Förderverein St. Nikolai in Eilenburg spendet Säulensteine

von Dr. Heinz-Walter Knackmuß 16. March 2013 09:28



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von links nach rechts: Matthias Danzmann, Roland Zelmer, Dr. med. Konrad Reuter,
Ernst Gottlebe und Karlheinz Beil

Die Evangelische Stadtkirche St. Nikolai in Eilenburg hat ein ähnliches Schicksal erlitten wie die Rathenower Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Noch in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs, am 21.04.1945, wurde sie durch Beschuss zerstört. Die Gemeinde bauten ein Notdach und den Turm 1952 wieder auf. Aber es fehlen bis heute die Kreuzgewölbe in der Kirche. Nun hat sich in Eilenburg ein Förderverein zum Wiederaufbau der Evangelischen Stadtkirche St. Nikolai Eilenburg e. V. etabliert, der Gelder sammelt. >

003Kirche St. Nikolai in Eilenburg
Video-Glockengeläut

Der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow e. V. hat auf seiner Internetseite den Film der Roland Schulze Baudenkmalpflege GmbH über den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Kirchenschiff veröffentlicht und die Eilenburgen waren fasziniert von diesem Film und dem gelungenen Wiederaufbau der Kreuzgewölbe in Rathenow. Am 16.03.2013 kam der Vorstand des Eilenburger Fördervereins mit seinem Vorsitzenden Matthias Danzmann und dem Schatzmeister Ernst Gottlebe nach Rathenow, um sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen. Am 14.09.2013 sollen dann bei einem Gemeindeausflug noch einmal 45 Personen aus Eilenburg nach Rathenow kommen. Bei der Besichtigung der Kirche fielen einige Parallelen auf. Die neuen Glocken für den Turm der Eilenburger Kirche wurden in Lauchhammer gegossen, eine alte Glocke wurde auf einem Glockenfriedhof entdeckt und ergänzt heute wieder das Geläut der St. Nikolaikirche. Die Vorstandsmitglieder waren sehr gründlich bei der Inspektion der Kirche, denn es war wie immer bitter kalt. Aber sie wurden von der wunderbaren Aussicht auf dem Turm belohnt. Bei herrlichen Sonnenschein hatte man eine gute Sicht über das verschneite Havelland und die überfluteten Havelwiesen. Zwei Stunden dauerte die Führung und am Schluss spendete der Vorstand die Säulensteine Nr. 6081-6089 für den Wiederaufbau der Kreuzgewölbe im Chorraum der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Da kann man nur einstimmen in den Lobgesang des Pfarrers Martin Rinckart, der 1636 an der St. Nikolaikirche in Eilenburg dichtete:

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Nun danket alle Gott
mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut
an uns und allen Enden.

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Der Eilenburger Vorstand auf dem Rathenower Kirchturm

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