Jahresbericht 2014

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 21. Juni 2015 00:07

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Jahresbericht 2014

vom Vorsitzenden des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V.

auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 20.06.2015 in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

1. Begrüßung
Meine sehr verehrten Mitglieder des Förderkreises, liebe Gäste. Ich begrüße Sie herzlich zur Mitgliederversammlung des Förderkreises im Jahr 2015, in dem die Bundesgartenschau auch in Rathenow stattfindet. „Von Dom zu Dom - Das blauen Band der Havel“ so hat man diese erste Bundesgartenschau in Deutschland genannt, die eine ganze Landschaft umfasst und vom Dom in Brandenburg über Rathenow zum Dom in Havelberg geht. In Rathenow, wo es die größte Fläche der Bundesgartenschau gibt, wurde der Optikpark mit einer neuen Weinberg-Brücke über die Havel bis zum Bismarckturm erweitert. Auf dem Weinberg findet man die Weinberg-Kirche und zwischen den alten Bäumen ein blaues Band gespannt, was symbolisch das blaue Band der Havel darstellen soll. Alle Besucher, mit denen ich gesprochen habe, sagten das BUGA-Gelände in Rathenow ist das Schönste. Ich begrüße besonders

Martin Gorholt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Andreas Buchholz, Stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Nauen-Rathenow und geschäftsführender Pfarrer der Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde und Mitglied im Kuratorium des Förderkreises
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Ronald Seeger, Bürgermeister der Stadt Rathenow und Mitglied im Kuratorium des Förderkreises

Prof. Dipl.-Ing. Hans Müller, Mitglied im Kuratorium des Förderkreises

Holger Schiebold, Mitglied des Kreistages und des Kuratoriums des Förderkreises

Besonders herzlich begrüße ich Bert de Poel aus den Niederlanden, der mit seiner Frau Gé extra zu der Mitgliederversammlung von unserer Partnergemeinde in Leek-Oldebert angereist ist.

Beste Nederlandse leden van de Foerderkreis,
Hartelijk welkom hier in de Sankt Marien Andreas kerk in Rathenow.
Ik ben blij dat u bij ons bent, hier in Rathenow. Dit jaar wordt namelijk ook hier de bekende Gartenschau gehouden. Deze wordt in heel Duitsland georganiseerd en heeft een ware bloemenzee naar de stad gebracht.
Er is nu ook een brug over de Havel die het Optikpark verbindt met de Weinberg.
Van veel bezoekers heb in gehoord dat Rathenow de mooiste tuinen van heel Duitsland heeft. De Bundesgartenschau bestrijkt dit jaar voor het eerst de hele regio van Brandenburg tot Havelberg. Rathenow ligt daar midden in.
Nogmaals hartelijk welkom en ik wens u heel veel genoegen bij het bekijken van de bloemenpracht.

Liebe niederländische Mitglieder des Förderkreises,

ich begrüße Sie herzlich hier in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Ich freue mich, dass Sie nach Rathenow gekommen seid, denn wir haben in Rathenow dieses Jahr die  Gartenschau, die für die ganze Bundesrepublik Deutschland gedacht ist und ein Meer von Blumen in die Stadt gebracht hat. Wir haben eine neue Brücke über die Havel bekommen, die den Optikpark mit dem Weinberg verbindet. Alle Besucher haben mir gesagt, dass Rathenow der schönste Teil  der Bundesgartenschau ist. Es ist dieses Jahr das erst Mal, dass eine Bundesgartenschau eine ganze Region umfasst von Brandenburg bis Havelberg und Rathenow ist mitten drin. Herzlich willkommen und viel Freude bei der Blumenpracht.

2. Spenden
Im Hauptfokus der Spendenaktion stand auch 2014 nach wie vor der Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum. Ohne dass wir die Orgel oder andere Dinge des Wiederaufbaus wie eine Heizung aus den Augen verlieren wollen, ist doch der Schwerpunkt unserer Arbeit auf den Wiederaufbau der drei Kreuzgewölbe im Chor gerichtet. Es kam aber doch so, dass alle wichtigen Partner des Wiederaufbaus einschließlich des Architekten Dr. Krekeler erst eine Innenraumkonzeption haben wollten, ehe der Wiederaufbau fortgesetzt werden kann. Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche wird natürlich in erster Hinsicht als Kirche genutzt. Hier finden im Sommer die sonntäglichen Gottesdienste statt. Sehr begehrt ist die Kirche für Trauungen und Taufen. Die Konfirmationen und die Goldenen Konfirmationen finden seit dem Wiederaufbau des Gotteshauses in dieser Kirche statt. Daneben ist die Kirche aber auch begehrt für Konzerte, Ausstellungen und für viele Menschen auch ein Objekt, wo man neue und alte Kunstwerke bestaunen kann. Der Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Kirchenschiff ist eine Kunst- und Baugeschichte für sich. Wir sind froh, dass Dorothea Krüger, die jetzt den „Eine Welt Laden“ übernommen hat, so freundlich ist und mit ihrem Team von Ehrenamtlern die Besucher wochentags in die Kirche lässt. Der Förderkreis mit seinen Mitgliedern öffnet die Kirche nur Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen von 14 -16 Uhr und im Winter (01.11.-30.03) von 14-15 Uhr. Sehr beliebt ist auch eine Besichtigung der Kirche mit Kirchenführung bei Klassentreffen oder anderen Gruppentreffen in der Stadt. Die treusten Besucher sind die Berliner, die sich auch von Wetterunbilden nicht abschrecken lassen und nach Rathenow kommen. Die stündliche Zugverbindung macht´s möglich. Nach Möglichkeit wollen wir auch versuchen, die alten Kronleuchter oder ähnliche Exemplare wieder in die Kirche zu bringen und wenn sie denn leuchten, einen zusätzlichen Lichtbedarf ermitteln lassen mit einem Beleuchtungskonzept, das die Kirche in noch hellerem Licht erstrahlen lässt, das aber auch ermöglicht, die Schrift in den Büchern gut zu lesen. Das soll auch der Inhalt der Konzeption sein, die vom Architekten mit der Gemeinde und dem Denkmalschutz erarbeitet werden soll. Wir bekommen viele Spenden und auch jedes Jahr neue Mitglieder im Förderkreis, was uns sehr erfreut. Eine Spenderin möchte ich besonders erwähnen:

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Pfarrerin Charlotte Kopp aus Berlin-Karow spendete am 12.12. 2014 die Säulensteine Nr. 8648 - 8847 (1000,00 €) für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Ihr verstorbener Mann, Gerhard Kopp, war Pfarrer in Nennhausen und Mitglied der Bruderschaftlichen Leitung im Kirchenkreis Rathenow unter Pfarrer Hartmut Grünbaum. Später arbeitete er im Konsistorium der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg. Er war in Rathenow geboren und aufgewachsen und seine Frau hält im Gedenken an ihren Mann den Kontakt zur Kreisstadt des Havellandes und besuchte am 28.11.2014 die Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Sie hat schon viel für den Wiederaufbau des Gotteshauses gespendet.

Und ich möchte noch eins nicht unerwähnt lassen, das Wichtigste, wir bauen die Kirche zum Lobe Gottes und zu keinem anderen Zweck wieder auf. Ich hoffe, dass eine Umwidmung zur Sparkasse oder Blumenhalle nicht im Plan Gottes steht. Für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum haben wir aktuell bis zum 15.06.2015 9.178 Säulensteine vergeben können, was einen Betrag von 45.890,00 € ergibt. Das ist für mich das Erstaunlichste, dass fast nach 19 Jahren Förderkreis die Spenden ungebremst weiter für den Wiederaufbau der Kirche gehen. Wir Christen sagen ja, das sei Gottes Segen. Andere Menschen nennen das Wunder. Wolfgang Schröder schenkte mir 2014  ein Gemälde von Werner Stump.

3. BUGA
Das Jahr 2014 stand ganz in der Vorbereitung der Bundesgartenschau in Rathenow. Peter Kurth und ich haben 2014 das ganz Jahr über die Kirchenführer für die Bundesgartenschau ausgebildet. Lehrplan war das Buch über die Sankt-Marien-Andreas-Kirche, das ich mit meiner Frau Viola 2011 herausgegeben habe und ein paar Erweiterungen über den Aufbau des Turms und die Barocke Kanzel.

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BUGA-Kirchführerinnen und – kirchenführer
von links: Peter Kurth, Michael Neumann, Doris Lehmann,
Dr. Margit Semmler, Karin Lemme
Barbara Zahn

Die Zeitungen begleiteten diese Ausbildung sehr wohlwollend. Und dadurch gab es einen Kontakt zu Sebastian Haase aus Berlin, der von seinem Urgroßvater Walter Maess aus Rathenow hochauflösende Fotos des Fotografen Hermann Ventzke der barocken Kanzel in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche besaß, die er uns freundlicherweise zur Verfügung stellte. Damit war es möglich alle Heiligen auf er Kanzel und dem Aufgang eindeutig zuzuordnen. Der Architekt Dr. Achim Krekeler hatte bei seiner ersten Konzeption von 2004 eine Position zum Wiederaufbau der barocken Kanzel aufgeführt und hatte dafür 52.000,00 € eingesetzt, wohl wissend, dass das nur eine Merkposten war, ohne die konkreten Kosten schon planen zu können. Nach dem wir die hochauflösenden Fotos hatten, habe ich die Firma „Spazier“ in Wiesenburg gebeten, eine Kostenschätzung zu machen. Die ergab für den Neubau der barocken Kanzel eine Summe von 520.000,00 € ohne die bunte Bemalung der Figuren zu berücksichtigen. Das ist schon eine realistische Zahl, von der wir aber heute nur träumen können, denn andere Aufgaben des Wiederaufbaus haben erst einmal Priorität. Aber für mich war es interessant, dass eine Firma im Land Brandenburg überhaupt in der Lage ist, solche barocken Kunstwerke nachzuschnitzen. Wir waren mit den BUGA-Kirchenführen und vielen Mitgliedern des Förderkreises bei der Orgelfirma Schuke in Werder. Dann haben wir die Firma Golem in Sieversdorf bei Frankfurt/Oder besucht, die die Kreuzrippen und Kappensteine für die Kreuzgewölbe im Kirchenschiff geliefert hatten. Beides waren sehr interessante Ausflüge, bei denen wir viel gelernt haben.

4. Besucher
4.1. Bishöfin a.D. Rosemarie Köhn aus Norwegen

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Vom 23.04.-27.04.2014 besuchte die Bischöfin a. D. Rosemarie Köhn aus Hamar (Norwegen) in Begleitung von Pfarrerin Susanne Sonderbo ihre Geburtsstadt Rathenow für eine paar Tage. In das Gästebuch des Förderkreises schrieb sie: „Es tut gut Rathenow wieder und wieder zu sehen in Frieden und Verträglichkeit.“ Rosemarie Köhn ist die erst Frau im Bischofsamt in Norwegen und die zweite Bischöfin der evangelischen Kirche weltweit gewesen und hat damit Kirchengeschichte geschrieben.

4.2. Prof. Dr. med. Michael Schierack

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Am 14.08.2014 besuchte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Brandenburg, Prof. Dr. Michael Schierack in Begleitung des CDU-Landtagsabgeordneten Dieter Dombrowski die Kirche.

4.3. Staatssekretär Martin Gorholt

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Am 19.08.2014 kam der Staatssekretär Martin Gorholt, vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg in Begleitung des Bundesministers a.D. und Ministerpräsidenten a.D. D. Manfred Stolpe in die Kirche. Dr. Stolpe schrieb in das Gästebuch des Förderkreises: „Das Wunder von Rathenow ist der Wiederaufbau dieser Kirche! Mit Gottes Segen, dem hochaktiven Förderverein mit Dr. Knackmuß an der Spitze, der Bürgerschaft der Stadt und dem Land ist es gelungen, der Gemeinde dieses Gotteshaus wieder zu geben. Herzlichen Dank und frohen Mut zum Weitermachen! Manfred Stolpe “

4.4. Barbara Eschen

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Die Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz e.V., Pfarrerin Barbara Eschen, besuchte am 14.09.2014 die Sankt-Marien-Andreas-Kirche.

5. Ausstellungen

2014 gab es viele Ausstellungen in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Den Auftakt bildete eine Bibel-Ausstellung am 01.02.2014. Die nächste Ausstellung mit Gemälden von Helmut Neitzel hieß „Gott und die Welt“ und wurde am Ostersonntag (20.04.2014) von Pfarrer Buchholz eröffnet. Am 09.06.2014 eröffnete Pfarrer Buchholz die Dauerausstellung „Nachbarn“, wobei das Schicksal der Rathenower Juden vor ihrer Ermordung dargestellt ist. Diese Ausstellung befindet sich jetzt im nördlichen Seitenschiff.

5.1. Bibelausstellung 2014
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Die Bibelausstellung zeigte Bibeln aus aller Welt aus der Sammlung Dr. Knackmuß und war vom 01.02.-06.04.2014 im Chorraum zu sehen.

