeln bekannt. Der Mönchsorden wurde 1121 gestiftet. Die Bekleidung war eine weiße Kutte.  Der Orden besaß ein gemeinsames Vermögen. Unterkunft fanden die Mönche in ihrem Kloster. Wann Stephan Bodecker in den Orden eingetreten war, ist unbekannt. Er muss aber ein sehr begabtes Ordensmitglied gewesen sein, denn er konnte schon bald ein Universitätsstudium beginnen. Er studierte in Erfurt, Prag und Leipzig Kirchenrecht und schloss das Studium 1412 in Leipzig mit der Promotion (Erlangung der Doktorwürde) ab. In der Erfurter Matrikel (Verzeichnis der Studierenden) vom Jahr 1406 wird sein Heimatort als Rathenow angegeben. Die Matrikel der Prager Universität nennt ihn 1408 Stephanus de Brandenburgensis, was auf die Zugehörigkeit zum Brandenburger Domstift hinweist. Im Herbst 1411 erfolgte seine Immatrikulation (Einschreibung zum Studium) an der Universität Leipzig. Das Domkapitel in Brandenburg schätzte seine wissenschaftliche Ausbildung und erwähnt ihn 1415 als Domherr und bestellte ihn im gleichen Jahr zum Generalvikar (Amtsvertreter des Bischofs). 1417 nahm Dr. Stephan Bodecker an Kirchenvisitationen teil. 1419 wählte man ihn zum Dompropst von Brandenburg und 1421wurde er einstimmig vom Domkapitel zum Bischof von Brandenburg gewählt. Am 21.05. 1422 (Christi Himmelfahrt) erfolgte seine Weihe von Papst Martin V.   Er wurde der 36. Bischof von Brandenburg. Er gehört damit zu den wenigen bürgerlichen Bischöfen seiner Zeit. Er setzte sich sehr für das Hebräischstudium an den Universitäten ein. Er lernte die Sprache bei einem Juden. Er sammelte hebräische Schriften und besaß schließlich 19, darunter eine kostspielige hebräische Bibel und Teile des babylonischen Talmuds. Bischof Stephan Bodecker nahm im Auftrag des Markgrafen Friedrich II. (späteren Kurfürsten) an wichtigen Staatsverhandlungen teil, bei denen er großes diplomatisches Geschick bewies. So schlichtete er 1413 gemeinsam mit dem Bischof von Zeitz einen Streit zwischen dem Erzbischof von Magdeburg und der Stadt Halle.  Auch der brandenburgische Landesherr, Kurfürst Friedrich II., schätzte ihn als Berater. 1427 wirkte Bischof Bodecker mit bei der Vermittlung zwischen den Städten Eberswalde und Brandenburg sowie bei den Verhandlungen zum Frieden zwischen Pommern und Brandenburg. Im Jahre 1440 schlichtete er eine Streitigkeit zwischen den Städten Zerbst und dem Fürsten von Anhalt. 1448 saß er mit zu Gericht über die Stadt Berlin wegen ihrer Empörung gegen Kurfürst Friedrich II.. Durch seine diplomatische Vielseitigkeit und sein politisches Geschick genoss Bischof Bodecker beim Kurfürsten Vertrauen und gewann dessen Unterstützung. Das hinderte ihn aber nicht, sich energisch gegen eine Maßnahme des Kurfürsten Friedrich II. zu wenden. Der Kurfürst hatte am Sabbat, dem 17. 12.1446, Juden töten und vertreiben lassen. Bischof Stephan Bodecker toleriert nicht die Auffassung, dass Fürsten die Juden aus Geldgier und ohne rechtlichen Grund ihrer Güter berauben können oder sie töten lassen können. Er verlangte von den Fürsten die Rückgabe der geraubten Güter und Ländereien. Juden galten im Mittelalter als unvernünftige Tiere. Bischof Bodecker schrieb: "Diese allgemeine Meinung ist ein Irrtum, denn sowohl Juden als andere Ungläubige sind nach dem Abbild Gottes geschaffen und wer einen Juden eigenmächtig tötet, ist des Totschlags schuldig." Das Bistum Brandenburg umfasste 18 Propsteien, nämlich Berlin, Spandau, Strausberg, Bernau, Angermünde, Templin, Zehdenick, Nauen, Rathenow, Friedland, Leitzkau, Zerbst, Wittenberg, Jüterbog, Treuenbrietzen, Belzig, Ziesar und natürlich Brandenburg. Die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse waren schwierig. Es gab die Hussitenkriege. Landfriedensbruch und Wegelagerei waren an der Tagesordnung.  