5.2. Helmut Neitzel „Gott und die Welt“
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Helmut Neitzel gehört zum Rathenower Künstlerkreis „Offenes Atelier“. Seine Bilder sind nicht nur in Rathenow, Potsdam, Ketzin, Schollene, Genthin, Rendsburg, und Celle ausgestellt worden, es gab auch Gemeinschaftsausstellungen mit seinen Werken in Prag, Polen und Japan. Seine Ausstellung „Gott und die Welt“ wurde vom 20.04.2014 – 31.07.2014 im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche gezeigt. Nach der Ausstellung schenkte der Künstler ein Bild, das „Der Traum“ heißt, dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. .

5.3. Nachbarn
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Am 09.06.2014 eröffnete Pfarrer Andreas Buchholz die Dauerausstellung „Nachbarn“, die sich mit dem Schicksal Jüdischer Nachbarn in Rathenow befasst und im südlichen Seitenschiff präsentiert wird.
Es gab natürlich noch andere Ausstellungen, die ich hier nicht weiter erwähnen möchte.

6. Konzerte

Alle Konzerte in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche kann ich hier nicht aufführen.

6.1. Wo wohnt die Liebe?

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Kammersänger Jochen Kowalski gab mit dem Jugen Berliner Barockorchester am 25.05.2014 ein Konzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche mit dem Titel „ Wo wohnt die Liebe?“.

6.2. Abschiedskonzert von Hermann Tressel mit dem Rathenower Frauenchor

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Am 29.06.2014 gab das Förderkreismitglied Hermann Tressel ein Abschiedskonzert mit dem Rathenower Frauenchor in der Kirche. Niemand ahnte, dass er schon todkrank war und fünf Wochen später am 04.08.2014 kurz vor Erreichen seines 84. Lebensjahres starb.

6.3. Gospelchor „Intermezzo“
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Am 20.09.2014 gab Beatrice von Kirn mit dem Gospelchor „Internezzo“ ein Konzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche.

6.3. Don Kosaken
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Am 18.10.2014 gaben die Maxim Kowalew-Don Kosaken ein Konzert, was begeistert von den Rathenowern aufgenommen wurde. Ich stelle ja mache Konzerte ins Internet. Pfarrer Wolf Schöne und ich warteten auf die Ankunft der Don Kosaken, die aber erst sehr spät ankamen. Ich sagte zu Pfarrer Schöne, ich würde jetzt nach Hause fahren, wenn die Don Kosaken kommen, fragen Sie sie, ob ich das Konzert aufzeichnen darf und ins Internet stellen, sonst komme ich nicht. Pfarrer Wolf Schöne rief mich an und sagte mir: “Sie dürfen.“ Ich nahm alles auf und stellte es ins Internet. Es war so gut, dass die Werbeagentur der Don Kosaken von mir die Rechte zur Veröffentlichung erwerben wollten. Sie wollte die Videos selbst vermarkten. Das war nicht viel Geld. Sie haben 100,00 € bezahlt, die ich natürlich sofort dem Förderkreis gespendet habe. „Aber besser als nichts,“ dachte ich mir. Die Akustik in der Kirche ist schon einmalig.

7. Dank
Ich möchte mich bei meinen Mitstreitern im Vorstand und Kuratorium herzlich bedanken für die Unterstützung der Arbeit beim Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, stellvertretend sollen hier der Schatzmeister Wolfgang Krüger und Pfarrer Andreas Buchholz genannt werden. Ganz herzlich möchte ich aber auch den Mitgliedern des Förderkreises danken, die Wochenende für Wochenende bereit stehen, damit die Kirche für die Besucher geöffnet werden kann. Und ganz herzlich möchte ich mich bei Peter Kurth bedanken, der mit mir die Ausbildung der Kirchenführerinnen und Kirchenführer für die Bundesgartenschau gestaltet hat. Es fällt ihm als Lehrer und Schuldirektor natürlich leichter als mir, aber ich glaube wir haben uns gut ergänzt. Ganz herzlich möchte ich mich bei Herrn Dr. Lemle, dem stellvertretenden Bürgermeister und Beigeordneten der Stadt Rathenow bedanken, der es ermöglicht hat, dass wir die Sankt-Marien-Andreas-Kirche zur Bundesgartenschau wie zur Landesgartenschau 2006 auch von 8- 20 Uhr jeden Tag für Besucher geöffnet halten können. Das hat uns sehr geholfen, das Kleinod norddeutscher Backsteinkunst und das Wahrzeichen der Stadt Rathenow richtig zu präsentieren. Bedanken möchte ich mich auch bei allen Spendern, die mit kleinen und großen Scheinen dazu beigetragen haben, dass die Kirche weiter zum Lobe Gottes wieder aufgebaut werden kann. Es ist für mich wie ein Wunder, dass auch 19 Jahre nach Gründung des Förderkreises die Spenden immer noch reichlich fließen. Und wir brauche sie auch noch in Zukunft, da der Wiederaufbau noch lange nicht abgeschlossen ist 69 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

8. Persönliches

In Rathenow leben 20%  Christen. 80 % der Bewohner gehören keiner Konfession an. In der DDR war es mutig, Christ zu sein und auch noch heute ist es mutig gegen den Strom zu schwimmen. Ich bin 2014 70 Jahre alt geworden. Die Beschwerden des Alters gehen auch an mir nicht spurlos vorüber. Ich merke doch, wie die Kräfte nachlassen. Was man in jungen Jahren mit Leichtigkeit und Eleganz erledigen konnte, dauert heute alles etwas länger. Es bleibt so viel zu tun für den Wiederaufbau der Kirche zum Lobe Gottes. Ich bin meiner Frau Viola dankbar, dass sie mein Engagement für den Wiederaufbau der Kirche toleriert und mitträgt. Ihnen, liebe Mitglieder des Förderkreises, danke ich, dass Sie durch Ihren Beitrag die Arbeit des Vorstandes und des Kuratoriums unterstützen. Danken möchte ich aber auch Gott dem Herrn, der mit seinem Segen das Aufbauwerk erst möglich macht. Jesus hat gesagt: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter, darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende. Nachzulesen bei Matthäus 9,37. Das ist eben das Schöne bei der Kirche. Sie garantiert Vollbeschäftigung bis ans Lebensende.

Dr. Heinz-Walter Knackmuß

Jahresbericht 2013

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 21. Juni 2014 20:09

Jahresbericht 2013 des Vorsitzenden Dr. Heinz-Walter Knackmuß auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. am Samstag, den 21.06.2014 um 11:00 Uhr

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1. Begrüßung
Liebe Mitglieder und Freunde des Förderkreises. Ich begrüße Sie zur ordentlichen Mitgliederversammlung in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Ich begrüße besonders herzlich den Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Martin Gorholt, Pfarrer Andreas Buchholz, Prof. Hans Müller, die Mitglieder des Vorstandes und der Kassenprüfungskommission. Seien Sie alle herzlich willkommen.

Die Bundesgartenschau hat 2013 mit unzähligen Beratungen ihre Schatten vorausgeworfen. Sie erinnern sich sicher, dass die Projektentwicklerin Angela Wuschkow dem Kuratorium am 25.05.2013 einen Bericht über die Vorbereitung zur BUGA im kirchlichen Bereich hier gegeben hat. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit waren die Kirchenwege im Havelland. Das ist alles nun in Sack und Tüten, denn es muss ja alles gedruckt und verbreitet werden. Die Weinbergkirche wird das Zentrum der kirchlichen Aktivitäten zur BUGA sein. Aber wenn die Statistiker mit einem täglichen Touristenstrom von 20.000 Menschen allein für Rathenow rechnen, können Sie davon ausgehen, dass auch viele Menschen die Sankt-Marien-Andreas-Kirche besuchen werden.

2. Säulensteine
Die Spenden für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum gehen ungebremst weiter. Wir nähern uns jetzt der Zahl 8000 Säulensteine, die einem Spendenaufkommen von 40.000,00 € entspricht. Und 40 ist ja eine heilige Zahl, wie Sie alle wissen. Natürlich spenden die Menschen nicht nur Säulensteine.

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Thomas Otto (links) kam am 19.04.2013 mit
der Klasse 7c der Bruno-H.-Bürgelschule Rathenow
in die Kirche

Es gibt ja auch Bausteine, Rautenfenster und Stifterbriefe, sodass jeder nach seinem Geschmack ein Spendenbereich für sich finden kann.
Ich möchte mich bei Ihnen und allen kleinen großen Spendern ganz herzlich dafür bedanken. Es ist nicht überall so in der Bundesrepublik, dass die Menschen so viel für ihr Gotteshaus spenden. Manche Gemeinden sind natürlich unermesslich reich, aber davon kann bei uns nicht die Rede sein. Wir freuen uns als Gemeinde, wenn wir keine Schulden haben.

3. Gespräch mit dem Staatssekretär Gorholt
Am 23.07.2013 fand im Kulturministerium in Potsdam ein Gespräch mit dem Staatssekreär Martin Gorholt und seinem Mitarbeiter Stefan Mieth statt, weil der Staatssekretär auf der ordentlichen Mitgliederversammlung 2013 eine Unterstützung des Wiederaufbaus angedeutet hatte. Pfarrer Andreas Buchholz und der Vorsitzende des Förderkreises nahmen an dem Gespräch teil.

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von links: Stefan Mieth, Pfarrer Andreas Buchholz, Staatssekretär Martin Gorholt
und Dr. Heinz-Walter Knackmuß nach dem Gespräch im Büro des Staatssekretärs
( im Hintergrund ein Gemälde von Michael Student)

Dem Staatssekretär und seinem Mitarbeiter waren das Schreiben des Landesamt für Bauen und Verkehr vom 01.09.2008 an die Stadt Rathenow unbekannt, in dem es heißt: “Ihrem Antrag auf Förderung des Daches inkl. Einbeziehung der Dachkonstruktion und Einbau des fehlenden Kreuzgewölbes im Bereich des Mittelschiffes und Chorraumes der St.-Marien-Andreas-Kirche wird ausnahmsweise zugestimmt. Begründung: Grundlage für die Erneuerung des Daches und der Dachkonstruktion ist aus statischen Gründen die Erneuerung des Kreuzgewölbes im Bereich des Mittelschiffes und des Chorraumes…..“ Das war natürlich bedauerlich, denn aus statischen Gründen war schon 2008 dem Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum vom damaligen Landesamt für Bauen und Verkehr eine Zustimmung erteilt worden. Der Staatssekretär teilte am 16.09.2013 mit, dass sowohl das kirchliche Bauamt als auch das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum keine Notwendig sieht, die Kreuzgewölbe wieder aufzubauen. Der Nachweis müsste durch ein statisches Gutachten und durch die Erarbeitung einer Gesamtkonzeption erfolgen. Dieses statische Gutachten lag dem Landesamt für Bauen und Verkehr 2008 schon vor und deshalb hat es so entschieden. Ebenso gab es eine Gesamtkonzeption für den Wiederaufbau und die Nutzung der Sankt-Marien-Andreas-Kirche.“ Unglücklich war an allem der Termin des Gesprächs am 23.07.2013, denn erst am 23.10.2013 konnte das Gespräch mit dem Leiter des Kirchlichen Bauamtes Matthias Hoffman-Tauschwitz, dem Mitarbeiter des Kirchlichen Baumamtes Jürgen Kübart, dem Architekten Dr. Achim Krekeler sowie der Kirchengemeinde und dem Förderkreis geführt werden. Im Protokoll dazu heißt es, dass die Kirchengemeinde die Rekonstruktion des Innenraum wie vor 1945 haben wollte. Dazu sollte ein Innenraumkonzept erarbeitet werden.

4. Neue Treppe
Am 25.05.2013 konnte im Turm eine Metalltreppe für den Aufgang ins Kirchendach errichtet werden. Damit können Kontrolleure ganz einfach die Kreuzgewölbe unter dem Kirchendach besichtigen und ausgewählte Besucher auch mal die Struktur der Kreuzgewölbe von oben betrachten.

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Schlossermeister Lutz Hanisch (oben) und
Heiko Burmeister auf der neue Treppe

5. Besucher

5.1. St. Nikolai in Eilenburg

Es hat uns sehr gefreut, dass eine ganze Gemeindegruppe vom Förderverein zum Wiederaufbau der Evangelischen Stadtkirche St. Nikolai aus Eilenburg e. V. hier in der Kirche war und die wiederaufgebauten Kreuzgewölbe bewundert hat. Die Gemeinde in Eilenburg, die ähnlich wie in Rathenow die Zerstörung ihrer Stadtkirche St. Nikolai noch in den letzten Kriegstagen hinnehmen musste, hatte im Internet über den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe 2010 in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow gelesen und kam nun, um sich das Wunder selbst anzuschauen. Es ist eine herzliche Einladung nach Eilenburg an unsere Gemeinde ergangen. Der Bäckermeister Bernd Holz aus Eilenburg verschenkt in der Vorweihnachtszeit an den Förderverein kleine wohlschmeckende Gewölberippensteine aus Pfefferkuchenteig.

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Am 16.03.2013 war der Vorstand in Rathenow angereist und am 14.09.2013 kamen 45 Gemeindemitglieder zu einem Ausflug nach Rathenow. In Eilenburg hat der Pfarrer Martin Rinckart gewirkt, der durch das Lied „ Nun danket alle Gott“ weltberühmt wurde.

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Martin Rinckart

Nun danket alle Gott
mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut
an uns und allen Enden.

5.2. Toes Pluijter-Hamminga
Zu der jährlichen Mitgliederversammlung im Mai 2013 war Toes Pluijter-Hammiga von unserer Partnergemeinde in Leek angereist.

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Toes-Pluijter Hamminga mit Michael Schönberg

Trotz vieler altersbedingter Krankheiten wollte sie noch einmal nach Rathenow kommen, um sich vom Fortgang des Wiederaufbaus der Kirche persönlich zu überzeugen. Es war doch anstrengend für die 88jährige Toes Pluijter-Hamminga, den weiten Weg und die vielen Begegnungen zu verkraften, aber sie hat sich sehr gefreut.

6. Ausstellungen

Vom 01.04.- 30.06.2013 hat eine Malklasse an der Volkshochschule unter Heidi Lasch ihre Werke in der Kirche unter dem Titel „Farbe ist Leben“ ausgestellt.

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Vom 06.07. - 01.09.2013 waren dann wieder die Rathenower Fotofreunde unter Leitung von Ulrich Nickel mit ihrer Ausstellung „ Rathenow im Wandel der Zeiten“ in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche.

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Vom 07.09.- 03.11.2013 war der Maler Peter Schmidt mit seinen Werken in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Der Titel der Ausstellung hieß „ Die Farben der Heimat“.

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Wie jedes Jahr konnten die Besucher im Advent 2013 (30.11.2013 -19.01.2014) die über 70 Weihnachtskrippen aus der Sammlung Dr. Knackmuß ansehen. Das erste Mal waren parallel dazu 12 Weihnachtskrippen aus der Sammlung in Ketzin ausgestellt. Die Ketziner nahmen Eintritt und schenkten davon dem Förderkreis einen kleinen Ansichtskartenständer, der jetzt am Büchertisch steht.

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Still und leise hatte ich eine kleine Gesangbuchausstellung mit 12 Gesangbüchern in einer Nische der Kirche etabliert. Das Echo war umwerfend. Von allen Seiten wollte man mir Gesangbücher zukommen lassen. Es war ein Übermaß des Guten und ich musste doch in den meisten Fällen dankend ablehnen. Die Kapazitäten in der Kirche sind eben begrenzt.

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7. Konzerte
Die wunderbare Akustik in der Kirche lockt natürlich viele Künstler an. Es gab unzählige Konzerte in der Kirche. Ich möchte nur eins davon besonders nennen, nämlich das Benefizkonzert der Musikschule am 28.08.2013 für die neue Schuke-Orgel. Das Konzert stand unter dem Motto „ Musikschulen öffnen Kirchen“ und fand unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Prof. Dr. Sabine Kunst statt. Dabei kamen 750,00 € für den Wiederaufbau der Schuko-Orgel zusammen, wo für wir herzlich danken.

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Am 26.05.2013 gab das Ensemble Concino unter Leitung von Carmen Dahlke eine Frühlingskonzert und am 07.07.2013 gastierte die Chorvereinigung „ Harmonie“ Hohennauen e. V. unter Leitung von Manfred Dehn im Rahmen des Jahresgottesdienstes für pflegende Angehörige in der Kirche.

8. Internetseite des Förderkreises 2014

Leider wurde die Internetseite des Förderkreises vom Anbieter 1 und 1 abgeschaltet. Es machte viel Mühe die Ursache dafür zu finden. Zu den Beiträgen auf der Internetseite hatten sich unbemerkt 240.000 Kommentare eingeschlichen, die Matthias Fischer in mühevoller Kleinarbeit entfernen musste, denn sie hatten die Internetseite so aufgebläht, dass sie der Anbieter abschalten musste. Matthias Fischer hat dann diese Möglichkeit der Kommentare ausgeschlossen und einen neuen Anbieter gefunden. Leider sind dabei viel Fotos verloren gegangen, die ich nun in einem sehr zeitaufwendigen Verfahren versuche, wieder einzustellen. Für Kontakte der Menschen, die dem Förderkreis etwas mitteilen wollen, stehen fast alle E-Mail-Adressen vom Vorstand in der Internetseite sowie Telefonnummern, sodass das immer möglich ist. Aus solchen Verfahren lernen wir natürlich auch.

9. Dank

Danken möchte ich natürlich dem Vorstand des Förderkreises und dem Kuratorium. Der Schatzmeister Wolfgang Krüger hält das Geld bei der Volksbank Rathenow auf dem Konto des Förderkreises fest und verwaltet es hervorragend. Siegfried Mertin, der Vorstandsvorsitzende und Mitglied im Kuratorium, hilft ihm dabei so gut er kann und er hat uns schon sehr unterstützt. Der Turmaufbau wäre ohne die Unterstützung der Volksbank Rathenow e G zu einem Fiasko geworden. Siegfried Mertin gibt seine Aufgabe als Kuratoriumsmitglied ab und legt sie in jüngere Hände. Vielen Dank für das Engagement und die gute Arbeit. Danken möchte ich auch den anderen Mitgliedern des Vorstandes Axel Teckemeyer, Kerstin Zink-Zimmermann und Gisela Rosenberg. An Christine Ermisch geht ein ganz herzlicher Genesungsgruß. Wir hoffen, dass sie bald wieder gesund wird. Sie hat die Gabe durch ihre Freundlichkeit ganz viele Menschen anzusprechen. Herrn Prof. Müller, der heute den Vortrag über die Marienkapelle gehalten hat und Kuratoriumsmitglied ist, könnte ich immer wieder drücken, weil ich mich so freue, dass er wieder gesund ist. Und Pfarrer Andreas Buchholz danke ich für sein unermütliches Engagement für den Wiederaufbau der Kirche. Mit der Ausstellung über die Jüdischen Nachbarn in Rathenow hat er wieder so einen Glanzpunkt für die Kirche geschaffen. Ich möchte heute meinen Dank an die Mitglieder des Förderkreises damit verbinden, dass es mir immer noch vorkommt wie ein Wunder. 18 Jahre besteht der Förderkreis jetzt und die Menschen spenden nach wie vor für dieses Kleinod norddeutscher Backsteinkunst. Meine Frau und ich waren 2014 in den USA, wo man ja auch sehr wissenschaftsgläubig ist. Für viele Menschen auch bei uns ist die Schöpfung nur Evolution und Gott ein Erfüllungsgehilfe für unsere Wünsche. Dabei kann der Mensch nicht mal einen Grashalm nachbauen. Wer denkt, die Welt sei nur das, was die Wissenschaft beschreibt, geht am richtigen Leben vorbei. Liebe ist eben nicht nur eine Hormonaktivität, Gut und Böse sind eben nicht nur frühkindliche Erziehungsfehler. Jeder der nicht mit Scheuklappen durch die Welt geht, weiß, dass Gott mehr ist. Ich glaube fest daran, dass ohne Gottes Segen dieses Bauwerk nicht so hätte wieder aufgebaut werden können und wir wollen Gott auch weiter um diesen Segen bitten.

Dr. Heinz-Walter Knackmuß

 

Ordentliche Mitgliederversammlung
                                       
                                              21.06.2014

1. Begrüßung Axel-Teckemeyer
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2. Andacht Pfarrer Andreas Buchholz/Kantorin Hanna Seefeld

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3. Grußwort von Staatssekretär Martin Gorholt
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4. Jahresbericht des Vorsitzenden Dr. Heinz-Walter Knackmuß
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5. Bericht des Schatzmeisters Wolfgang Krüger
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6. Bericht der Kassenprüferin Sabine Wille-Bäckhausen
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Jahresbericht 2012

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 25. Mai 2013 18:52


Jahresbericht 2012 des Vorsitzenden des Förderkreises zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V., Dr. Heinz-Walter Knackmuß, gehalten auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Förderkreises am Samstag, den 25.05.2013 um 11:00 Uhr in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

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1. Reihe von untern von links nach rechts
Ehrenbürger von Rathenow Bäckermeister Günter Thonke, Pfarrer Andreas Buchholz, Christine Ermisch, Apothekerin Gertrud Scheele, Gisela Pagel, Marianne Nonnenmacher, Staatssekretär Martin Gorholt, Marcella Rubach mit Enkel, Hartmut Rubach, Eve-Maria Ganzer, Ursula Beer, Viola Knackmuß, Dr. Heinz-Walter Knackmuß

2. Reihe von unten von links nach rechts
Ehrenbürger von Rathenow Klaus Eichler, Gerd Ostermann, Pastorin Christine Wolfram, Luise Freitag, Gisela Rosenberg, Christiane Heise, Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff, Jörg Rowe, Professorin Dr. Karin Heinrich, Christel Stöckmann, Michael Schönberg

3. Reihe von unten von links nach rechts
Dr. Gerhard Semmler, Ehegatte Ribitzki, Waldtraut Ribitzki, Peter Kurth, Jürgen Guthan, Marianne Kempf, Wolfgang Krüger, Direktorin der musikschule Anke Heinsdorff, Christa Eißer

4. Reihe von unten von links nach rechts
Wiltrud Weber, Rosemarie Uhlich, Sylvio Jörn, Hartmut Wengler, Augenoptikermeister Hermann Fischer, Stellv. Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Lemle, Amtsrichter Axel Teckemeyer, Sabine Wernicke, Gisela Richter, Wolfgang Schaaf, Detlef Zirbel, Ehegattin Zirbel

1. Begrüßung
Sehr verehrte Frau Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Martin Gorholt
sehr geehrter Herr Stellv. Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Lemle,
sehr geehrte Herr Pfarrer Buchholz,
liebe Ehrenbürger der Stadt Rathenow Günter Thonke und Klaus Eichler,
liebe Mitglieder des Vorstandes, des Kuratoriums und liebe Mitglieder des Förderkreises,
ich begrüße ganz herzlich die Mitglieder aus den Niederlanden.

Dir Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist das Wahrzeichen und der Mittelpunkt der Stadt Rathenow. Diese Kirche war früher neben dem Rathaus und dem Markt gelegen und liegt immer noch direkt an der Havel und wird auch von denjenigen als „ unsere Kirche“ bezeichnet, die nicht den christlichen Glauben haben. Die Sankt-Marien-Andreas-Kirche ist in ihrer Schönheit auch für die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat wichtig, auch wenn sie durch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg sehr gelitten hat, so ist die Wiederherstellung und der Wiederaufbau eine gefühlsmäßige Sache aller Bewohner. Die Wahrzeichen der Städte wie die Dresdner Frauenkirche, der Kölner Dom, der Michel in Hamburg und viele andere Kirchen werden von den Menschen immer wieder erneuert oder nach Zerstörungen aufgebaut. Wo die Kirche verfällt, verwahrlost auch bald die ganze Stadt.

clip_image004Sankt-Marien-Andreas-Kirche mit neuem Dach

Und deshalb ist es der Mühe wert, sie zu erhalten und etwas in ihr zu machen, was ihrem Geist entspricht. Eine Orgel muss sie haben und Glocken dürfen nicht fehlen. Die Menschen sollen sich in der Kirche zuhause fühlen, sie soll ein Ort des Feierns, des Klagens, der Orientierung, der Meditation, der Gemeinschaft, der Stille und der Musik sein. Als solche Räume werden die Kirchen aufgesucht und sind dann erfüllt und durchwirkt von dem, was in ihnen geschieht. In der Sankt-Marien-Andreas-Kirche gibt es Nahrung für die Seele. Man braucht als Mensch neben dem täglichen Brot auch dieses Brot für die Seele.

2. Begrüßung der Mitglieder aus den Niederlanden

Beste vrienden uit Nederland.
Ik zal het op prijs stellen, wanneer u deelneemt aan de Algemene Vergadering van donateurs van de Sint Marien-Andreas kerk en dat u de lange afstand geen bezwaar zult vinden. Het is voor ons een hele grote eer, dat u de wederopbouw van de kerk ondersteund. Ook willen wij u van harte feliciteren met uw nieuwe Koning Willem-Alexander en Koningin Maxima en hopen dat de twee Monarchen het land succesvol lijven regeren zoals Koningin Beatrix-nu Prinses van Nederland genoemd- het heeft gedaan. Hartelijk welkom in de kerk van Rathenow de Sint Marien-Andreas kerk.

Liebe Freunde aus den Niederlanden,
ich freue mich, dass Sie den weiten Weg nicht gescheut haben, um an der Mitgliederversammlung des Förderkreises teilzunehmen. Es ist für uns in Rathenow eine ganz große Ehre, dass Sie den Wiederaufbau des Gotteshauses unterstützen. Wir gratulieren Ihnen auch herzlich zum neuen König Willem-Alexander und der Königin Máxima und hoffen, dass die beiden Monarchen das Land weiter so erfolgreich regieren wie die Königin Beatrix, die ja jetzt Prinzessin der Niederlande genannt wird, wie wir von Ihnen gelernt haben. Herzlich willkommen in Rathenow in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche.