Dass Bischof Bodecker trotz dieser Belastungen sein Amt ausgezeichnet versah, spricht für eine außergewöhnlich starke Persönlichkeit. Er verlangte schon damals, dass die Priester die Volkssprache im Gottesdienst verwenden sollen. Er wollte damit erreichen, dass die Priester sehr eng mit dem Volk verbunden waren. Ihm gebührt damit das Verdienst, die Beichte, das Vaterunser und die Predigt schon 100 Jahre vor Luther in deutscher Sprache eingeführt zu haben und damit dem Volk auch den Gottesdienst verständlich zu machen. 1435/1436 ordnete er an, dass die Eltern ihre Kinder mit Schulbüchern versorgen sollten, damit die Kinder ihre Muttersprache erlernen konnten. Seine Lebensaufgabe sah er darin, " dem bäuerlichen und gemeinen Mann dienlich zu sein." Bischof Bodecker schrieb Kommentare zum Vaterunser, über das Glaubensbekenntnis und die Auslegung der  zehn Gebote in volkstümlicher Form. Darin forderte er zu Liebe und Toleranz besonders zu den Juden auf. Bischof Bodecker verfasste auch ein hebräisches Lexikon. Die Sünden seiner Geistlichen beklagte er: " Indem sie der priesterlichen Heiligung vergessen und obwohl sie im Zölibat leben, scheuen sie sich nicht, die Taufe ihrer Kinder üppig zu feiern, anstatt ihre Sünden zu beweinen. Hernach verloben sie einander ihre Söhne und Töchter und mehren so ihre Unehre." Nach seiner Kirchenvisitation 1417  schrieb er: " Die Nonnen suchten sich, da ihre natürliche Eitelkeit in der einförmigen Tracht keine Befriedigung fand, durch Zierrat und Frisuren zu entschädigen. Wegen ihrer vornehmen Herkunft verschmähten sie die sonst für Nonnen üblichen Handarbeiten. Die vorgeschriebene Kost  - Fleisch und Wein waren nur den Kranken vorbehalten - schien ihnen zu gering." Ihre Neigung zu unerlaubten Ausflügen verhinderte man durch Doppelschlösser an den Türen, sodass die Äbtissin nur gemeinsam mit dem Propst, der den Zweitschlüssel verwaltete, die Klostertore öffnen konnte.
Bischof Bodecker verfasste ein hebräisches Lexikon. Über seine Gelehrsamkeit und sein Wissen äußert er sich bescheiden. Seine Lebensaufgabe sah er darin, "dem bäuerlichen und gemeinen (einfachen) Manne dienlich zu sein."
Kurfürst Friedrich II. versuchte den Ordensstatus des Prämonstratenserdomkapitels in Brandenburg mit dem Recht auf die Bischofswahl auszuschalten und gründete 1447 in Berlin ein eigenes Domstift. Der Umwandlungsversuch des Domkapitels Brandenburg in ein Domstift misslang aber. Bischof Bodecker musste  trotzdem in seinen letzten Lebensjahren seine Residenz Ziesar verlassen und in Berlin präsent sein. Bischof Stephan Bodecker starb am 15.02.1459. Sein Grabstein ist gut erhalten und steht in einer südlichen Seitenkapelle des Brandenburger Doms. Das Relief zeigt ihn in voller Lebensgröße. Die linke Hand stützt sich auf den Bischofsstab. Die rechte Hand hat er zum Zeichen der Macht erhoben. Zu seinen Füßen ist ein Hund abgebildete und darüber befindet sich das Wappen des Bistums, die gekreuzten Schlüssel. Zur linken Seite steht ein Schreibpult, das auf die Gelehrsamkeit des Bischofs hinweist. Die Inschrift lautet: Im Jahre des Herren 1459 am 15. Februar heimging der ehrwürdige Vater in Christo, Herr Stephanus, der 36. Bischof von Brandenburg, dessen Seele in Frieden ruhen möge. Bischof Stefan Bodecker war der bedeutendste Bischof des Bistums Brandenburg.