3. Säulensteine zum Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum

clip_image006Schulklasse aus Nennhausen spendete Säulensteine

Das Jahr 2012 war vom stetigen Bemühen des Förderkreises gekennzeichnet, Geld für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Kirche zu sammeln. Wir habe jetzt über 6000 Säulensteine dafür symbolisch vergeben können. Das entspricht einer Summe von 30.000,00 €. Überrascht wurden wir 2012 durch ein Vermächtnis von Werner Vogel aus Bonn, der am 21.01.2012 im Alter von 93 Jahren gestorben war und uns 50.000,00 € hinterließ. Obwohl ich sehr oft mit ihm telefonierte, denn er war als gebürtiger Rathenower ein profunder Kenner der Stadt vor ihrer Zerstörung und hatte ein fast fotografisches Gedächtnis, hatte er nie so etwas erwähnt. So schmerzlich sein Tod für alle seine Freunde war, konnten wir dadurch dem Ziel des Wiederaufbaus der Kreuzgewölbe im Chorraum ein Stück näher kommen.

4. Einladung in den Bundestag

clip_image008Informationen im Bundesministerium des Inneren

Am 24.05.2012 konnten etliche Mitglieder des Förderkreises auf Einladung des SPD-Fraktionsvorsitzenden des Bundestages, Dr. Frank-Walter Steinmeier, nach Berlin fahren und den Bundestag besuchen. Wir wurden auch über die Arbeit des Bundesinnenministeriums informiert und besuchten die Gedenkstätte-Hohenschönhausen. Auf der Fahrt ging meine Schwiegermutter verloren, die wir aber zum Glück wieder gefunden haben und eine Spreefahrt beschloss den informativen Tag.
5. Bischöfin Rosemarie Köhn besuchte ihre Geburtsstadt

clip_image010Bischöfin Rosamarie Köhn
in der Röntgenstr. 13 in Rathenow

Am 07.04.2012 besuchte die Bischöfin a. D. Rosemarie Köhn aus Hamar in Norwegen ihre Heimatstadt und natürlich kam sie auch in die Sankt-Marien-Andreas-Kirche. „Gott segne die Stadt Rathenow“, schrieb sie in das Gästebuch des Förderkreises. Wir fühlen uns immer sehr geehrt, wenn diese weltberühmte Frau, die ja mit ihrem Wirken protestantische Kirchengeschichte geschrieben hat, Rathenow einen Besuch abstattet.

6. Ausstellungen 2012
Die Rathenower Fotofreunde mit Ulrich Nickel präsentierten vom 09.04. - 31.05.2012 im Chorraum die Ausstellung „Rathenow im Wandel der Zeiten“, die sehr gut angenommen wurde. Ich habe selbst erlebt, dass sich die Rathenower über Details so in den Haaren hatten, dass ich schon dachte, dass ein Schlichter kommen müsste.

clip_image012Sankt-Marien-Andreas-Kirche (Fotomontage)

Eine Ausstellung unter dem Titel Kinder-Kirche-Kirchturmspitze wurde von Ingrid Bargel vom Förderverein Mark Brandenburg e. V. vom 01.07.2012 -30.08.2012 mit Kinderzeichnungen von Kirchen im Chorraum gezeigt. Die Kinder sollten dabei auch selbst Stifte in die Hand nehmen und ihre Kirchen malen. Es war erstaunlich, welche Vielfalt dabei zutage kam. Überrascht wurden Ingrid Bargel und ihrer Mitarbeiter von dem internationalen Besucherstrom in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Besonders erstaunt war man über eine Zeichnung eines Kindes aus Florida, die eine Familie aus den USA bei ihrem Ausstellungsbesuch zurückließ.

clip_image014Kirche gemalt von Jonas

Im Advent gab es dann die Krippenausstellung, die inzwischen über 70 Weihnachtskrippen aus aller Welt vorstellt.

clip_image016Erzgebirgische Weihnachtskrippe aus der Krippenausstellung

7. Konzerte 2012

Bei den Konzerten können nicht alle genannt werden. Das Potsdamer Hornquartett gastierte mit einem anspruchsvollen Programm am 02.09.2012 in der Kirche.

clip_image018Hornquartett in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

Am 15.09.2012 gab es ein Festkonzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche, weil Hermann Tressel mit dem Frauenchor Rathenow sein 60jährige Chorleiterjubiläum feierte. Neben dem Frauenchor Rathenow, sang aus diesem Anlass auch der Burger Volkschor und ein Gesangsensemble aus Schönebeck. Ein wunderschönes Weihnachtskonzert gab der Frauenchor Rathenow unter dem Dirigat von Hermann Tressel am 01.12.2012 in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche.

clip_image020Frauenchor Rathenow beim Weihnachtskonzert 2012

Der Gospelchor Intermezzo unter der Leitung von Beatrice von Kirn gab am 15.12.2012 ein turbulentes Weihnachtskonzert und spendete von den Einnahmen 466 € für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum.

clip_image022Gospelchor Intermezzo
beim Weihnachtskonzert in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

Im Dezember 2012 war es doch empfindlich kalt und wir hoffen, dass Pfarrer Andreas Buchholz recht bald die Pläne für eine Heizung realisieren kann, denn gerade in der Adventszeit ist die Sankt-Marien-Andreas-Kirche von vielen Chören als Plattform begehrt und vielleicht ist es dann auch einmal möglich, das Weihnachtsoratorium hier aufzuführen.

8. Dank

Dank zu sagen ist wie immer meinen Mitstreitern im Vorstand und im Kuratorium, wobei ich Wolfgang Krüger als Schatzmeister besonders loben will, denn er hat die Hauptlast der Arbeit hinter den Kulissen zu tragen. Die Verwaltung der Gelder, das Ausdrucken der Urkunden, die Kommunikation mit den Mitgliedern und den Behörden. Alles läuft über ihn. Es ist gut, dass er jetzt zu Hause ist und seine Computerkenntnisse vielen schon aus der Patsche geholfen haben. Ohne Computer, das muss man auch sagen, wäre das nicht zu schaffen. Ich möchte mich auch bei Wolfgang Gegusch aus Berlin bedanken, mit dessen Hilfe wir jetzt kleine Filmsequenzen ins Internet stellen können, was die Internetseite des Förderkreises sehr belebt hat. Pfarrer Buchholz hat durch sein Engagement für den Wiederaufbau des Gotteshauses den geistlichen Hut auf. Die Menschen zu bewegen, in die Kirche zu kommen und auch hier ein Stück “Zu Hause” und “Heimat” zu erleben, ist sein Verdienst. Ich denke da nur an den Biker-Gottesdienst.

Dank sagen möchte ich auch allen großen und kleinen Spendern. Wir können über das Spendenaufkommen nicht klagen. Viele Menschen arbeiten daran, dass die Sankt-Marien-Andreas-Kirche zum Lobe Gottes wiederaufgebaut werden kann.

 

 

Andacht 

Pfarrer Andreas Buchholz


Pfarrer Andreas Buchholz stellte seine Andacht unter das Bibelwort: „Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft.“ (Jesaja 40) und meinte, die Kirchen seien Orte der Erfrischung.

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Grußwortder Bundestagsabgeordneten

Andrea Voßhoff (CDU)

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Video

 

 

Grußwort des

Staatssekretärs für Wissenschaft, Forschung und

Kultur im Land Brandenburg

Martin Gorholt (SPD)


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Video

 

Grußwort des Stellvertretenden Bürgermeisters

der Stadt Rathenow

Dr. Hans-Jürgen Lemle


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Video

Jaarverslag 2011

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 5. April 2013 10:06


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Deutsch

JAARVERSLAG 2011                                                                    

Van de voorzitter donatiefonds tot wederopbouw van de Sint Marien-Andreas kerk in Rathenow Dr. Heinz-Walter Knackmuß, gehouden op de gewone algemene ledenvergadering van donateurs op 22 september 2012 om 9.00 uur in de Sint Marien-Andreas kerk in Rathenow.

1. BEGROETING

Beste leden van het donatiefonds.

Geachte mevrouw Andrea Voßhoff, lid van de Bondsdag, Geachte Burgemeester Ronald Seeger, Geachte Dominee Andreas Buchholz,

Beste Duitse en Nederlandse donateurs van het donatiefonds.

Ik groet ook zeer hartelijk de leden van het College der Curatoren, Raad van Bestuur en de nieuwe kascontroleurs Mevrouw Sabine Wille-Bäckhausen en Sylvio Jörn

Het Curatorencollege die hier heden zijn n.l.

· Kringsvergaderingsafgevaardigde Holger Schiebold

· Prof. Ing. Hans Müller

Beste vrienden uit Nederland

Hartelijk welkom u als donateur voor de restauratie en wederopbouw van de Sint-Marien-Andreas kerk in Rathenow.

Het donatiefonds heeft nu 12 leden uit Nederland en daar zijn wij zeer verheugd over.

Nadat in 2010 de kruisgewelven in het middenschip van de kerk gerestaureerd zijn en in 2011 de nieuwe ramen zijn geplaatst in de Marienkapel en het dak van de Andreaskapel vernieuwd is, concentreren wij met al onze mogelijkheden tot de opbouw van de drie Kruisgewelven in het koorruimte die-God de Vader de Zoon en de Heilige Geest- symboliseren.

De verbouwing van die Kruisgewelven is derhalve dan ook zeer dringend gewenst, daar de evenwichtsleer(zorgen dat de krachten aan weerszijden gelijk blijven) dit eenvoudig vereist en zonder kruisgewelven er scheuren ontstaan in de zijwanden van de kerk.

Ik dank jullie bijzonder hartelijk, dat jullie met de jaarlijkse donatie ons doel steunen en hopen dat wij allen de kerk, verder mogen opbouwen ter ere van God.

Hartelijk dank.

2. TEGENWOORDIGE TIJD

De geschiedenis van deze stad en haar inwoners wordt ook zichtbaar in de Sint Marien-Andreas kerk.

Heden ter dage is alles niet zo eenvoudig, zij omvat immers ook alles wat vroeger is geweest. In het verleden was de wereld voor de mensen als een kunstwerk van God. De aarde was naar zijn Goddelijk plan gebouwd en de maten, getallen en het gewicht was door zijn schepping geordend. De mensen erkennen Gods zichtbare en onzichtbare werken. De kerken waren daar een zwakke weerspiegeling van de Goddelijke heerlijkheid.

Het Christendom leeft en het geloof in de opstanding en daarom zijn de christelijke kerken een weerspiegeling van het ”Hemelse Jeruzalem” De kerken voeren de mensen tot het Goddelijk licht, de kerkbouw symboliseert de eeuwige harmonie van de getallen in de kosmos.

Met de Sint Marien-Andreas kerk bezitten wij een unieke getuigenis van het geloof van vorige generaties. Wanneer wij de boodschap om te bouwen willen begrijpen, moeten wij daar helder over zijn, dat door verbouwen en oorlogszuchtig vernielzucht veel van de oorspronkelijke bedoelingen van de bouwer en de eerste kunstenaars niet meer voorhanden zijn.

Sommige onderdelen laten zich reconstrueren, maar sommige onderdelen zijn voor eeuwig verloren of het blijft raadselachtig hoe het is geweest.

Met God was het licht in de wereld gekomen en wanneer wij de Sint Marien-Andreas kerk passeren komen wij vanuit het donkere westen, waar de zon ondergaat, langs de vier stergewelven, die de mensheid symboliseert en komen dan tot God, die wordt vertegenwoordigd door de drie kruisgewelven in het koorruimte afgebeeld met een overvloed aan licht, zo dat de gemeente nauwelijks de dominee kan onderscheiden.

Vele symbolen begeleiden ons in de kerk op de weg naar God.

3. VOORGEVEL RENOVATIE

Nadat in 2010 de kruisgewelven in het kerkschip met giften van de Sponsorvereniging van € 250.000,- voor bijna € 1.000.000,- werden herbouwd werd het noodzakelijk de voorgevel te restaureren en de kruisgewelven in de Marienkapel en de dakrenovatie van de Andreas kapel en zo ook de ramen te vernieuwen.

€ 120.000,- aan giften moest van de kerkgemeente ingezameld worden, daar de hele restauratie € 240.000,- bedraagt.

Dat was een grote werkinspanning voor de sponsorvereniging, maar het is ons gelukt het geld voor de restauratie bijeen te brengen.

Op 22 maart 2011 is men begonnen met gevelonderzoek in de Sint-Marien-Andreas kerk. Gedurende deze plechtigheid overreikte de staatssecretaris van het ministerie in de Wetenschap, onderzoek en Cultuur van de deelstaat Brandenburg-Martin Gorholt, een gift van € 80.000,- uit de Staatskerkencontract aan Ds. Andreas Buchholz.

De gevels van het kerkschip waren dringend toe aan restauratie.

Op woensdag 13 juli 2011 begonnen de steigerbouwers van de Fa. Wegner uit Osterburg met de opbouw hiervan voor de gevelrestauratie.

Hoewel het geld nog niet voor de restauratie van de gevels is gereserveerd, wist architect Stephan Winkler ons toch te helpen om eerst het bovenste gedeelte zover te restaureren, dat het onderste deel later met een eenvoudiger systeem gerestaureerd zou kunnen worden.

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4. OPENING VAN DE PORTALEN

In het noorden het Gotische portaal en in het zuiden het Romeinse portaal.

Zes en zestig jaar na de tweede wereldoorlog, met zijn verschrikkelijke verwoestingen van het Godshuis, zijn de beide mooie toegangsdeuren, die tot het oudste deel van de kerk behoren weer terug en kunnen nu als nooduitgang gebruikt worden.

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Romeinse portaal

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Gotische portaal

5. DE KRUISGEWELVEN IN DE MARIENKAPEL

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In 2011 konden ook de kruisgewelven in de Marienkapel voor € 40.000,- door de Firma

Roland Schulze weer gerestaureerd worden.

Deze kruisgewelven zijn door de sponsorvereniging voor 100% gefinancierd.

Daarmee is weer een klein gedeelte van de oorlogssanering voltooid.

Het was voor de gemeente een grote vreugde, dat ook dit deel van de kerk weer opgebouwd kon

worden.

Er ontbreken nu alleen nog de drie kruisgewelven in het koorruimte, die God de Vader, de Zoon en

de Heilige Geest als de drie Heilige eenheid symboliseren.

Helaas mochten wij de wanden niet voorzien van een mooie heldere verflaag.

Er kunnen bezwaren optreden, omdat het een beschermd monument is. Dat is jammer, maar de

ruimte wordt nu gebruikt als stilte ruimte voor gebeden van bezoekers.

6. DE ANDREASKAPEL
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Het dak van de Andreaskapel was jarenlang lek en het water dreigde reeds de verkregen kruisgewelven te vernielen.

Ook het dak kon in 2011 gerestaureerd worden en door de firma Neils-Eiszer kon een nieuwe Tempelierskruis vervaardigd worden, waarbij de steenhouwer Christian Eiszer het ontwerp vervaardigde en zijn broer de steenhouwer Rolf het steenhouwerswerk uitvoerde.

Het Tempelierskruis werd uit één stuks Pirnaïschem zandsteen gehouwen door Rolf Eiszer. Beide kapellen zijn nu weer prima in orde, waar de gemeente zeer verheugd over is.

Onder de vloer van de Andreaskapel vonden wij een groot aantal sierstenen, die een geweldige verborgen schat vertegenwoordigen.

7. DE VENSTERS

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Bijna alle vensters in het schip van de kerk worden voorzien van gefacetteerd geslepen 5 mm dik Goetheglas van de Fa Tanja Schölzel uit Berlijn.

De scheidende architect heeft helaas beschermingsdraadglas voor de ramen in de aanbesteding meegenomen.

Na vele onderhandelingen met Tanja Schölzel konden wij de prachtige gefacetteerde ramen uit vijf mm dik Goetheglas plaatsen, een soort kogelvrijglas waarvan de buitenste oppervlak voor het menselijk oog onzichtbaar gegolfd zijn.

Met deze nieuwe ramen heeft de kerk een mooie uitstraling gekregen, die zowel van binnen als van buiten een prachtig beeld geeft van het geheel.

8. BEZOEKERS
De Ministerpresident van de deelstaat Brandenburg Matthias Platzeck bezocht op 23 augustus 2011 de Sint Marien-Andreas kerk en liet zich in een klein uurtje rond leiden door de kerk en toren. Zijn bezoek was ook een grote waardering van hem voor het werk van de sponsorvereniging tot wederopbouw van de kerk.

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Op 13 september 2011 bezocht de SPP bondsfractie voorzitter Dr. Frank-Walter Steinmeier twee uren lang de kerk en de toren en was zéér verrast over de resultaten van de restauratie van de kruisgewelven in het kerkschip.

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9. TENTOONSTELLINGEN

Van 01 mei tot 31 augustus 2011 werd in de Sint Marien-Andreas kerk de fototentoonstelling van Axel Teckemeyer gepresenteerd met als titel “Puur Natuur” waarbij prachtige foto’s van bloemen en dieren - vanuit het Havellandse landschap, de bezoekers in hoge mate boeiden.

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Op initiatief van Axel Teckemeyer lieten de Rathenower fotovrienden van 09 september tot 31 oktober 2011 foto’s zien met als titel ”Kerken in de Wereld”.

Het was een zéér mooie tentoonstelling met indrukwekkende beelden van kerken, hoofdzakelijk in Europa.

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In de Adventstijd werden zoals elk jaar weer een Kribbententoonstelling gehouden in het koorruimte.

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10. CONCERTEN

Natuurlijk waren er ook vele concerten in de Sint Marien-Andreas kerk.

Ik wil graag de aandacht vestigen op twee concerten.

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1 In het kader van de 11 koorfeesten van de Brandenburgische koorverenigingen waren er op 21 mei 2011 vele beroemde koren te beluisteren in de kerk.

Het was een streling voor het oor.

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Op 28 mei 2011 was de wereldster Jochen Kowalski met een concert in de Sint Marien-Andreas kerk.

Zijn moeder is in de Sint Marien-Andreas kerk gedoopt, als lidmaat bevestigd en getrouwd in de kerk.

Het concert was een groot succes en de contratenor Jochen Kowalski doneerde na aftrek van alle kosten en verplichtingen € 3.600,- voor de restauratie van de kerk.

11. DIVERSEN

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Op 1 september 2011 werd door mij een verzoek ingediend om de Bisschop Rosemarie Köhn uit Hamar, Noorwegen op ereburgerschap van de stad Rathenow te benoemen.

Rosemarie Köhn is op 20-10-1939 in Rathenow geboren en is hier ook opgeleid.

Ze is een wereldberoemde vrouw, want ze was de tweede vrouw in het episcopaat van 450 miljoen christenen op aarde.

Haar vader was een Rathenowse handelaar in optische gereedschap en is zo in Noorwegen terecht gekomen, waar hij zijn vrouw leerde kennen.

Daardoor heeft zij een nauwe band door de optiek met de optische industrie van de stad Rathenow. In 2011 mochten we haar naam in het ereboek van de stad Rathenow inschrijven.

Bij haar bezoek in 2011 in Rathenow schreef zij in het gastenboek van de donateursvereniging:

" Beste donateurs van de vereniging.

Het is heel mooi te vernemen dat de kerk weer wordt gerestaureerd. Ik kan mij nog herinneren, hoe de kerk destijds in brand stond. Mijn moeder zei altijd: dat daarmee de hoop verdwijnt.

Het is goed, dat het teken van hoop weer terug is."

De bisschop Rosamarie Köhn komt ieder jaar naar Rathenow en heeft in 2012 met Pasen de stad Rathenow gezegend. Zij is sinds 06 november 2009 lid van de donateursvereniging en ondersteund de wederopbouw zo goed als zij kan. Zij is zeer ziek geweest en heeft meerdere beroertes overleeft. Het is voor ons natuurlijk een grote eer, wanneer de bijna 73 jarige dame haar geboortestad Rathenow bezoekt.

12. DANKZEGGING

Ik wil graag alle leden van het donatiefonds ook dit jaar bijzonder hartelijk danken dat zij met geld en verbondenheid de kerk ondersteunen tot wederopbouw.

Ook dank ik het bestuur en het college van curatoren voor het vele werk dat zij verrichten.

De beherende predikant Ds. Andreas Buchholz draagt in liefdevolle waardigheid daarin bij tot de restauratie van de kerk.

Veel waardering is er voor de penningmeester, die op voortreffelijke wijze het geld zorgvuldig bewaakt en administratief de zaak prima in orde heeft voor de kascontroleurs, de Volksbank Rathenow en de inspecteur van belastingen, zodat zij geen bezwaren en aanmerkingen kunnen maken.

Ook heel veel dank voor alle kleine en grote giften en Roswitha Pieritz, die dagelijks toezicht houdt in de kerk en vele bezoekers rondleidt. De leden van de donateursvereniging die in de weekenden en feestdagen toezicht houden op de kerk, geldt eveneens mijn dank.

Er zijn natuurlijk ook mensen, die zonder lid te zijn van de donateursvereniging, zich daarvoor beschikbaar stellen. Ook deze mensen worden hartelijk bedankt.

Maar het meeste willen we toch God danken, dat hij ons de kracht en de volharding schenkt, het werk voor de wederopbouw van de kerk te kunnen uitoefenen en dat zonder Gods zegen er niets gebeurd in de wereld.

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vertaald door Bert de Poel

Grußwort des Staatssekretärs Martin Gorholt am 18.06.2011

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 23. Juni 2011 08:31


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Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Martin Gorholt (SPD) sprach ein Grußwort zur Mitgliederversammlung des Förderkreises.

Andacht von Pfarrer Buchholz am 18.06.2011

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 23. Juni 2011 08:16


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Pfarrer Andreas Buchholz ging in seiner Andacht noch einmal auf den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegsgeschichte mit dem 17. Juni 1953 in Rathenow ein. Es war alles schlimm, was bei diesen Auseinandersetzungen Menschen anderen Menschen angetan haben. Den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche sieht er deshalb auch als tätige Reue an. Sicher soll man nicht vergessen, was Krieg und kriegerische Auseinandersetzungen bedeuten. Aber es muss auch eine Vergebung unter den Menschen stattfinden. 15 Jahre Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche sind ein deutlich sichtbarer Weg der Versöhnung und ein Weg zum Frieden zwischen den Menschen und den Völkern.

Jaarverslag 2010

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 18. Juni 2011 14:27


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Jaarverslag 2010

Voorzitter van de sponsorgroep voor de wederopbouw van Sankt Marien Andreas Kerk in Rathenow e.V.
Dr. Heinz-Walter Knackmuss.
Gehouden op de jaarlijkse algemene vergadering van de sympathiserende ledenkring, op 18 juni 2011 om 13:00 uur, in de Sankt Marien Andreas Kerk in Rathenow.

 


Geachte leden van de sponsorgroep, geachte mevrouw Voßhoff, geachte heer secretaris Gorholt, geachte burgemeester Seeger, geachte dominee Buchholz.


1. Reconstructie van het gewelf.
De reconstructie van het gewelf in 2010 was het meest belangrijke project voor de Sankt Marien Andreas kerk welke is begonnen in 2009. Deze moest onderbroken worden door de strenge winter en de bouwactiviteiten konden pas worden voortgezet in het voorjaar. Wat is ontstaan, overtrof al mijn verwachtingen. De stergewelven van het kerkschip zijn 65 jaar na vernietiging weer hersteld. Ze zijn tot Gods glorie opnieuw opgebouwd en bijzonder mooi geworden. De camouflages van de werken werden in 2010 zichtbaar gemaakt.

2. Renovatie van de dakconstructie en de nieuwe dakbedekking met vlakke dakpannen.
De nieuwe dakbedekking met vlakke dakpannen kon worden voltooid in 2009. De versterking van de dakconstructie duurde nog tot 2010. Op 27 juni 2010 om 10.00 uur kon in een feestelijke dienst de inwijding van de nieuwe vier sterrengewelven en de boog van het dak gevierd worden in de Sankt Marien Andreas Kerk. Aanwezig waren de plaatsvervangend District Administrateur Roger Lewandowski, opzichter van de kerkwijk Nauen-Rathenow, Thomas Tutzschke, architect Dr. Achim Krekeler, Roland Schulze van de Monumentenzorg en de meester-timmerman Gerhard Rühlicke.


3. Stenen pilaren.
Rathenow was bedekt met sneeuw. Het was lange tijd niet zo’n koude en besneeuwde winter geweest. Twaalf februari 2010 om 14:00 uur begon de fondswerving voor de wederopbouw van het gewelf in het koor van de kerk. Het was bitter koud in de kerk (- 6° C) toen predikant Andreas Buchholz de kleine gemeenschap in het koor welkom heette. Er waren maar een paar mensen samengekomen om hier aandacht aan te schenken. De burgemeester Roland Seeger en dr. Hans-Dieter Kriewitz uit Berlijn waren er en zoals ik al zei een zeer kleine gemeenschap. Maar het is het begin van het nieuwe grote project van de wederopbouw van de kerk tot eer van God. We geven in ruil voor een donatie van € 5,00 een document betreffende de adoptie van een steen voor de zes kolommen in de koorruimte. Tot op heden werden er ongeveer 1.500 zuilstenen geadopteerd. Dit leverde € 7.500,00 op. Derde vernieling van de website van de sponsor-groep en herbouw bij een andere provider. Op 21 oktober 2010 was de site van de sponsor-groep niet langer beschikbaar.  De onderhandelingen met de provider waren moeilijk en leidde uiteindelijk tot wisseling van de providers, welke zeer persoonlijke ideeën had over de ondersteuning van gebruikers, prijsstelling, over de opslag van gegevens en over de wijze waarop de bezoeker met de exploitanten contact zou moeten hebben. Sinds 17 december 2010 zijn we bij een nieuwe provider met zeer lage kosten en met een nieuwe naam: www.rathenow-fks.org en ik wil graag Matthias Fischer uit Rathenow hartelijk bedanken voor advies en ondersteuning in deze moeilijke tijd. Matthias Fischer had ook de oude website altijd klaar met zijn expertise en hielp me bij de eerste stappen bij de constructie van de oude en de nieuwe website. Aangezien bijna alle gegevens op mijn computer stonden, en de penningmeester en ik zelfs enkele gegevens uit Google cache gered hebben, is het nu niet zo veel werk, de in vier jaar ontwikkelde website van de sponsorgroep weer te vullen en de huidige gebeurtenissen uiteraard parallel te stellen. De herinvoering van de oude data is nog niet afgerond. Hoe belangrijk het internet is, kan worden afgeleid uit het feit dat we dankzij de nieuwe website in 2011 een sponsor in Graz (Oostenrijk) hebben kunnen verwelkomen.