Grabplatte im Brandenburger Dom

 

Durch seine Klugheit und durch seine tiefe Menschlichkeit hatte er sich ein großes Ansehen beim Papst und beim Kurfürsten erworben. Dass er in Rathenow geboren wurde, freut bis auf den heutigen Tag alle Menschen in der Stadt.  

© Copyright : Dr. Heinz-Walter Knackmuß (23.02.2010)




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Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Juni 2016 20:06


Am 20.06.2016 besuchten die Mitarbeiter der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in Bonn nach einer Fachtagung über die Binnenschifffahrt die Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Die Beamten ließen sich etwas über die Optische Industrie in Rathenow erzählen und bestaunten den Marienaltar im Chorraum und die Kreuzgewölbe im Mittelschiff und in der Marienkapelle. Dann bestiegen sie den Turm und hatten einen herrlichen Blick über das Havelland.
Sie spendeten die Säulensteine Nr. 9983 - 9996 (70,00 €) für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

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Konzerte 2016

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 20. Juni 2016 06:06

1. Festkonzert zur 800-Jahrfeier der Stadt
    Rathenow am 29.05.2016


2.
Musikschulen öffnen Kirchen
    Festkonzert zur 800-Jahrfeier
   der Stadt Rathenow
   05.06.2016



3. Sommerliches Chorkonzert
    19.06.2016



4. Handglockenkonzert
10.07.2016



5. Orgelmusik
27.07.2016



6. Festkonzert mit Jochen Kowalski
09.10.2016


7. Adventskonzert mit Intermezzo
27.11.2016 (1.Advent)



8. Maria durch ein´ Dornwald ging
   Nina Omilian

04.12.2016 (2.Advent)



9. Weihnachtliches Chorkonzert
11.12.2016 (3. Advent)


10. Weihnachtskonzert der
      Rathenower Blasmusikanten

18.12.2016 (4. Advent)

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Sommerliches Chorkonzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche am 19.06.2016

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 19. Juni 2016 21:06



Am Sonntag, den 19.06.2016 gab die Kantorei der Sankt-Marien-Andreas-Kirche Rathenow mit dem Projektorchester der Musik-und Kunstschule Havelland unter Leitung der Kantorin Christiane Görlitz  um 17:00 Uhr ein

"Sommerliches Chorkonzert"

in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. 
Das Sopransolo sang Annett Neumann.

1. Geh aus mein Herz und suche Freud

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2. Lobe lobe den Herrn, meine Seele

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3. Nun danket alle Gott

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4. Album für die Jugend von Robert Schumann

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5. Groß ist der Herr

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6.Lass mich dein sein und bleiben

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7. Kyrie- Sanktus- Osalutaris hostia-Agnus Dei

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8.Morgengebet

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9.Die Nachtigall, sie war entfernt

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10. Amazing Grace

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KMD Prof. Matthias Eisenberg spendete Orgelpfeifen

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 15. Juni 2016 07:06


Der Kirchenmusikdirektor Prof. Matthias Eisenberg trat am 10.06.2016 dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. bei. Nach seinem Orgelkonzert am 29.05.2016 in der Kirche war er fasziniert von diesem Kleinod norddeutscher Backsteinkunst und spendete die sechs Orgelpfeifen (Nr. 211-216) 682,50 €, damit recht bald eine richtige Orgel eingebaut werden kann. Am 11.06.2016 probierte der  Orgelvirtuose die Elektronische Hoffrichterorgel von 2006 in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche und die neue Truhenorgel der Firma Schuke, die seit 2016 als Leihgabe in der  Sankt-Marien-Andreas-Kirche steht. Er sprach sich für den dringenden Wiederaufbau der drei Kreuzgewölbe im Chorraum der Kirche aus. Die drei Kreuzgewölbe gehören nach seiner Meinung einfach wieder in die Kirche. Er hat auch die Vision von einem Benefizkonzert für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Der Förderkreis bedankt sich für die großzügige Spende und freut sich, Prof. Matthias Eisenberg als Mitstreiter für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow an seiner Seite zu haben.




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Kai Ulbricht spendete Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 11. Juni 2016 22:06




Kai Ulbricht aus Berlin feierte am Samstag, den 11.06.2016 im Restaurant "zum Alten Hafen" in Rathenow seinen 40. Geburtstag. Nach dem Essen besuchte er mit seinen Gästen die Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Die Kinder durften  an die alte Glocke auf dem Kirchplatz schlagen und die übrigen Gäste ließen sich bei einer Kirchenführung etwas über die Fenster und den Marienaltar im Chor sowie über die Kreuzgewölbe im Mittelschiff erzählen. Dann ging es auf den Turm, denn es war herrliches Sommerwetter mit blauem Himmel und weißen Wolken. Auf dem Turm glitt der Blick über das Havelland mit dem saftigen Grün und dem vielen Wasser. Auf dem Turm wehte ein angenehmer kühlender Wind. Kai Ulbricht spendete die Säulensteine Nr. 9959 - 9972 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Der Förderkreis bedankt sich für die Spende.

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