4. Dank
Eerst willen we God danken voor zijn zegeningen en ondersteuning. Ik had niet gedacht dat we € 250.000,00 zouden krijgen voor de wederopbouw van het dak en het gewelf samen, maar toch is dit dankzij geweldige donaties gelukt. Ik wil alle grote en kleine donateurs bedanken. Dan, grote dank aan de architect en zijn medewerker Dr. Krekeler en de architect Rüdiger Liedtke, maar ook Roland Schulze van de architectonische instandhouding Potsdam, die danken we voor de prachtige gewelf. Ik zou ook graag de Raad van Bestuur willen bedanken voor hun steun. Vanuit het bestuur heeft de penningmeester Wolfgang Krueger een zware last gedragen, het aantal van 227 leden van de sponsorgroep is erg mooi, maar het betekent ook een behoorlijke hoeveelheid werk. Namens het College wil ik dominee Andreas Buchholz, die intens is toegewijd aan de belangen van de Sankt Marien Andreas Kerk en niet moe is van het ondersteunen van de activiteiten van de sponsors hartelijk bedanken. Ik zou ook graag de Volksbank Rathenow e.G. willen bedanken, die de donaties beheert en ook de heer Mertin, die ons goed adviseerde, want dankzij hem hebben we geen geld verloren. Ik kan de Volksbank niet genoeg prijzen, want het is echt een bank, die de belangen van de burgers vertegenwoordigt. De gezamenlijke aanpak is gewoon anders dan bij andere banken. Een groot compliment wil ik de pers te maken. Zonder de Märkische Allgemeine Zeitung en de Westhavelländer, en de journalist Bernd Geske, zou het succes van de steungroep niet zo groot zijn. Ik dank de kranten van de regio die vanaf de start van de herbouw van de kerk van de Sankt Marien Andreas Kerk met hun verslaggeving steun hebben verleend aan de wederopbouw.

5. Nieuwe leden in 2010
We konden 2010 beginnen met dertig nieuwe sponsors. Dit zijn meer dan in enig voorgaand jaar. We zijn blij dat in het jaar 2010 ook jongere sponsorleden toetraden, dit wijst op de vitaliteit van onze gemeenschap die werkt aan de wederopbouw van de kerk. Bert de Poel zou ik graag van harte bedanken voor zijn inzet voor de werving van leden van de Nederlandse partner gemeenschap. In 2010 konden we 20 jaar kerkenpartnerschap Nederland-Duitsland vieren en er waren veel leden uit Nederland naar Rathenow gekomen. Pastor Uwe Eisentraut van Rathenow had in 1990 een brief geschreven aan de Nederlandse Protestantse Kerk met het verzoek om contact te zoeken. In de Nederlandse kerkleiding was er een Oost-Europa Commissie, die stuurde deze brief aan de gemeente Leek. Sindsdien zijn er onderlinge contacten. Om het jaar gaat een groep van Sankt Marien Andreas Kerk Gemeente Rathenow naar Leek. In 2010 kwamen er van 24 - 26 september commissieleden van de Protestantse Gemeente Leek-Oldebert naar de twintigste verjaardag van Rathenow. Ook Predikant Leo Krispijn uit Tolbert was aanwezig. Op zondag vierden beide gemeenten een dienst in de Sankt Marien Andreas Kerk. Rick Berkhof overhandigde namens de Nederlandse gasten als geschenk een bijbel met gezangen. De Nederlandse leden van de gemeenschap waren onder de indruk van de nieuw gebouwde kruisgewelven in het schip en van de unieke akoestiek van de kerk. Zeven bezoekers van de Nederlandse partnergemeenschap werden sponsor voor de wederopbouw van de Sankt Marien Andreas Kerk in Rathenow, dus totaal zijn er negen Nederlandse sponsors, met inbegrip van de predikant Leo Krispijn, die verklaarde dat hij graag wilde helpen de kerk te herbouwen tot lof van God. 65 jaar vrede in Duitsland en Nederland is het grootste geschenk van God. Beide gemeenschappen werden verenigd.
Beste Nederlandse leden,

Ik begroet jullie van harte op onze algemene vergadering.

Welkom Uke Osinga en Bert de Poel. Beste Bert, ik dank je dat je in 2010 zeven leden van Leek en Tolbert geworven hebt. Ik hoop, dat jullie hier een fijne tijd hebben. Wij komen in September naar Leek. Breng de hartelijke groeten over van Rathenow mee naar de andere leden van de kerk in Leek.

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Bert de Poel en Uke Osinga

 

6. Tentoonstellingen
In 2010 waren er drie tentoonstellingen in de koorruimte van de Sankt Marien Andreas Kerk in Rathenow.
1. Van 19 juni 2010 – 20 augustus 2010 “ Wonderen van de schepping” van Birgit Barthel. (Foto Tentoonstelling: Bomen en hun gezichten), de tentoonstelling werd goed ontvangen, het gaf een heel andere visie op de natuur en vooral de bomen, omdat Birgit Barthel een zeer begaafd kunstenares is.
2. Van 1 september 2010 – 31 oktober 2010 Erika Guthjahr, werken van ereburgers van de stad Rathenow. Het was een verkooptentoonstelling, die bracht ons wat geld op. We hebben al vele exposities van werken van ereburgers hier afgebeeld, maar nooit werden er zo veel foto's van haar verkocht.
3. Kerststallen tentoonstelling van 2e Advent 2010 met meer dan 60 kerststallen uit de hele wereld.

7. Concerten 2010
Op 30 juni 2010 gaf de muziekschool Rathenow hun afsluit concert in de Sankt Marien Andreas Kerk. De akoestiek is behoorlijk uniek, die alle luisteraars bevestigden.
Op 18 augustus 2010 gaf het Berlijnse Jeugd Koor o.l.v. dirigent Konrad Winkler een concert in de kerk.

8. Vooruitzichten 2011
Laten we nog eens naar de volgende projecten kijken. In 2011 worden de Kruisgewelven in de Mariakapel herbouwd. De sponsoren dienen dit bedrag tot 100% in 2011 over te nemen, en in 2011 worden ook de gevels van de zijbeuken, met inbegrip van het gerestaureerde venster gesaneerd. Dit kost € 200.000,-, waarbij de sponsoren € 80.000,- zullen bijdragen.

Financieringsplan voor de gevelrenovatie van het kerkschip

Subsidies

Totaal

Staatskerk- Brandenburg overeenkomst

€ 80.000,-

Sponsors voor de wederopbouw van Sankt Marien Andreas Kerk in Rathenow e.V.

€ 80.000,-

Landskerk

€ 20.000,-

Kerkgemeenschap Nauen-Rathenow

€ 20.000,-

Totaal

€ 200.000,-

De inzamelingsactie voor de wederopbouw van het gewelf in het koor loopt door. We zijn blij met de gulheid van de mensen in de stad Rathenow en in heel Duitsland. Het zal enige tijd duren voordat de financiering van de wederopbouw van het kruisgewelven zal worden gerealiseerd. De geschatte budget bedraagt ​​een half miljoen euro, maar de reis is het doel, en we hebben goede ervaringen met deze routes tot nu toe en ik hoop dat God zal blijven begeleiden met zijn zegen.

Laat me afsluiten met een woord van de Zwitserse theoloog Hans Urs von Balthasar:

"Als je niet eerst wil luisteren naar God, heeft de wereld niets te zeggen. Hij zal zich om de onmacht en uitputting van velen bekommeren en daarbij het enige nodige missen. Hij zal liegen over sommige dingen, om deze verwaarlozing te rechtvaardigen of te vergeten“.

Vertaling Bert de Poel

Jahresbericht 2002

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 25. Februar 2011 14:03
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Der Turm der Sankt-Marien-Andreas-Kirche,
als Wahrzeichen der Stadt Rathenow
und als städtebauliche Dominate
ist seit 2002 wieder aufgebaut

 

Bericht des Vorsitzenden des Förderkreises über das Jahr 2002 in der Mitgliederversammlung am 14. 06.2003 in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow

Begrüßung

1. Bundesverkehrsminister Dr. Manfred Stolpe (entschuldigt)

2. Bundestagsabgeordnete Andrea Vosshoff und Dr. Margit Spielmann (entschuldigt)

3. Ministerpräsident des Landes Brandenburg Matthias Platzeck

4. Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowski und Manfred Lenz

5. Landrat Dr. Burkhard Schröder

6. Kreistagspräsident Peter Weisner

7. Mitglieder des Kuratoriums

Ronald Seeger, Bürgermeister der Stadt Rathenow

Siegfried Mertin, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Rathenow e G

Erika Guthjahr, Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow

Andreas Buchholz, Geschäftsführender Pfarrer (entschuldigt)
Dipl.-Ing. Wolfram Bleis, Architekt

Herbert Bauer

Ganz besonders herzlich begrüße ich das Förderkreismitglied Toes Pluijter aus unserer Partnergemeinde in den Niederlanden.

Ebenso herzlich begrüße ich die sehr aktiven Mitglieder Inge und Wolfgang Schröder aus Wetter.

Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. feierte am 15. September 2002 sein sechsjähriges Bestehen.

177 –180 Mitglieder gehören dem Förderkreis an. Es sind natürlich viele alte Menschen und so müssen wir auch für das Jahr 2002 vier Todesfälle beklagen. Ich bitte Sie, sich zum Totengedenken der Mitglieder von Ihren Plätzen zu erheben.

1. Wolfgang Gruner, Berlin

2. Werner Kegler, Steinen

3. Joachim-Friedrich Weyrauch, Bad Harzburg

4. Elfriede Müller,Henningsdorf

Grußwort Ministerpräsident Matthias Platzeck

Grußwort Toes Pluijter

Grußwort des Bundesverkehrsministers (Teckemeyer)

Das ganze letzte Jahr 2002 war immer noch geprägt von der Vollendung des Turms. Die Hubschrauberaktionen mit dem spektakulären Aufsetzen der Turmspitze war der Höhepunkt der äußeren Vollendung des Turmwiederaufbaus. Danach ging es sofort mit den Innenarbeiten weiter. Die Elektrik musste installiert werden. Gleichzeitig Treppen und Treppengeländer zur Aussichtsplattform errichtet werden usw. Die letzten Arbeiten am Turm sind erst im Frühjahr 2003 vollendet worden. Die erste Freigabe für die Öffentlichkeit mit Ausnahmeregelung am Tag der Deutschen Einheit 2002 bescherte Besucherrekorde und lange Warteschlangen. Alle Rathenower wollten ihren Turm wieder in Besitz nehmen und die wunderbare Rundsicht über das schöne Havelland genießen. Es ist en herrlicher Anblick der Stadt und man sieht von oben erst, wie viel Wasser die Stadt umgibt.

Am 26.April 2002 feiert Essilor-Rathenow sein zehnjähriges Bestehen in der Stadt. Aus diesem Anlass überreichte die Firma dem Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e.V. eine Spende von 2000,00 €. Rathenow als Stadt der Optik hat sich natürlich sehr gefreut, dass gerade dieser internationale optische Konzern ein Unternehmen in Rathenow eröffnete und damit für 150 Menschen eine Beschäftigung schuf. Mineralische Brillengläser von Essilor-International werden hauptsächlich in Kanada, den USA und Westeuropa vertrieben. Damit steht dieser Betriebsteil auch in guter Rathenower Tradition, denn bis 1945 reichten die Handelsbeziehungen der optischen Industrie Rathenows weit über Europa hinaus.

Johann Heinrich August Duncker, Pfarrer an der Sankt-Marien-Andreas-Kirche und Begründer der optischen Industrie in Rathenow, hat mit seiner physikalischen Begabung und der Erfindung der Vielschleifmaschine vor über 200 Jahren den Menschen eine bessere Existenz ermöglicht und sie in Lohn und Brot gebracht. Er konnte nicht ahnen, dass er damit den Grundstein für den Reichtum der Stadt über viele Jahre legte. Mit der Spende von Essilor-Rathenow für den Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche schließt sich der Kreis wieder zum Pfarrer Johann Heinrich August Duncker, der in dieser Kirche gewirkt hat.

Am 25.06.2002 Türkenglocke wurde repariert in Rathenow feierlich in Empfang genommen

Sie ist die älteste Glocke aus Bronze und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Sie wird Türkenglocke genannt, wie alle Glocken, die aus dem Jahre 1400 stammen. Die Benennung verdanken sie den Eroberungskriegen der Türken um 1400. Die Türken schickten sich damals an über den Balkan Europa zu erobern. Der Sultan Bajazeth, den man mit Beinamen, Jildirim, (Blitz), nannte, zog mit 20.000 Janitscharen (bekehrte Christen) als Kerntruppe und 100.000 Soldaten nach Europa. Die vereinten europäischen Christenheere unterlagen in einer Schlacht im Jahre 1396. Der Sultan ließ 10.000 Gefangene umbringen. Nach der Schlacht waren die europäischen Christen dem Heer des Sultans schutzlos ausgeliefert. Da erkrankte Sultan Bajazeth an Gicht, die seine Arme und Beine unbeweglich machten. Er befahl den Rückzug seines Heers und die europäische Christenheit feierte die Rettung des christlichen Abendlandes als ein Wunder Gottes. Alle Glocken die im Jahre 1400 zur Errettung vor den türkischen Eroberern aus Dankbarkeit in Deutschland gestiftet wurden, nannte man deshalb Türkenglocken. Die Inschrift dieser Glocke lautet:

AVE MARIA. O REX GLORIAE, VENI CUM PACE. (Gegrüßet seist du Maria. O König der Herrlichkeit, komme mit Frieden.) Zwischen den Worten sind auf der Umschrift immer Lilien als Zeichen der Reinheit der Gottesmutter zu sehen. Hinter dem AVE MARIA ist die Kreuzigung Jesu dargestellt. Am 20. Februar 1944 wurde sie aus Rathenow abgeholt und sollte zu Kanonen eingeschmolzen werden. Aber die Kriegsereignisse waren so dramatisch, dass es zu ihrer Einschmelzung nicht mehr kam. Pfarrer Detert fand sie in einem Glockensammellager in Hamburg wieder. Am 29. Juni 1952 konnte die Gemeinde sie bei einem feierlichen Gottesdienst in der alten noch voller Trümmer liegenden Kirche wieder in Empfang nehmen. Am 18. Oktober 2001 wurde die inzwischen schadhaft gewordenen Glocke zur Reparatur nach Nördlingen (Bayern) gebracht und wurde in einem Festgottesdienst am 29. Juni 2002 wieder mit den zwei neuen Bronzeglocken der Sankt-Marien-Andreas-Kirche feierlich ein. An dem Festgottesdienst zur Einweihung des neuen Glockengeläuts mit den Bronzeglocken nahm der Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Matthias Platzeck teil.

50 Jahre nach der notdürftigen Inbetriebnahme der zerstörten Kirche tönt der Ton der alten Türkenglocke nun wieder über der Stadt und ruft die Gläubigen zum Gebet und zum Gottesdienst.

Inge Schröder hat für die Marienkapelle 400,00 Euro gespendet.

Inge Schröder hatte die Idee, neben der Marien-Skulptur, die ihr Mann dem Förderkreis gestiftet hat auch einen Heiligen Andreas für die Andreas-Kapelle dem Förderkreis zu schenken. Der Holzschnitzer Heinz Mühl aus Rathenow war bei dem Vorhaben behilflich und ich bitte Inge Schröder aus Witten die Andreas-Skulptur zu übergeben und ein paar Worte zu ihren Beweggründen zu sprechen.

 

19.04.2002 Grundsatzgespräch des Vorsitzenden des Förderkreises Dr. Heinz-Walter Knackmuß mit dem geschäftsführenden Pfarrer Andreas Buchholz über den weiteren Aufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

Vom 1. August bis Ende September 2002 wurde vom Förderkreis in der Rathenower Filiale der Mittelbrandenburgischen Sparkasse eine Bibelausstellung zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow präsentiert. Es wurden überwiegend christliche Bibeln präsentiert aber auch eine Thora-Rolle und ein Koran. Die Ausstellung wurde sehr gut angenommen. Vor allen Dingen die lokale Presse hat wochenlang über die Bibelausstellung berichtet.

Am 13.10.2002 wurde die Erstsendung des ORB-Films „Rathenow ganz oben“ über den Wiederaufbau des Turms der Sankt-Marien-Andreas-Kirche als Neuproduktion ausgestrahlt. Lothar Keil hatte das Drehbuch dazu geschrieben und die Pfarrer Kübler und Buchholz, die Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow und Zeitzeugin der Zerstörung und des Wiederaufbaus, Erika Guthjahr, den Architekten Wolfram Bleis und viele andere Rathenower oder Besucher der Stadt, wie Gundis Friege, die eine Ausstellung im Chorraum mit Kreuzzeichen hatte, vor die Kamera gelockt und eine künstlerisch sehr wertvolle Filmsendung geschaffen. Das digitale Masterband wurde dem Förderkreis übergeben und seither dürfen wir die Kopien des Bandes gegen eine Mindestspende von 20,00 Euro abgeben. Es wird besonders gern als Geschenk für alte Rathenower, die nicht mehr in der Stadt wohnen, mitgenommen und hat sich als echter Renner erwiesen. Das Faszinierende an dem Videoband ist die Darstellung des Charmes einer brandenburgischen Kleinstadt - im Grün gelegen und von reichlich Wasser umgeben, mit der alten Kirche als Mittelpunkt. Erst durch den Film ist vielen Rathenowern bewusst geworden, wie schön ihre Heimatstadt ist. Eine sehr persönliche Erfahrung habe ich bei den Dreharbeiten zu diesem Film auch gemacht. Als Schauspieler wäre ich nicht geeignet. 10 x die selbe Szene, bis alles richtig ist und alle Versprecher raus sind und dann ruft der Regisseur an, wir müssen alles noch einmal machen, der Ton war gestört. Das ist nichts für mich, aber was tut man nicht alles für einen guten Zweck.

Am 13. Mai 2003 wurde diese Sendung im neu gegründeten RBB (Rundfunk Berlin Brandenburg) wiederholt. Viele konnten sich die schöne Sendung noch einmal ansehen.

Wem ist noch zu danken. Natürlich den Förderkreismitgliedern und ganz vielen Menschen, die durch ihre kleinen Spenden dazu beigetragen haben, dass der Kredit von 100.000,00 Euro so schnell getilgt werden kann. Es sind bisher 70.000,00 € gesammelt worden und zur Kredittilgung verwendet worden. Ich hätte nie gedacht, dass das so schnell gehen würde. Wir haben nichts gegen große Spenden, aber die waren im letzten Jahr nicht so reichlich, dafür aber viele Menschen, die die Freude am Wiederaufbau der Kirche zum Lobe Gottes und insbesondere das Wiedererstellen des Wahrzeichens der Stadt, den Kirchturm, mitgetragen und begleitet haben.

Ich möchte hier auch dem Vorstand und insbesondere Wolfgang Krüger dem neuen Schatzmeister für seinen Fleiß und sein Engagement danken und auch Gisela Rosenberg, die ihm im Anfang sehr bei der Einarbeitung in die Buchführung sehr geholfen hat und bis zum heutigen Tag mit Rat und Tat und wirklicher aktiver Hilfe zur Seite steht. Ich habe es sehr angenehm empfunden, dass der Übergang der erprobten umsichtigen Schatzmeisterin auf eine jüngere Generation so nahtlos verlief. Es war ja auch eine Umstellung von eine echten Buchführung auf Papier auf ein elektronisches System mit Computer und Homebanking. Alles ist reibungslos und einvernehmlich gelaufen, wobei ich es auch gut fand, dass Frau Rosenberg im Vorstand an den Geschicken des Förderkreises weiterhin aktiv teilnimmt.

Aber auch Axel Teckemeyer möchte ich für seine Arbeit herzlich danken. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Zeit und Kraft es kostet, Mitglieder für die Aufsicht während der Öffnungszeiten der Kirche zu gewinnen und Monat für Monat den Dienstplan dafür zu erstellen. Frau Christine Ermisch hat uns besonders mit ihrer engen Bindung zum Bürgermeister und vielen unkomplizierten und unbürokratischen Wegvereinfachung bei vielen Dingen, die den Förderkreis betrafen, geholfen. Auch ihr ein herzliches Dankeschön.

Den Mitgliedern des Kuratoriums danke ich für die Hilfe im Jahr 2002 und natürlich noch einmal Siegfried Mertin, dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Rathenow, ohne dessen Unterstützung der Turm heute nicht vollendet dastände. Ich möchte aber auch dem Landrat, dem Bürgermeister Ronald Seeger, Herbert Bauer und Erika Guthjahr, der Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow, für den unermüdlichen Einsatz danken.

An erster Stelle will ich aber Gott Dank sagen für seinen Segen und die Begleitung des Wiederaufbaus und hoffen, dass wir auch den Innenausbau des Schiffs mit seiner Unterstützung vollenden können.

Jahresbericht 2000

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 17. Februar 2011 08:51

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Gott ist Liebe
Letztes Fenster im Chorraum
eingesetzt 08.09.2000
Bericht des Vorsitzenden,
Dr. Heinz-Walter Knackmuß
auf der ordentlichen Mitgliederversammlung
am 8. September
2001
in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

Liebe Mitglieder des Förderkreises, liebe Gäste,

der diesjährige Jahresbericht über das Jahr 2000 fällt mit der Fertigstellung des Turmes der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zusammen. Der Bau konnte für 1,25 Millionen € (Euro) zum Lobe Gottes am 8. September. 2001 vollendet werden. Der Wiederaufbau der Kirche ist für die Menschen in dieser Region ein Zeichen von Hoffnung. Die Kirche ist eben nicht nur ein Denkmal, sondern auch ein sichtbares Zeichen für Gottes Nähe und Gottes Segen. Die Menschen in der Stadt Rathenow haben mit ihrer Schaffenskraft, Vitalität, Kreativität gezeigt, dass auch nach 12 Jahren Nazidiktatur und 45 Jahre Kommunismus der Gemeinsinn nicht verschüttet gegangen ist. Er ist nach wie vor vorhanden. Es gab nach 1990 schwierige Lebensumstände in Rathenow. Es wollten zwar alle die Einheit, aber keiner wusste, was ihn erwarten würde. Trotz der großen Arbeitslosigkeit in der Stadt und im Umland waren viele Menschen am Wiederaufbau der Kirche beteiligt. Lassen Sie mich deshalb heute zunächst einmal Gott dank sagen für seine Begleitung des Bauwerkes und dass er mit seinem Segen geholfen hat, den Teil dieses Gotteshauses und das Wahrzeichen der Stadt Rathenow wieder aufzubauen. Dankbarkeit ist die Erinnerung des Herzens und so will ich einigen Mitglieder des Förderkreises heute besonders danken, die beim Aufbau mitgewirkt haben:

Ministerpräsidenten Dr. Manfred Stolpe
Landrat Dr. Burkhard Schröder
Bürgermeister Hans-Jürgen Lünser
Pfarrer Hans-Dieter Kübler
Gemeindekirchenrat mit seinen Förderkreismitgliedern
Erika Guthjahr, die Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow
Herbert Bauer
Siegfried Mertin
Wolfram Bleis
die Vorstandmitglieder des Förderkreises, an erster Stelle die Schatzmeisterin Gisela Rosenberg

Die vielen Menschen, die an den Wochenenden die Aufsicht in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche führten. Ich möchte auch den vielen kleinen und großen Sponsoren Dank sagen, wie Charlotte Nitschke oder Wolfgang Schröder, der am 5. Mai 2000 in der Ruhrfesthalle in Herdecke in Nordrhein-Westfalen eine Benefizgala zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow zu seinem 60. Geburtstag mit großem finanziellen Erfolg gab. Am 28.05.2000 fand die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau des Turms in luftigen 35 m Höhe mit dem Ministerpräsidenten Dr. Manfred Stolpe, dem Bürgermeister ,Hans-Jürgen Lünser, dem Geschäftsführenden Pfarrer, Andreas Buchholz, und dem Vorsitzenden des Förderkreises statt. Dabei wurde von mir der Segensvers aus Amos 9,11 zitiert :”Zur selbigen Zeit will ich die zerfallne Hütte Davids wieder aufrichten und ihre Lücken verzäunen und was abgebrochen ist, wieder aufrichten und will sie bauen, wie sie vor Zeiten gewesen ist .“ Ich denke, diese Worte, die auf den Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem und auf den Wiederaufbau der Stadt Jerusalem nach der Babylonischen Gefangenschaft der Juden aufgeschrieben wurden, passen so recht für die Sankt-Marien-Andreas-Kirche und die Stadt Rathenow. Heute ist nun ein wichtiger Bauabschnitt fertig geworden, worüber große Freude herrscht. Das ganze Jahr 2000 hindurch wurden in dem Chorraum ein Vielzahl von Ausstellungen gezeigt, die viele Menschen in die Kirche lockten. Die bedeutendste Ausstellung ,die im Jahr 2000 im Chorraum gezeigt wurde, war eine Gemäldepräsentation von privaten Leihgebern zum 40. Todestag von Georg Penning. Frau Guthjahr hatte diese Ausstellung in vielen Absprachen mit den Leihgebern akribisch vorbereitet und sie fand auch ein großes Echo in der Stadt. Am 01. Oktober 2000 konnte ein Festgottesdienst in der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zur Einweihung der Chorfenster gefeiert werden. Der Künstler Gerhard Henschel hat mit der Glasfirma aus Blönsdorf zusammen das Werk über vier Jahre hindurch zum Lobe Gottes geschaffen. Vielen Besuchern habe ich inzwischen die Fenster im Chorraum erläutern dürfen und fast alle sind angetan von dem Reichtum des göttlichen Wortes, das hier in Bildern zum Ausdruck gebracht wurde. Das Leben der Menschen versteht sich nicht von selbst, weder Herkunft noch Zukunft, weder Sinn noch Ziel ihres Lebens. Es braucht ein Verständnisschlüssel. Christen finden diesen Schlüssel in den Erfahrungen, die das Volk Israel im Laufe seiner Geschichte mit Gott machte und in den Erfahrungen gläubiger Menschen mit Jesus. Sie sind in der Bibel festgehalten. Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow möchte Gott danken, dass auch im Jahr 2000 nach Christi Geburt das Buch des lebendigen Gottes wieder ein Stück weiter gelesen werden kann. In der Sankt-Marien-Andreas-Kirche sind die Fenster mit ihren Bildern, die Bausteine des Turms und vieles andere wie eine Buch des Lebens zu lesen. “Gott ist Liebe”, so heißt das kleinste Chorfenster gestiftet von der Glaswerkstatt in Blönsdorf. Und das lässt uns hoffen, dass Gott uns die Kraft und den Segen schenkt, den Wiederaufbau fortzuführen, denn ohne die Liebe wären wir nur ein tönend Erz oder ein klingende Schelle (1. Korinther 13,1) .Wir haben jetzt über 56 Jahre Frieden in Deutschland. Mögen die Glocken der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Zukunft den Frieden auf dieser Erde verkünden. Der Weg des Wiederaufbaus der Kirche konnte gegen Kleinmut, Ängstlichkeit und Besserwisserei nur im Frieden, in Geduld und maßvoll von einer Vision zur Wirklichkeit gegangen werden. Möge Gott uns eine friedliche Zukunft im Haus Europa schenken. Gott segne uns und die Stadt Rathenow.

Jahresbericht 1997

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 17. Februar 2011 08:02


 

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Ruine des Chorraumes 1990

Jahresbericht 1997

des Vorsitzenden Dr. Heinz-Walter Knackmuß,
bei der ordentlichen Mitgliederversammlung

am 18.10.1998

im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche

Sehr verehrte Mitglieder und Freunde des Förderkreises,

Pfarrer Jürgen Baruth hat bei seinem Weggang ins Gästebuch des Förderkreises für die Sankt-Marien-Andreas-Kirche folgendes Psalmwort eingetragen:

”Wenn der Herr nicht das Haus baut, so bauen umsonst die Bauleute” (Psalm 127,1).

Dort, wo wir wohnen, liegt ja im Norden die Prignitz und im Süden der Fläming. Und wie in einer Schale reicht das Havelland von Berlin bis nach Sachsen-Anhalt. Saatgrüne Felder begrüßen den Reisenden, der von Berlin kommt, und im Westen wird es von hohen Wäldern eingehüllt. Mittendrin liegt Ribbeck mit seinem alten Birnbaum, der durch Fontanes Gedicht so berühmt wurde. Von den Rhinower Bergen wird der Blick in das Land mit einem samtenen Blau freigegeben. Dort hat Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche gemacht. Steht man auf dem Turm der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in der Kreisstadt Rathenow, schlängelt sich das silberne Band der Havel durch Wiesen, Felder und kleine Dörfer, wo ackernde Bauern und weidende Herden von der Nahrhaftigkeit der Landschaft künden. Gestalten aus der vieltausendjährigen Vergangenheit werden in der Phantasie der Kinder geboren durch Erzählungen der Frauen und Männer, die Geschehnisse, Sagen, Märchen und Geschichten weitertragen, und so wird aus Traum wesenhafte Wirklichkeit. Das ist das Havelland

Am 15. September 1998 war der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche gerade zwei Jahre alt. Wenn ich bedenke, dass damals eine kleine Schar von wenigen Menschen zusammensaß, um den Förderkreis zu gründen, so ist die Ausstrahlung doch erheblich. Der Förderkreis zählt heute 134 Mitglieder nicht nur aus Rathenow, nein aus der ganzen Bundesrepublik, von Sylt bis München und von Köln bis Berlin haben sich Menschen gefunden, die den Aufbau unterstützen wollen. Neben dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Manfred Stolpe, der heute seine wohlverdiente Urlaubsreise angetreten hat und einen Gruß übermitteln ließ, gehören der Berliner Kabarettist, Wolfgang Gruner und die Bestsellerautorin Ilse Gräfin von Bredow dem Förderkreis an. Wenn Sie im Eingangsbereich ein Bild der Ruine des Chorraums sehen können, so wie sie noch 1992 bestand, ist das alles eine erstaunliche Leistung.

Ich möchte heute die Gelegenheit wahrnehmen und mich bei den vielen Bürgern der Stadt

Rathenow bedanken für die Unterstützung, die der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas- Kirche erhalten hat. Zuerst natürlich den 131 Mitglieder Dank für ihren Beitrag und manche Anregung. Die Mitgliedschaft im Förderkreis bindet die Menschen dieser Stadt zusammen.

Dann möchte ich mich bei den Mitgliedern des Vorstandes des Förderkreises bedanken, besonders bei der Schatzmeisterin, Gisela Rosenberg, bei der Schriftführerin Christine Ermisch, bei Axel Teckemeyer und bei Sigrid Eisentraut.

Der Landrat Dr. Burkhard Schröder, der Mitglied im Kuratorium ist, hat sich besonders um finanzielle Zuwendungen von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse erfolgreich bemüht. Wir haben 1997 3.000,00 DM als Spende bekommen.

Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank, Siegfried Mertin, ist als Kuratoriumsmitglied behilflich gewesen, dass dem Förderkreis von der Volksbank für ein Fenster im Chorraum 15.000,00 DM zur Verfügung gestellt werden konnten.

Aber auch Herbert Bauer hat mit der Idee zum Hafenfest ein neues Volksfest in Rathenow geschaffen. 1997 sind dabei über 7000,00 DM zusammengekommen. Viele Vorbereitungsgespräche und Verhandlungen zur Organisation des Hafenfestes, die Herbert Bauer dabei geführt hat, haben den Erfolg des Hafenfestes garantiert Die Zeit und die Energie, die er dafür aufwendete möchte ich besonders hervorheben.

Der Bürgermeister der Stadt Rathenow hat sich als Kuratoriumsmitglied eingesetzt, um dem Bauwerk das Gelingen zu garantieren. Besonders danke ich ihm für die zahlreichen Gespräche und Verhandlungen zum Wiederaufbau des Turms. Durch seine Initiative konnte eine 80 %ige Förderung über Bundes-und Landesmittel beantragt werden.

Erika Guthjahr, die Ehrenbürgerin der Stadt Rathenow, und Mitglied des Kuratoriums, ist sehr aktiv und hat uns schon sehr geholfen, sei es bei der Ausstellung im Vorraum zur Geschichte dieser Kirche oder bei der Mitgliederwerbung.

Aber auch die hier ansässigen Firmen haben keine Gelegenheit ausgelassen, um mit Spenden den Wiederaufbau des Gotteshauses zur Ehre Gottes zu befördern. Ebenso gab es eine Vielzahl von privaten Spenden, die ich nicht alle aufzählen kann. Den Spendern sei aber nichtsdestoweniger Dank. Beispielhaft möchte ich einige Spenden nennen:

1000,00 DM von der Firma Deichsel,

4050,00 DM von den Rohwer-Ingenieuren

4430,00 DM vom Äskulap-Klub beim Ärzteball

3050,00 DM für eine Spende von der Firma Fürstenberg anlässlich des Geschäftsjubiläums,

2000,00 DM von Pharmazierrat Werner Galys von der Neustadt-Apotheke,

1455,00 DM anlässlich des 70. Geburtstags von Klaus-Dietrich Bersiner sen.

1500,00 DM bei der Neueröffnung des Architektenrbüros Euen und

2341,00 DM bei der Neueröffnung der Tischlerfirma Laudon..

Neben den Musiken, die hier seit Jahren stattfinden, ist mit der Ausstellung im Eingangsbereich und mit der Rosenau-Ausstellung im Chorraum im Jahre 1998 ein neues Kapitel in dieser alten, ehrwürdigen Kirche aufgeschlagen worden

Die Sankt-Marien-Andreas Kirche erweist sich damit einmal mehr als ein religiöses und kulturelles Zentrum der Stadt Rathenow.

1997 konnte der Zeltgottesdienst am 13.07.1997 und die anschließende Mitgliederversammlung in Anwesenheit des Ministerpräsidenten sowie der Besuch des Ministerpräsidenten zur Einweihung des ersten Chorraumfensters als zwei markante Höhepunkte für den Förderkreis angesehen werden. Der Ministerpräsident hatte schon bei der Mitgliederversammlung auf die Bedeutung des Wiederaufbaus der Kirche als ein Zeichen für Wachstum, Prosperität und Hoffnung für die gesamte Region, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist, hingewiesen. Der Wiederaufbau der Kirche hat damit eine Signalfunktion für die gesamte Region.

Die Fertigstellung des Chorraumes mit Fenstern, Fußboden und Heizung sowie der Durchbruch zum Hauptschiff stellten den Schwerpunkt der Wiederaufbaumaßnahmen für 1997 dar.

Am 1. September 1997 fand die erste Sitzung des Gemeindekirchenrates im frisch mit einem Betonfußboden ausgegossen Chorraum statt. Damit wurde der Chorraum noch vor der endgültigen Fertigstellung erstmals nach 52 Jahren wieder als kirchlicher Raum genutzt. Ein Chorkonzert am 21. September 1997 machte den Chorraum für die gesamte Bevölkerung zugänglich. Durch die Fenster des Chors und dem wieder geöffneten Zugang drang eine Lichtfülle in das Kirchenschiff, wie es die Nachkriegsgeneration noch nie gesehen hatte.

Am 12.12.1997 war in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Stolpe das erste Fenster “Mose vor dem brennenden Dornbusch” im Chorraum provisorisch eingesetzt worden. Es wurde wieder herausgenommen, weil an allen Fenstern zuerst die äußere Schutzverglasung angebracht werden musste. Das Bild erzählt, wie Gott einen Menschen in seinen Dienst ruft. Mose will nicht recht und sucht allerlei Hinderungsgründe. Er könne nicht gut reden, er wisse nicht, was er dem Pharao sagen solle usw. Gott zu dienen ist nicht leicht. Es bedeutet Ärger, Schwierigkeiten und viel Kraft. Gott findet aber immer Wege zu den Menschen, um sie in seinen Dienst zu nehmen.

In Israel gibt es einen Strauch, der ätherische Öle absondert, die sich durch die starke Sonneneinstrahlung manchmal entzünden und brennen können. Kleine Flammen züngeln dann über dem Busch, der den Eindruck hinterlässt, als würde er brennen, ohne selbst zu verbrennen. Der Künstler hat dieses Bild von den züngelnden Flammen aufgenommen, die das ganze Fenster von unten nach oben beherrschen. Inzwischen sind vier Fenster vorhanden und die Arbeiten gehen zügig weiter. Das letzte Fenster “Geöffnetes Kreuz” wurde erst am 16.10.1998 eingesetzt. Ein deutlich sichtbares Zeichen für Leben und Aufbau für alle Menschen in der Stadt.

Der Bauausschuss der Rathenower Kirchengemeinde war in der Rostocker Petrikirche, die einen neuen Turm erhalten hat. Natürlich viel höher und teurer. Wir haben uns von dort manche Anregung für die Arbeitsweise mitgebracht. Die Turmspitze soll in Rathenow mit Kupfer eingedeckt werden. Ich schlage Ihnen vor, dass die einzelnen Kupferplatten mit 250,00 DM von Sponsoren gekauft werden. Die Kupfertafelspender sollen dann, wie auch die der Spender für die Fenster im Chorraum, auf einer Tafel in der Kirche öffentlich bekannt gemacht werden. Ich denke, dass ist seit dem Mittelalter in allen Kirchen guter Brauch gewesen und wir wollen nun auch in diese Tradition eintreten.

Wenn alle Verhandlungen mit Fördermitteln erfolgreich verlaufen soll der Turm in seiner alten Form im Jahr 2000 wieder als Wahrzeichen der Stadt und zum Lobe Gottes fertiggestellt sein. Danach kommt dann die Rekonstruktion des Kirchenschiffes mit einem geschätzten Kostenumfang von 4 Millionen DM (2 Millionen EURO) an die Reihe. Der bisherige Ablauf der Bauarbeiten kann uns mit Dankbarkeit und Freude erfüllen. Wer dabei nur in großen Zahlen denkt und auf schnelle Erfolge aus ist, muss sich sagen lassen, ein Kirchenbau ist eine schwierige und langwierige Sache. Sie geht oft über mehrere Generationen und ist kein einfaches Unterfangen.

Vom heiligen Franz von Assisi ist der Ausspruch überliefert:

"Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich ist das Unmögliche getan."

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und stehe für Anfragen zum Bericht zur Verfügung.

Dr. Heinz-Walter Knackmuß

Vorsitzender

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